50 Prozent auf alles außer Haustiere

Politisches

Steigenberger Ramsch
Am 27. Juni hatte ich hier schon einmal etwas zur Entwicklung der Übernachtungszahlen geschrieben. Dabei ging es auch um ein Angebot, identisch mit dem oben abgebildeten, aber eingeschränkt für den Reisezeitraum bis 30. August.

Jetzt also neue Aktion mit den gleichen Konditionen, beworben mit dem uneingeschränkten Versprechen eines Rabattes von 50 Prozent, für Aufenthalte bis zum 31. Oktober.

Warum man versucht, die eigene Marke aus der Ramschaktion herauszuhalten ist klar. Solche Vermarktungsstrategien beschädigen auf lange Sicht die Marke des Hotels, die des Ortes und letztlich auch die der Insel. Man erzieht die Gäste dazu nur noch auf Schnäppchenjagd zu gehen und kann am Ende keine höheren Preise mehr durchsetzen. Man kann es auch das Praktikersyndrom nennen.

P.S.: Den Leuchtturm finde ich klasse, so richtig typisch für Usedom.

7 Kommentare

  1. Volkesstimme sagt

    Und dann noch inklusive Kurtaxe. Also ausserhalb der Saison könnte man ja noch verstehen wenn man sein Hotel (auf dem Ramschtisch) an den Markt bringt. (naja eigentlich kann man es auch da nicht verstehen) Aber in der Hauptsaison?? Was sagt uns das eigentlich? Dass es was Bettenangeboten angeht nicht 5 vor 12 ist sondern schon mindestens halb 1 wenn nicht gar noch später. Jedenfalls führen diese Angebote ganz klar weg vom geforderten Qualitäts statt Quanitäts-Tourismus. Für den Preis kann man keine Qualität verlangen und erst Recht keine gehobene Exlusivität. Aber eins sollte zu denken geben, bei Praktiker hat es ja auch genauso augefangen….. wirds dann auch genauso enden? Vielleicht findet sich ja auch mal ein Gutscheinerwerber der uns mitteilt, welcher Hotelier hier die Spendierhosen anhat und wer offensichtlich keine Euro-Zeichen in den Augen hat. Vielleicht liegen wir auch ganz falsch und der edle Hotelier hat sein Herz für die Gruppe der Minderbemittelten (Im Volksmund Harzer genannt) entdeckt und möchte denen die Chance geben auch mal tollen Urlaub auf unsere Superinsel machen zu dürfen….. Wer weiß.

  2. Ampelmann sagt

    Herrschaftliche Sommerfreuden? Standesgemäß?
    Das wird das Sinkentaler Backpacker’s on Waterfront sein?!

  3. Horst sagt

    Weiter so! Bis die kurzsichtigen Herbergsväter, die ihr Schäfchen ins Trockene gebracht zu haben meinen, hoffentlich in Kürze verschwunden sind und Banken und Neuinvestoren sich wegen aufgrund der zu hohen Bettenzahl zu geringer Gewinnaussichten zurückziehen, – und dann hoffentlich einen vernünftigen Neuanfang!

    By the way – Hat sich eigentlich schon jemand in der Gemeindevertretung oder von denen, die augenblicklich so vehement ein besonders teures Projekt durchpeitschen möchten, Gedanken über die abzusehende Entwicklung der Gemeindeeinnahmen gemacht? (der kompetente Vorsitzende des Finanzausschusses weiß doch sicher, welchen Anteil die Gewerbesteuer bringt und auf welcher Grundlage sie berechnet wird)

  4. Ampelmann sagt

    Es ist natürlich völlig richtig, die subjektive und durch unreflektiertes Empfinden gewonnene persönliche Erkenntnis, dass es zu viele Betten gibt, so lange in den Äther zu blasen, bis es die Leute glauben und weg bleiben.

    Ich war schon immer der Meinung, dass man gleich nach Eröffnung meiner Ferienwohnung ein totales Bauverbot hätte verhängen sollen. Solange die voll ist, sind es genug Urlauber.

  5. Horst sagt

    @Ampelmann: wie wäre es, einmal das „Verschleudern“ so vieler nicht an Mann/Frau gebrachter Gästebetten durch keineswegs nur ein Hotel zu reflektieren?

  6. Ampelmann sagt

    Mache ich. Beruflich. Seit über 12 Jahren. Es fallen mir auf Anhieb eine Anzahl von weiteren Gründen ein.
    Das geht aber nur, wenn man nicht ideologisch verbohrt ist und sich mit der Materie beschäftigt.

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