Kategorie Technik

Seltene Gäste am Flughafen

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Ein paar Rehe sind wieder durch den Zaun geschlüpft. Der kann zur Zeit gar nicht so schnell repariert werden, wie ihn die Wildschweine kaputt machen. Während ich auf den A 320 der Air Berlin wartete, der sich kurzfristig zu Trainingsflügen eingefunden hatte, kam mir etwas viel besseres vor die Linse.

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Eine Aero L-39 Albatros, früher als Strahltrainer auch bei der NVA im Einsatz, machte einen tiefen Überflug. Die in Russland registrierte Maschine ist von der MiGFlug & Adventure GmbH in Peenemünde stationiert. Man kann dort als Kopilot Flüge buchen. 20 Minuten kosten mal eben 2.400 Euro, 30 Minuten gibt es für 3.600 Euro.

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Der Kopilot heute hatte auf jeden Fall erkennbar Spass. Die A320 kam dann auch noch und trainierte eine ganze Reihe touch and goes.

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Swinemünde? Rechts hinterm Mond!

Jedenfalls aus Sicht unserer Lokalzeitungen. Anders kann man es sich nicht erklären, wenn in Swinemünde Ministerpräsident Donald Tusk zu Gast ist und bei uns darüber nicht mit einer Silbe berichtet wird. Dabei hatte Tusk am 1. Oktober durchaus auch für die deutsche Seite Interessantes zu berichten.

So hat er klargestellt, dass sich Warschau nicht an der Finanzierung der von der Stadt Swinemünde gewünschten Swinequerung beteiligen wird. Angesichts der Sparmaßnahmen habe das Vorhaben keine Priorität, man werde aber untersuchen, ob eine Finanzierung mit EU-Mitteln möglich sei. Der Sprecher der Stadtverwaltung, Robert Karelus, war darüber wenig erbaut. Er schlug vor, der polnische Staat könnte ja die Mittel zum Betreiben der Stadtfähren, ca. 5,5 Millionen Euro jährlich, über eine Dauer von 30 Jahren garantieren, dann könne man bauen. Ausserdem erwarte die Stadt ab 2014 ca. 12,5 Millionen Euro jährlich an Einnahmen von den Betreibern des Flüssiggasterminals, die man einsetzen könne. Die Kosten für den Bau des Tunnels werden auf 110 Millionen Euro geschätzt.

Tusk besuchte auch den Standort des geplanten Flüssiggasterminals. Er führte aus, das Terminal habe eine “strategische Dimension für die Sicherheit der polnischen Energieversorgung”. Mit dem Flüssiggas (LNG), das in Swinemünde angelandet werden soll, wird nach Fertigstellung des Terminals, geplant für den 30. Juni 2014, ein Drittel des gesamten polnischen Gasbedarfs gedeckt. Ein weiteres Drittel soll über den kürzlich mit Russland geschlossenen, bis 2037 laufenden Liefervertrag und das verbleibende Drittel mit Gas aus eigener Produktion abgesichert werden. Im Zusammenhang mit dem russischen Gasliefervertrag und dem nicht frei zugänglichen Leitungssystem hat die EU allerdings ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Polen eingeleitet.

Tusk informierte ausserdem, Deutschland habe seine Bedenken wegen möglicher Umweltgefährdungen zurückgezogen, damit stehe dem Vorhaben jetzt nach zwei Jahren Verzögerung nichts mehr im Wege. In der polnischen Presse werden die Baukosten mit 725 Millionen angegeben, davon kommen 80 Millionen von der EU, 200 Millionen sollen von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung und der Rest von einem internationalen Bankenkonsortium finanziert werden.

Weiter will er gegen den Bau der Nordstream-Pipeline vor der Hafeneinfahrt von Swinemünde vorgehen, die bisherigen Zugeständnisse in Form einer Verlegetiefe von 17,5 Metern unter dem Meeresspiegel reichen ihm nicht aus. Polen verlangt eine Verlegung in 5 Meter Tiefe unter dem Meeresgrund, um den Hafen zukünftig für Schiffe mit einem Tiefgang von mehr als 13,5 Metern nutzbar zu machen. Die sind schon jetzt das abolute Minimum, da nach dem Liefervertrag vom September 2009 ca. 1,5 Milliarden Kubikmeter jährlich von LNG Qatargas aus dem Emirat Katar geliefert werden. Die Reederei Katar Gas Transport Company hat 13 Flüssiggastanker der Q-Max-Klasse im Einsatz. Die Teile sind 350 Meter lang, 55 Meter breit und haben im beladenen Zustand 12 Meter Tiefgang, Fassungsvermögen 265.000 Kubikmeter. Die nächst kleinere Q-Flex-Klasse ist bei 300 Meter Länge und einer Kapazität von 215.000 Kubikmetern, davon hat die Reederei 19 Stück. Die Bezeichnung und die Dimensionen leiten sich übrigens von dem Hafen von Ras Laffan/Katar (englisch: Qatar) ab. Wenn ich mir diese Riesenschiffe in der Kadettrinne vorstelle, habe ich doch ein leichtes Unbehagen.

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Rechts neben der Ostmole soll der Aussenhafen entstehen.

Aktuell wird das Baufeld vorbereitet und geologische Untersuchungen zur Standfestigkeit des Bodens bis zu einer Tiefe von 60 Metern durchgeführt. Dies sei erforderlich, da die Tanks bei einer Höhe von 40 Metern und einem Durchmesser von 80 Metern ein Gewicht von jeweils 70.000 Tonnen haben sollen (der Leuchtturm von Swinemünde in der unmittelbaren Nachbarschaft ist 68 Meter hoch). Für den Zeitraum 2017-2018 ist bereits eine Erweiterung ins Auge gefasst, um die Kapazitäten von jetzt geplanten 5,5 Milliarden auf 7,7 Milliarden Kubikmeter auszubauen. Bereits 2013 soll eine Station zum Entflüssigen des Gases fertig sein, um das Gas in die überregionalen Verteilnetze einspeisen zu können.

terminal-swinemunde.jpg Für das Entladen der Schiffe soll nach polnischen Berichten ein Außenhafen mit 5 Anlegestellen durch das Seeamt Stettin errichtet werden mit einem 3 Kilometer (!) langen Wellenbrecher und einer Fahrwasservertiefung. (Das ist neu für mich und es fällt mir schwer, die Länge des Wellenbrechers zu glauben, aber wenn schon die Schiffe 300 Meter und länger sind. Ausserdem ist die Westmole über 1.000 Meter lang und die Ostmole knapp 1.400 Meter. …) Das korrespondiert auch mit einer polnischen Zeitungsmeldung nachdem, die Tanker 800 Meter entfernt vom Terminal entladen werden sollen. Wo wird eigentlich der ganze Aushub für den Aussenhafen verklappt? Zur weiteren Information bitte hier nachsehen. Informationen zu LNG und den Risiken gibt es hier.

Um wieder auf den Ausgangspunkt zurück zu kommen: Wäre Frau Merkel in Heringsdorf gewesen, ich würde drauf wetten, die polnische Presse wäre dabei gewesen.

Bunter Vogel

Heute war ein schöner Oldtimer am Heringsdorfer Flughafen. Die Boeing Stearman 75 wurden von 1934 bis 1944 als Trainer für die US-Army gebaut, hier handelt es sich wohl um eine PT-13D in einem wirklich erstklassigen Zustand.

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Mehr Informationen zu dem Flugzeugtyp gibt es bei Wikipedia.

Üben für den Ernstfall

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Großes Aufgebot heute am Flughafen. Der Landkreis hatte zur Katastrophenschutzübung gerufen, es waren mehr als 20 Fahrzeuge und über 220 Einsatzkräfte vor Ort.

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Das zweite Bild ist mit dem iphone gemacht und dann mit einer Tilt-Shift-Anwendung bearbeitet. Dadurch wirkt die Aufnahme wie die einer Miniaturwelt.

Tiefer Überflug

Heute mittag gab es für die Schaulustigen am Heringsdorfer Flughafen ein besonderes Spektakel. Eine Boeing E3A Sentry, die militärische Ausführung der Boeing 707-320, der NATO Airborne Early Warning and Control Force E-3A Component von der NATO-Basis in Geilenkirchen hat auf dem Rückweg von Dresden zwei tiefe Überflüge gemacht.

Auf dem ersten Bild kann man sehr gut die Folgen der völlig veralteten Turbinen sehen.

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Die Maschine wurde anlässlich des 25-jährigen Jubiläums mit einer Sonderlackierung versehen.

One-Hit-Wonder

Ich habe mich tatsächlich heute morgen überwunden, um 6.30 Uhr aufzustehen, um dem One-Hit-Wonder “ICE in Heringsdorf” beizuwohnen. Kurz vor dem Eintreffen des Zuges kündigte sich schon die Größe des Ereignisses an in Form einer massiven Präsenz der Staatsgewalt. Reichlich Uniformierte und über dem Bahnhof kreiste 15 Minuten lang ein Hubschrauber der Bundespolizei. Etwas enttäuschend, dass keine Luftabwehrkanonen und gepanzerte Fahrzeuge zum Einsatz kamen.

Pünktlich um 7.31 Uhr fuhr der ICE dann in Heringsdorf ein.

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Ab 11.00 Uhr gibt es dann die öffentliche Taufe. Auf das obligatorische Zerschmettern einer Champagnerflasche wird dem Vernehmen nach verzichtet. Nach den jüngsten Ereignissen befürchten die Verantwortlichen der DB, die Flasche könnte die Karosserie durchschlagen.

RAF macht Zwischenstopp

Heute gab es exklusiven Besuch auf dem Heringsdorfer Flughafen. Eine BAE 146 CC2 der englischen Royal Air Force machte auf dem Weg von Schweden nach Polen einen Zwischenstopp. Sie gehört zur Royal Squadron, auch bekannt als Queen’s Flight und ist auf dem Stützpunkt Northolt stationiert. Mit der Maschine sind auch die Mitglieder der königlichen Familie regelmäßig unterwegs.

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Die Anbauten am Heck sind ein Raketenabwehrsystem.

Heisser Roadster

Gestern habe ich zum ersten Mal einen Hot Rod auf der Insel gesehen. Man mag es kaum glauben, aber dieser Flitzer ist 80 Jahre alt. Im Original war es ein Ford A Roadster 1929. Wie für diese Fahrzeuge üblich, wurde das Gewicht auf ein Minimum reduziert, die Karosserie modifiziert und ein neuer Motor eingebaut. Im Gegensatz zum klassischen Konzept in den USA wurde kein V8-Aggregat eingesetzt, sondern ein Motor von Alfa Romeo mit 6 Zylindern, der das Spassmobil zusammen mit der Auspuffanlage auch zu einem Klangerlebnis macht.

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Seltener Gast

Gerade sorgte ein besonderer Flieger für Blicke zum Usedomer Himmel. Eine Lockheed P-3C Orion der Deutschen Marine hat am Flughafen Heringsdorf vorbeigeschaut. Die Seeaufklärer sind beim Marinefliegergeschwader 3 in Nordholz stationiert.

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