Es kann nur einen geben

Politisches

Ein Trost bleibt den geschlagenen Kandidaten – sie müssen ihr Wahlversprechen nicht halten.

André Siegfried

Nachdem der Wähler, jenes unbekannte Wesen, am vergangenen Sonntag keinen der Bewerber mit einer absoluten Mehrheit ausgestattet hat, kommt es am 25. März zur Stichwahl zwischen Klaus Kottwittenborg und Lars Petersen. Ich hole aus diesem Grund noch einmal die 10 Fragen – 10 Antworten der beiden nach oben und verlinke am Ende noch auf andere Fragen an die und Antworten der Kandidaten.

1. Warum haben Sie sich beworben?

Kottwittenborg: In den zurückliegenden Wochen haben mich sehr viele Bürgerinnen und Bürgern unserer Gemeinde gebeten, meinen Entschluss – nicht noch einmal als Bürgermeisterkandidat anzutreten – doch noch einmal zu überdenken. Diesem Wunsch von Bürgern, Gewerbetreibenden, Hoteliers, Senioren oder Vereinsmitgliedern aus den Kaiserbädern haben sich auch Politiker und Persönlichkeiten auf Kreis- und Landesebene angeschlossen. Sie wertschätzen meine Verwaltungsarbeit, meine bürgernahe, neutrale bzw. parteiübergreifende sowie meine auf das Wohl der Kommune gerichtete Arbeit. Und mir liegt weiterhin die Verwirklichung bereits begonnener Projekte am Herzen.

Petersen: Ich bin seit 1993 auf der Insel Usedom und habe mich in diese Region “verliebt”. Diese Liebe hält nun schon seit fast 20 Jahren. Neben der schönen Bäderarchitektur und den endlosen weißen Stränden habe ich die herzliche Aufnahme durch die hier lebenden Menschen sehr genossen. Diese Insel ist meine Heimat geworden, sie soll es auch bleiben, an ihr hängt mein Herz.
Für mich gilt dabei der Grundsatz, das Vorhandenes, vor allen in dieser Einmaligkeit erhalten werden muss, wir unsere schöne Heimat in der Verantwortung die uns aufgetragen wurde, belassen und wir endlich alle dafür einstehen sollten. Leider ist es nicht mehr fünf vor zwölf sondern schon viel später. Beispiele von Misswirtschaft zu Gunsten weniger gibt es leider zu Hauf. Eigentlich gilt es jungen Menschen Alternativen zu schaffen, die Möglichkeit einzuräumen, in ihrer Region, Heimat zu bleiben.

Bisher habe ich mich ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen eingebracht, viel Engagement in Jugendarbeit gesteckt. Doch ich denke das alleine reicht nicht mehr, es sind viele Dinge in die Schieflage geraten, in nicht geringer Verantwortung der zurzeit in der Politik Aktiven.

“Meckern” ist das eine, aber wer meckert muss Alternativen schaffen oder sich der Verantwortung stellen. Das hat letztendlich den Ausschlag gegeben, mich zur Wahl zu stellen und ich denke, die bisher im Vorfeld der Wahl bekanntgewordenen Geschichten zu Satzungskenntnissen und menschlichem Verhalten zeigen mir, dass es die richtige Entscheidung war.

“Ich bin nicht verhaftet mit den Strukturen” – ich denke es wird Zeit jemanden einzubinden, der autark auftreten kann, keine Abhängigkeiten zu den sich entwickelten Strukturen hat und damit Entscheidungen zum Wohl aller Bürger anzustreben. Unabhängig eben……..

2. Warum denken Sie, die richtige Besetzung zu sein?

Kottwittenborg: Nachdem ich zwölf Jahre im Ostseebad Heringsdorf stellvertretender Bürgermeister war und seit neun Jahren Bürgermeister bin, bin ich nach wie vor motiviert und zugleich überzeugt, auch in den kommenden sieben Jahren sandige, steinige oder bergige Wege eines Gemeindeoberhauptes erfolgreich zu meistern und meinen Anteil am Gemeinwohl leisten zu können. Bereits in den zurückliegenden Jahren haben wir einen guten Weg in punkto Haushaltskonsolidierung eingeschlagen und den möchte ich unbedingt fortsetzen.

Petersen: Denke ich das?? Ich sehe mich eher als Alternative zu den Etablierten, die sich seit Jahren in der Gemeindepolitik versuchen und es im Ergebnis geschafft haben, das nicht einmal 30% Prozent der Bürger zur Wahl gehen. Das Vertrauen in die Politik ist auf allen Ebenen verloren gegangen, nicht einmal das Amt des Bundespräsidenten ist unumstritten.
Ich selber sehe mich als Verbindungsglied zwischen Gemeinde, Verwaltung und dem Bürger. Möchte für jeden Bürger als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und biete das auch an. Möchte nicht nur als Repräsentant der Gemeinde gesehen werden. Es wird Zeit wieder Vertrauen aufzubauen.

Vielleicht erreiche ich mit meiner Kandidatur, dass mehr Bürger zur Wahl gehen, 60 % oder 70% würde ich schon als Erfolg sehen. Für unsere “wahlmüden” Bürger ist somit eine Alternative, vielleicht auch eine Protestwahlmöglichkeit geschaffen worden. Ausreden in diese Richtung sind also nicht mehr opportun. Sie wählen keinen Politiker, sondern einen von Ihnen, der sich für Sie engagieren möchte.

Und was ganz wichtig ist: “Ich bin nicht verhaftet mit den Strukturen” . wenn ich meine Amtszeit abgeschlossen habe, kehre ich in meinen Beruf zurück, bin nicht auf irgendwelche Subventionen, Absprache und Klüngeleien für eine Anschlussverwendung angewiesen.

3. Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Kottwittenborg: Langjährige Berufserfahrung in der Finanz- und Kommunalverwaltung. Meine Beharrlichkeit, über Tagesaufgaben hinaus, mich Visionen zu zu wenden. Denn die Vision ist ein Bild von unserer Zukunft, für das sich Visionäre begeistern und dann auch ihre Mitmenschen. Es bringt Klarheit und Richtung ins Handeln und Denken, denn ich weiß, was ich anstrebe, wofür ich etwas tue und in welche Richtung wir uns entwickeln wollen.

Petersen: Zielstrebigkeit, Zuverlässigkeit und meine direkte Art, meine Meinung auszusprechen. Meine Frau sagt immer, “hilfsbereit, kooperativ, charmante Art mit jung und alt umzugeben sowie mein Einsatz für benachteiligte Personen, ich hätte ein großes Herz”.

4. Was sind Ihre persönlichen Schwächen?

Kottwittenborg: Nicht immer kommt man gleich ans Ziel und daher ist dem Menschen die Fähigkeit der Geduldigkeit auferlegt, aber in dieser Disziplin versagt der Mensch gern und das trifft auch auf meine Person zu. Zudem die Balance, zwischen Arbeit und Erholung (Besinnung) zu finden, bedarf es meinerseits einer Veränderung.

Petersen: Ich kann nicht “NEIN” sagen, aber ich denke, das sollten andere beurteilen. Wer welche ausgemacht, sollte sie mir gerne mitteilen.

5. Was stört Sie am meisten an anderen Menschen und wie gehen Sie damit um?

Kottwittenborg: Besserwisserei, der ich indes mit Humor begegne: „Danke schön, Herr Professor, wie gut, dass wir darüber gesprochen haben. Ihre Meinung ist mir immer sehr wichtig“

Petersen: Mich stört Unaufrichtigkeit und die Auslegung von Vorschriften und “Gesetzen” zum eigenen Vorteil, eben die Beugung unserer, für alle geltenden Gesetzmäßigkeiten. Das spreche ich gerne persönlich an, sage es dem oder der ins Gesicht und reagiere mit Enttäuschung, wenn es trotz klar sichtbarer und vorhandener Beweise, abgestritten wird.
Ansonsten akzeptiere ich jeden Menschen mit seinen Schwächen, nehme jeden Menschen so wie er ist.

6. Wer ist ihr Vorbild und warum gerade der oder die?

Kottwittenborg: Es gibt viele Menschen auf unserem Erdball denen ich höchste Anerkennung zolle. Erfindern, Wissenschaftlern, Ehrenamtlichen, Ärzten, Helfern, Rettern und und und. Zu ihnen gehört auch unser ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt. Es gibt Menschen, die die Realität nicht hinnehmen, sondern im großen Stil verändern wollen. Doch bei aller Suche sind sie nicht fündig geworden. Anders das Konzept von Helmut Schmidt: Er nimmt die Realität als solche hin und beeinflusst sie höchstens mit feinen Justierungen. Damit gelang es ihm, eine Reihe von Begriffen zu besetzen, darunter Realismus, Augenmaß, Pragmatismus, Vernunft.

Petersen: Früher als Fußballer waren es Kämpfertypen wie Jürgen Kohler oder Hans-Peter Briegel. Heute habe ich keine Vorbilder mehr, bewundere aber Menschen, die sich im Ehrenamt engagieren und eigene Interessen auch einmal hinten anstellen – dazu Menschen mit Rückgrat, Fehler macht jeder, aber dazu zu stehen, die Verantwortung nicht auf andere abschieben, das nötigt mir Respekt ab.

7. Was möchten Sie in einem Jahr erreicht haben, wenn Sie die Wahl gewinnen?

Kottwittenborg: Die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf wird sich nicht nur während der Fernsehübertragungen des ZDF und des polnischen Fernsehens im Rahmen der Fußball Europameisterschaft 2012 als hervorragender Gastgeber und mit einem tollen Aussehen präsentieren, vielmehr verstärke ich mein Engagement für mehr Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit. Nach dem Erhalt der Schullandschaft in unserer Gemeinde, erfolgt nun die Sanierung des ehemaligen Maxim-Gorki-Gymnasiums zur Grundschule für über 2,5 Millionen Euro sowie der Ausbau des Serpentinenweges in Heringsdorf am Kulm.

Petersen: Dass die Wähler mir mitteilen, es war die richtige Entscheidung und mir vertrauensvoll mitteilen, was ihnen am Herzen liegt.

8. Was möchten Sie in sieben Jahren erreicht haben, wenn Sie die Wahl gewinnen?

Kottwittenborg: Ein durchaus sehr weiter Blick in die Zukunft. Schaffung einer modernen kommunalen Dienstleistungsverwaltung mit hohen Qualitätsansprüchen. Gezielte Aus- und Weiterbildungen der Mitarbeiter für eine eigenständige, kreative und innovative Mitgestaltung. Verbesserung der touristischen Infrastruktur, wie inselübergreifende Verkehrsprojekte, Bürgernähe, Unterstützung der vielfältigen Vereinsarbeit und noch einiges mehr.

Petersen: Das ist schwer zu sagen. Sicherlich gehört dazu, dass die Gemeinden der Insel in einigen Bereichen (Bündelung von Kräften wie z.B. Gleichstellung, Aktenarchiv, Bücherei, Informatiker) gemeinsam an einem Strang ziehen. Ich liebe die Insel und sehe sie gerne als Insel Usedom und nicht als einzelne Puzzleteile, denen womöglich auch noch Teile fehlen, um sie irgendwann als fertiges Gesamtbild zusammenzufügen.

Natürlich würde ich mich freuen, wenn wir auf der Liste der Wohnungssuchenden eine “Null” stehen hätte, die Ostseetherme als saisonverlängernde Maßnahme viele Gäste anziehen würde, wir starke Vereine in der Gemeinde hätten, die tolle Jugendarbeit leisten und ihnen Perspektiven bieten.
Wichtig ist mir bei allem was angeschoben und erreicht wurde, dass ich authentisch geblieben bin und meine Unabhängigkeit nicht verloren habe.

9. Was ist ihr Lieblingsplatz in Heringsdorf und warum ist er das?

Kottwittenborg: Der Wahlkampf wird kein Spaziergang, aber ausgiebige Spaziergänge auf der längsten Promenade Europas, am Strand oder durch die herrlichen Wälder und Wiesen genieße ich sehr. In allen drei Seebädern und unseren Ortsteilen gibt es Orte an denen ich gerne etwas länger verweile. In Bansin auf dem Langenberg, im Heringsdorfer Rosengarten oder auf der historischen Ahlbecker Seebrücke. Auch der Sieben-Seen-Blick vom Aussichtsturm in Sallenthin oder beim Fußmarsch von Gothen nach Heringsdorf. Für mich sind Spaziergänge Momente der Entspannung, Augenblicke der Beobachtung und gedankenvoller Zurückgezogenheit. Bei der Bewegung in der Sonne, an frischer Luft, aber auch bei Regen oder im Schnee kann ich Geist und Seele baumeln lassen.

Petersen: Ich liebe die Insel mit all ihren Facetten, da gehört Heringsdorf im Ganzen dazu. Ich fühle mich überall wohl. Früher habe ich Bootsfahrten auf der Ostsee genossen, die Kulisse (Bäderarchitektur) vor Bansin und Heringsdorf hat mich fasziniert und in ihren Bann gezogen.

10. Das waren jetzt neun Fragen, die zehnte fehlt. Welche hätte ich Ihnen noch stellen sollen?

Kottwittenborg: Welche Eigenschaften schätze ich an meinem Mitbewerber um das Bürgermeisteramt?

Seine Leidenschaft (Liebe) für den Sport

Petersen: Ganz einfach, ich vermisse eine Frage zur Person und nicht die Institution “Bürgermeister” die hier zur Wahl steht. Deshalb kurz einige Angaben zur Person Lars Petersen

Geboren 1965 in Wilster/ Schleswig-Holstein als Sohn des selbständigen Tischlermeister Horst Petersen (geboren in Halberstadt/ Thüringen) und seiner Frau Hannelore (geboren in Freital/ Sachsen). Drei jüngere Schwestern, Ines und die Zwillinge Karen und Uta.
Verheiratet mit Silke, geborene Diedrich aus Heringsdorf.
Beruf: Polizeihauptkommissar bei der Bundespolizei – eingestellt 1981 in Lübeck
1993 – 2008 bei der Bundespolizei in Ahlbeck (verschiedene Funktionen im Verwaltungs- und Einsatzbereich sowie Öffentlichkeitsarbeit und Prävention
2008 – 2011: Sachbearbeiter für Öffentlichkeitsarbeit und Controlling bei der Bundespolizeiinspektion Pasewalk (zuständig für OVP, HGW und UER, dem heutigen VG)
seit Februar 2011 als Sachbearbeiter bei der Autorisierten Stelle Bund in Berlin u.a. in die “Umsetzung der Einführung des Digitalfunks” in die Bundes-BOS (Behörden und Organisationen für Sicherheitsaufgaben) und damit auch für Bundespolizei eingebunden.
Hobbys: “Mädchen” für alles beim HSV Insel Usedom, “Hobby”-Journalist Sport für die Ostseezeitung, Skifahren, Sauna (Stammgast Ostseetherme), Fußball, Tennis und Handball

Auch die Piraten haben Fragen an die Kandidaten gestellt: Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Heringsdorf am 11. März 2012 – Fragen an die Kandidaten. Die Antworten von beiden gibt es hier und hier.

Eine Woche vor der Wahl hat dann die SPD noch „Prüfsteine“ an die Kandidaten verschickt. Dort hat bis jetzt nur Lars Petersen geantwortet.

Nach den Pressemeldungen von heute im Notkurier empfehlen Thomas Heilmann und Frank Lettner ihren Wählern in der Stichwahl für Lars Petersen zu stimmen, Helmut Friedrich empfiehlt seinen Wählern für Klaus Kottwittenborg ihr Kreuz zu machen. Die Ostsee-Zeitung ergänzt noch, dass auch Johannes Tolxdorff Lars Petersen empfiehlt und sich Kirsten Gottheit, Fraktionskollegin von Helmut Friedrich in der Gemeindevertretung, nicht an seine Empfehlung halten wird. Die CDU hält sich laut OZ bedeckt in Sachen Empfehlung.

15 Kommentare

  1. Pingback: Stichwahl am 25.03.12: Lars Petersen unterstützen » Piratenpartei Insel Usedom

  2. Joachim Saupe sagt

    Ich möchte nur darauf hinweisen, dass sich die CDU nicht bedeckt hält. So stand es auch nicht in der Ostsee-Zeitung!
    Eine Mehrheit des am 20. Dezember 2012 gewählten CDU – Ortvorstandes hat folgende Position bezogen:
    1. Offensichtlich ist ein Wechsel gewollt.
    2. Gratulation an die Gewinner und Dank an die 777 Wähler sowie Helfer im Wahlkampf
    3. Keine Wahlempfehlung abgeben.

  3. Jürgen sagt

    Lieber Jockel,

    „Keine Wahlempfehlung geben“ ist für mich bedeckt halten.

  4. arnie sagt

    …ja, das ist leider so.

    So hat die CDU schon die erste Wahlentscheidung verloren, weil sie sich

    friendly fire

    gönnt und hoffentlich jetzt nicht auf diese Art und Weise auch noch Herrn Kottwittenborg auf diesem Platz zementiert .

    …das wäre dann in meinen Augen

    C = Christlich
    D = Demokratischer
    U = Untergang

    CDU eben…

    …ist natürlich nur eine Metapher !

  5. Joachim Saupe sagt

    Ein großer Teil der Christdemokraten steht für den einen und ein nicht viel kleinerer Teil für den anderen Kandidaten. Diese Freiheit der Mitglieder möchte der Vorstand der CDU – Kaiserbad auch nicht einschränken. Wenn eine Mehrheit des Vorstandes feststellt, es ist ein Wechsel gewollt, ist aber auch eine gewisse Tendenz zu erkennen. Die CDU hier vor Ort reglementiert nicht sondern läßt Demokratie zu. Und das ist auch besser so und wird so bleiben!

  6. EinBürger sagt

    So etwas nenne ich Fahne in den Wind,
    man(n) kann zum Schluss dann doch noch zu den Siegern zählen.
    Hallo Arnie,bei der Metapher musste ich echt schmunzeln. Ist einer Ihrer besseren.
    Was Demokratie zulassen bedeutet, da wissen die meisten ja wie es in der CDU Kaiserbad läuft. Demokratie wird solange zugelassen wie es dem feinen Vorsitzenden und einigen Auserwählten nützt.
    Der Vorstand ist nicht einmal mehr in der Lage in Wahlkampfzeiten mit einer Stimme zu sprechen. Ende vom Lied, der eigene Kandidat nicht gewählt, bei der Stichwahl wie ein Hühnerhaufen in alle Richtungen unterwegs.
    In jedem anderen Laden würden die Mitglieder die Führungsfrage stellen. In den Kaiserbädern hat die CDU nicht einmal mehr die Kraft zur Erneuerung. Der Weg ist somit klar vorgezeichnet. Auf in die Bedeutungslosigkeit, ist ja noch genug Platz neben der SPD, FDP, Grüne und Linke.

  7. arnie sagt

    Hallo Joachim,

    ..darin liegt einer der wesentlichen Irrtümer unserer Zeit.
    Das führt leider auch dazu , dass einige nicht mal mehr merken, dass sie gelegentlich den Boden des Grundgesetzes verlassen, ohne es zu merken ?

    Es ist Ergebnis des Prozesses der Verselbständigung von Politik ( und der Kaste der Politiker?) wenn Sie nicht mehr wissen, dass die parlamentarische Demokratie der Mehrheit der Wähler und eben nicht der Mehrheit der Mitglieder der eigenen Partei verpflichtet ist !

    Es sind nicht die , die Demokraten , die am meisten davon sprechen !

    Abgesehen davon glaubt kein Mensch daran, dass sich zwei gleich große Lager für unterschiedliche Kandidaten aussprechen…, das würde für Euch als Partei katastrophalerweise bedeuten, mit Eurer Meinung meilenweit weg zu sein, von der Meinung der Wähler ?

    …was zu beweisen war ?

    oder doch ein Eigentor ?

  8. Joachim Saupe sagt

    Der CDU-Ortsvorstand ist am 20. Dezember 2012 mit deutlichen Mehrheiten in geheimen Abstimmungen gewählt worden! Leider habt Ihr recht, dass die Niederlage hausgemacht ist. Dennoch nach 3 Monaten Amtszeit Handtuch werfen ist nicht. Mag Euer Ding ja sein! Müssen wir aber hier nicht weiter besprechen. Denn jetzt geht es um die Stichwahl!
    Ich gebe aber zu, dass mir Eure Sorge um die hiesiege CDU schon beeindruckt.

  9. EinBürger sagt

    @ Joachim Saupe
    Spruch der Woche
    Der größte Feind der neuen Ordnung ist, wer aus der alten seine Vorteile zog.
    Anders formuliert:
    Wer zu spät kommt, wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt bzw. diese erkennt jedoch nicht handelt, den bestraft das Leben.
    Will damit nicht sagen, dass Sie das Handtuch werfen müssen. Sie tragen die Verantwortung für Ihre Partei. Fragen Sie sich selbst ob Sie Ihre Partei noch in eine neue Zukunft führen können, ob Sie die Gräben in Ihrer Partei schließen können, ob Sie noch einmal ein neues Fundament für die Zukunft Ihrer CDU legen können.
    Manchmal ist ein Rückzug der größte Dienst welchen man seiner Partei erweisen kann.
    Man kann auch wie BP a.D, Wulff enden.
    Bedenken Sie lt Ihren Aussagen folgen Ihnen 50% der Mitglieder nicht mehr. Nochmal, es ist Ihre Entscheidung.

  10. Joachim Saupe sagt

    Hallo EinBürger

    Ja es ist meine Entscheidung! Ich habe in der CDU Höhen und Tiefen kennengelernt. Vor genau 3 Monaten wurde ich mit deutlicher Mehrheit zum Vorsitzenden gewählt. Nach einer so kurzen Zeit wirft man Verantwortung nicht einfach so weg! Vor 2 und 4 Jahren hatte ich jeweils nur mit eine Stimme mehr. Am 4. September 2011 wurde ich in den neuen Kreistag Vorpommern-Greifswald gewählt, mit einem sehr guten Ergebnis in den Kaiserbädern. 2009 wurde ich mit dem besten Wahlergebnis aller 79 Kandidaten in die Gemeindevertretung gewählt. Korioserweise waren es ebenfalls 777 Stimmen. Ich nehem auch Verantwortung für andere Mitbürger war, wenn es mal nicht so gut läuft. Und dabei wird es auch bleiben!!! Wir bauen jetzt eine ordentliche Manschaft für die Kommunalwahl 2014 auf und werfen nicht das Handtuch. Jetzt im moment geht es aber um die Stichwahl hier im Ort und nicht um Joachim Saupe. Wenn Sie mit mir persönlich Kontakt aufnehmen möchten hier meine Telefonnummer 0173-9740845 und meine E-Mailanschrift
    joachim-saupe@t-online.de.

  11. Meierchen sagt

    @Joachim Saupe:

    Das Meierchen hat Respekt vor Ihrer Aussage, auch Verantwortung zu tragen, „wenn es mal nicht so gut läuft.“

    Herr Saupe schreibt weiter, „mit deutlicher Mehrheit zum Vorsitzenden gewählt“ worden zu sein.

    Meierchen, bekanntlich oller Jauchefahrer, versteht es mal wieder nicht so ganz und hat dazu einige einfache Fragen:

    War es die „deutliche Mehrheit“ aller Parteimitglieder der Käsebad-CDU oder die Mehrheit der Anwesenden?

    Wieviel % aller Stimmberechtigten waren am Wahlabend da?

  12. EinBürger sagt

    Sehr geehrter Herr Saupe, Ihre Erfolge liegen in der Vergangenheit, die Gegenwart sieht anders aus. Da haben Sie eine geteilte Partei. Und Ihre innerparteilichen „Wahlerfolge“ wurden erst besser als viele Ihrer Mitglieder gegangen sind. Könnte es sein, dass Sie nur wiedergewählz wurden, innerparteilich, mangels Alternative, weil keiner mehr da ist?Oder sehe ich das etwa falsch?
    Trotzdem ich bleibe dabei, Ihre Verantwortung, Ihre Entscheidung.

  13. abnng sagt

    Nun ja Jockel. Zum Vorsitzenden wurdest Du gewählt, beteiligt an der Wahl waren nicht gerade viele und die die da waren teilweise Leute, die ich noch nie sah oder aus dem Vorstand stammen. Der Abend der Wahl war auch eher als „Vorstandsdiktatur“ zu bezeichnen. Mit einem Gelächter wurde der Kandidat bedacht, der ausserhalb der Vorstandsentscheidung eine Aufstellung zum Beigeordneten erwerben wollte. Du wirst aber noch bis zum Sterbebett Vorsitzender sein, soviel steht fest.

  14. Pingback: Stichwahl am 25.03.12: Lars Petersen unterstützen / Bansdo

Kommentare sind geschlossen.