Kategorie Bauliches

Legal? Illegal! Auch egal.

Seit ein paar Monaten steht am Dorfanger im Heringsdorfer Ortsteil Neuhof ein mintgrünes Gebäude, dass in der unmittelbaren Nachbarschaft für heftigen Unmut sorgt. Zuallererst wegen seiner schieren Größe. In der Schulstraße gibt es in der näheren Umgebung kein Gebäude, das auch nur annähernd so groß wäre. (weiterlesen…)

Noch einmal gut gegangen

Gastbeitrag von Andreas Dumke

Foto: Andreas Dumke

Die Tücken der der modernen Technik lernten einige Fußgänger und Autofahrer heute in Ahlbeck hautnah kennen. An der Dauerbaustelle Bahnübergang Korswandter Weg rollte plötzlich bei geöffneten Schranken ein Zug der UBB in den nahegelegenen Bahnhof ein. Der umsichtige Triebwagenführer hatte dies zwar rechtzeitig gemerkt und herunter gebremst, die Pointe folgte aber kurz danach. Erst als der Zug durchgefahren war erschien ein Arbeiter in Warnweste und Händen in den Hosentaschen auf der Bildfläche. Ein bißchen Pflichtbewusstsein und Geistesgegenwärtigkeit war dabei wohl zu viel verlangt.

Im Übrigen ist dies nicht das erste Ärgernis an dieser Baustelle. Seit Juni wird die Geduld der Anwohner an dieser Baustelle auf eine harte Probe gestellt. Ständige Sperrungen und Behinderungen ziehen sich mittlerweile schon über 4 Monate hin.

Mr. Bean macht Ferien auf Usedom

Manchmal lohnt es sich, genau hinzusehen. Das ist doch … genau, es ist Mr. Bean, der dort durch die Gardine in die Heringsdorfer Friedensstrasse schaut. Allerdings völlig unbeweglich, was so gar nicht seinem Naturell entspricht. Und er bleibt länger ruhig stehen als jeder Passant, der auf eine Bewegung von ihm wartet.

Wer auch immer ihn da hingestellt hat: Solcherart Sinn für Humor gefällt mir sehr. Stephan Doetsch via Claudia Pautz. Danke für den Tip.

Nebenbei bemerkt, lohnt es sich bei dem Haus insgesamt genauer hinzusehen. Die Fassade ist zwar nicht mehr im allerbesten Zustand offenbart aber ein paar der schönsten Verzierungen aus der Hochzeit der Bäderarchitektur.

Die Verzierungen im Putz, speziell das horizontal verlaufende Band aus Blättern, sind eine Rarität. Es ist vielleicht sogar gut, dass der Eigentümer so gar nichts an der Fassade macht. Besser als diese Fassade im Rahmen einer “Vitalisierungsmaßnahme” in die Hände der behördlichen Denkmalpflegerverpfuscher fallen zu lassen wie die Villa Oppenheim.

Trafo VI

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Pumpstation des Zweckverbandes Wasserversorgung Abwasserbeseitigung Insel Usedom am Ortseingang von Zempin Richtung Wolgast.

Trafo V

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Eigentlich etwas geschummelt, denn hier handelt es sich nicht um einen Trafo, sondern um eine Abwasserpumpstation des regionalen Abwasserbeseitigers. Die Künstler sind allerdings die selben, die auch die Trafostationen verschönern. Die Pumpstation steht an der Ostsee-Therme zwischen Ahlbeck und Heringsdorf an der Bundesstraße.

Trafo IV

Trafo Usedom Front

Trafo Usedom linke Seite

Trafo Usedom rechte Seite

Die vierte Trafostation steht in Usedom an der B 110 in Richtung Ahlbeck auf der linken Seite gegenüber dem Kik-Markt.

Trafo III

Trafostation Koserow 1

Trafostation Koserow 2

Trafostation Koserow 3

Trafostation Koserow 4

Hier die dritte Trafostation. Sie steht am Ortseingang Koserow aus Richtung Loddin, an der Tankstelle von der B 111 abbiegen, an der Tankstelle vorbei auf der rechten Seite.

Trafo II

Trafo Zempin 1

Trafo Zempin 2

Trafo Zempin 3

Hier also die nächste Trafostation. Sie steht am Ortsausgang Zempin Richtung Zinnowitz an der B111 auf der rechten Seite.

Niemand hat die Absicht

Am Dienstag hatte die Bansiner UWG als Befürworter des Projektes zu einem Bürgerforum in Sachen Bebauungsplan Nr. 14 “Ortsmitte an der Bergstraße Bansin” geladen. Das ganze war irgendwie verwirrend. Der von der Gemeinde beauftragte Planer behauptete immer wieder, es könne ja gar nicht so groß gebaut werden, wie es die Festsetzungen des Bebauungsplanes zuliessen. Die Architekten des Investors behaupteten, man wolle ja gar nicht so groß bauen, wie es der Bebauungsplan zuliesse. Der Investor versicherte, er wolle gar nicht so groß bauen, wie es der Bebauungsplan zuliesse. Zusammenfassend könnte man sagen Niemand hat die Absicht, eine Mauer so groß zu bauen, wie es der Bebauungsplan zuläßt. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber der Abend bestand im wesentlichen aus Wiederholungen. Da sich der Streit zwischen Befürwortern und Gegnern, der häufig ins persönliche abdriftete, nur um die Größe der zukünftigen Bebauung drehte, fragt man sich warum man die Festsetzungen in dem Bebauungsplan nicht einfach reduziert. Wie schon gesagt, eigentlich hat ja niemand die Absicht …

Etwas seltsam mutete an, dass man dem einzigen offiziell geladenen Kritiker, Torsten Viebke, nicht erlaubte, seine Überlegungen wie alle anderen Referenten mit dem Beamer auf die Leinwand zu werfen. So konnte praktisch niemand im Raum so richtig sehen, was Herr Viebke da erläuterte. Der gemeindliche Planer antwortete dann auf meine Frage, ob die Ausführungen so zuträfen, mit einem klaren Nein. Der Investor ging sogar soweit, Herrn Viebke zu unterstellen, bewußt falsche Behauptungen aufzustellen, um die Leute hinters Licht zu führen. Das kann man glauben, muss man aber nicht. Es blieb nämlich bei der Behauptung bzw. Unterstellung, ein Beweis wurde nicht geführt. Wo es doch ein leichtes gewesen wäre, Herrn Viebke seine Fehler nachzuweisen, nachdem sein Papier seit mehr als vier Wochen öffentlich zugänglich ist.

Seltsam im nachhinein auch die Wohlfallensbekundung einer Bansiner Einwohnerin zu den Vorhaben des Investors. Es ging zwar lautes Geraune durch den Raum, als Sie kundtat, eines ihrer Kinder sei bei dem Investor in Ausbildung, ich fand sie aber gerade deshalb sehr nett und glaubwürdig. Das brachte ich heute auch in einem Gespräch mit einem Bekannten vor, worauf der in schallendes Gelächter ausbrach und mich aufklärte. Die gute Frau ist die Schwester des Vorsitzenden der UWG und selbst auch noch bei dem Investor angestellt.  Nachtrag 28.01.2008: Herr Friedrich, der Vorsitzende der UWG,  hat mich heute abend darauf hingewiesen, dass seine Schwester nicht bei dem Investor angestellt ist und auch nicht war. Was für mich einerseits ärgerlich ist, weil ich einer falschen Information aufgesessen bin, andererseits aber auch nicht, weil ich ihren Auftritt wie eigentlich geschrieben wirklich sehr nett und glaubwürdig fand und jetzt auch wieder finden kann.

Es gab aber auch erbauendes an diesem Abend. Der Bildschirmschoner des Stadtplaners bestand aus wirklich hübschen Aufnahmen aus dem indischen Ozean.