Stolperstein macht betroffen

Menschliches

Betroffenheit beschreibt meine Gemütsverfassung nach dem Lesen dieses Artikels in der Online-Ausgabe des Kölner Stadtanzeigers nicht einmal annähernd. Milena Kowalski beschreibt die Geschichte und die letzten Stunden im Leben von Ilse Fröhlich und Rudolf Marx, Soldat bei der Wehrmacht, stationiert in Greifswald. Beide begingen am 13. Juni 1939 am Strand von Ahlbeck Selbstmord. Erst später klärte sich der Hintergrund dieser Verzweiflungstat auf: Sie war jüdischen Glaubens und er Katholik und hatten keine Hoffnung mehr auf einen Ausweg für ihre Liebe zueinander.

Anlass für den Artikel ist das Setzen eines Stolpersteins im Heimatort Siegburg am kommenden Samstag.

3 Kommentare

  1. Bansina sagt

    Der Artikel ist wirklich sehr erschütternd – und doch ist es nur eines von vielen Schicksalen aus dieser Zeit. Ich frage mich: Gäbe es auch auf Usedom Gründe für so einen „Stolperstein“?

  2. Jürgen sagt

    Das habe ich mich gestern auch gefragt. Soweit ich es weiss, gab es auf Usedom keine jüdische Gemeinde, auch in Swinemünde nicht. Werde aber mal bei der Heringsdorfer Historischen Gesellschaft nachfragen.

  3. Bansina sagt

    Grad gefunden: Möglicherweise hilft auch der Artikel von Pastor Tilman Beyrich in der Dezember-Ausgabe von „Kirche am Meer“ auf Seite 6 weiter. Ich finde ihn sehr interessant – und aufschlussreich!

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