Kategorie Kurioses
Da hat der Notkurier mal wieder alles gegeben und siehe da, es geht doch.

Einmal ordentlich recherchiert und prompt einen neuen Ort auf Usedom gefunden: Weisdin, vermutlich das sagenumwobene Käserbad, von dem hier in den Kommentaren so oft die Rede ist.
Da stimmt der Seitentitel endlich mal: Ein starkes Stück.
Wenn Sie schon immer einmal wissen wollten, was ein Pommerscher Krummstiel ist, dann sollten Sie beim sehr geschätzten Kollegen Alex Zander im Freestland vorbeischauen. Und keine Angst, es ist nicht das Fortpflanzungsorgan des Gemeinen Vorpommern.

Gesehen im MARITIM-Hotel Kaiserhof. Bevor sich der geneigte Leser auf der Suche verirrt: Auf der Ebene des Outletcenters für Schuhe Kaiserbädersaals. Man könnte dort mit Sicherheit soziologische Studien mit interessanten Ergebnissen betreiben.
Es ist nicht die einzige Toilette in dem Haus, die etwas aus dem Rahmen fällt, wie man hier nachlesen kann.

Gesehen heute am Konzertplatz.

Manchmal lohnt es sich, genau hinzusehen. Das ist doch … genau, es ist Mr. Bean, der dort durch die Gardine in die Heringsdorfer Friedensstrasse schaut. Allerdings völlig unbeweglich, was so gar nicht seinem Naturell entspricht. Und er bleibt länger ruhig stehen als jeder Passant, der auf eine Bewegung von ihm wartet.
Wer auch immer ihn da hingestellt hat: Solcherart Sinn für Humor gefällt mir sehr. Stephan Doetsch via Claudia Pautz. Danke für den Tip.
Nebenbei bemerkt, lohnt es sich bei dem Haus insgesamt genauer hinzusehen. Die Fassade ist zwar nicht mehr im allerbesten Zustand offenbart aber ein paar der schönsten Verzierungen aus der Hochzeit der Bäderarchitektur.


Die Verzierungen im Putz, speziell das horizontal verlaufende Band aus Blättern, sind eine Rarität. Es ist vielleicht sogar gut, dass der Eigentümer so gar nichts an der Fassade macht. Besser als diese Fassade im Rahmen einer “Vitalisierungsmaßnahme” in die Hände der behördlichen Denkmalpflegerverpfuscher fallen zu lassen wie die Villa Oppenheim.

Das erklärt so manches.
Danke an Claudia Pautz für den Tip.
Am Samstag sprachen mich im strömenden Regen auf der Heringsdorfer Seebrücke zwei schon etwas entnervte Urlauber an: Wo bitte ist denn das Wachsfigurenkabinett? Etwas verblüfft gab ich zur Antwort, die Suche sei vergeblich, das Kabinett schon seit beinahe zehn Jahren geschlossen. Ich erntete heftigen Widerspruch. Das könne nicht sein, man habe noch am gleichen morgen im Internet auf usedom.de das Wachsfigurenkabinett gefunden und nur deshalb sei man ja jetzt hier. Frustriert zogen sie dann ihres Weges.
Wieder zu Hause habe ich dann die Suchmaschine angeworfen und siehe da, die Gäste hatten recht. Die Usedom Tourismus GmbH ist nicht so ganz auf der Höhe der Zeit, was das Geschehen auf der Insel angeht.

Wachsfigurenkabinett seit zehn Jahren weg, Friseur seit zwei Jahren weg, Kino seit beinahe einem Jahr. Aber man ist in guter Gesellschaft. Auch der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern preist noch immer unauffindbares an. Und das, obwohl man dort seit 2006 Bescheid weiss, wie man hier nachlesen kann.

Auch der NDR will da nicht zurückstehen.

Einfach unausrottbar, diese Wachsfiguren.

Das Bild ist im Original Teil einer Werbung für die Ostsee-Therme in einer Veröffentlichung der Linus Wittich KG “Urlaub zwischen Ostsee & Müritz”. Da bekommt man doch richtig Lust auf die Therme. Und erst der einleitende Text für die Kaiserbäder:
In den Kaiserbädern auf der Insel Usedom erwarten die Besucher ganzjährig keine Langeweile, schlechtes Wetter oder unpassende Erlebnisse.
Was wohl der Verfasser dieser bewegenden Prosa unter unpassenden Erlebnissen versteht?

Wunderbarer Fehlerteufel heute im Notkurier. Hoffentlich.

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