EM und kein Ende

EM 2012

Auch ein Jahr nach der Europameisterschaft geht es immer noch um das liebe Geld. Wie Bürgermeister Lars Petersen in der letzten Sitzung der Heringsdorfer Gemeindevertretung in seinem Bericht mitteilte, hat die Agentur pehnert & hoffmann einen Mahnbescheid über ca. 40.000 Euro gegen die Gemeinde wegen offener Rechnungen aus der ihrer Tätigkeit im Rahmen der Europameisterschaft beantragt. Die Gemeinde ist in Widerspruch gegangen, damit werden die Ansprüche im Rahmen eines Rechtsstreites geklärt.

Zur Erinnerung: pehnert & hoffmann ist die Agentur, für die Acksteiner Events aus der Organisation der Europameisterschaft vor Ort gedrängt wurde.

Der Lokalpresse ist so etwas selbstverständlich eine keine Meldung wert. Rollator-TÜV für Senioren und Seeschwalben sind wichtiger.

19 Kommentare

  1. Peter Panther sagt

    Man darf von Journalisten-Imitatoren nicht allzuviel erwarten…..

  2. Doch, Peter Panther, jeder kann viel erwarten, denn als es darum ging Reklame für die Übertragungen vom Strand zu schieben, haben die Redakteure wie besoffen Text um Text abgesondert.

    Apropos: Wie groß ist denn nun das Minus für die Gemeinde aus dem EU-Übertragungsblödsinn, ohne die noch umstrittenen Forderungen, und wie hoch sind sie?

  3. Jürgen sagt

    Ein öffentlicher Kassensturz ist bis jetzt noch nicht erfolgt, zumindest nach dem was mir bekannt ist.

  4. Atze sagt

    @ lupe
    EM-Übertragungsblödsinn? Das war seit Jahren die beste PR für die Insel.

    @ Jürgen
    Ich verstehe doch richtig, dass es sich um 40000,- zusätzliche Kosten handelt, die ursprünglich nicht fixiert waren?

  5. Jürgen sagt

    @ Atze

    Das wurde nicht gesagt. Es geht wohl um zusätzliche Leistungen, die laut Agentur mündlich beauftragt gewesen sein sollen, was von der Gemeinde/Kurverwaltung aber bestritten wird.

  6. Wessoly sagt

    PR für die Insel war das überhaupt nicht, vielmehr wurde vom “ Rentnerparadies Usedom“ gesprochen.

  7. Frank Lettner sagt

    @ Atze
    Es geht um Gelder für die es keinen Beschluss der Gemeindevertretung als Grundlage gibt.

  8. HerrLehmann sagt

    der arme herr acksteiner. mir kommen die tränen. vielleicht sollte man ihm raten, sich einen zweiten kunden zu suchen. dann wäre er nicht so abhängig von den aufträgen des eigenbetriebes und könnte die ganze sache gelassener sehen.

  9. Andreas sagt

    @HerrLehmann

    Was hat Herr Acksteiner mit dem Geld zu tun, dass die Agentur pehnert&hoffmann bekommt zu tun?

    Vielleicht hätte man den Auftrag damals gleich bei der Agentur Acksteiner lassen sollen, vielleicht hätte das dann alles geklappt…..

  10. Willi sagt

    Hallo Jürgen,
    Willi kann sich an eine rege Diskussion zu dem Thema erinnern. Hol doch das mal aus dem Ar’s’chiv. Ist bestimmt unterhaltsam.

  11. Oh Du Fröhlicher sagt

    Was für eine verschobene Diskussion….

    Acksteiners Präsentation war damals einfach nur schlecht und von Unprofessionalität bestückt. Dazu kommt, dass es damals das dreifache an Kosten waren. Sicherlich relativiert sich das nach dem Nachtrag von P&H, aber damals hätte jeder sich für P&H entschieden. Auch Du Jürgen! Hier von Herausdrängen zur reden ist populistisch.
    Wer sagt eigentlich, dass von Acksteiner zu seinen dreifachen Preis nicht auch noch ein Nachtrag gekommen wäre, der das Minus noch größer gemacht hätte? Er hat ja schließlich auch Rechnungen gestellt, für Veranstaltungen zu denen er sich selbst eingeladen hat. So z.B. zum HGV.
    Was die regionale Presse angeht… Ist jeder Kommentar sinnlos. Schlecht bezahlt=schlechte Leute. Wie im Service auch.

    Genießt den „Sommer“ und freut euch auf die WM 2014 in Brasilien.

  12. Jürgen sagt

    Bei der EM-Nummer ist es egal, ob man sich über Acksteiner oder über pehnert&hoffmann ärgert. Darum geht es gar nicht. Das eigentliche Problem war eine Administration, die erst Acksteiner ohne formal korrekten Auftrag arbeiten lässt und dann keine ordentliche Beauftragung von pehnert&hoffmann hinbekommt. Das eine wie das andere führt zu Mehrkosten, die nicht hätten sein müssen.

  13. Frank Lettner sagt

    Genau und die (Mehrkosten) sollen die bezahlen die es in Auftrag gaben und nicht das es wieder schulterzuckend heisst och na ist doch egal wer das beauftragt hat die kommune hat ja genug und von Gemeindegeldern wird das dann alles bezahlt.

  14. Kaiserbädler sagt

    Komisch, warum werden denn nicht viele Kosten, vor allem die ungenehmigten einfach den Verursachern auferlegt??
    P&H haben sich doch keine Aufträge selbst gegeben oder?
    Haben politische Gremien nicht auch Kontrollfunktionen ?

  15. Lars sagt

    Eigentlich wollte ich zu diesem Thema nichts mehr sagen, doch ich denke, dass ich es beurteilen kann und einfach einmal etwas richtig stellen sollte.
    Sich mit Themen zu beschäftigen, sollte eine Grundverpflichtung sein, bevor sie in der Öffentlichkeit populistisch bzw. defamierend geäußert wird.

    Spekulation ob es mit Acksteiner besser oder ähnlich gelaufen wäre, ist sicherlich erlaubt, aber eine Antwort darauf wird es nie geben – nur es bleibt die Frage an die sogenannten Entscheider – warum wechselte man das Pferd im Galopp?

    Jürgen hat es deutlich gesagt:

    „Das eigentliche Problem war eine Administration, die erst Acksteiner ohne formal korrekten Auftrag arbeiten lässt und dann keine ordentliche Beauftragung von pehnert&hoffmann hinbekommt“

    Zu dieser freudschen Fehlleistung habe ich hier bis heute nichts gelesen. Niemand von Euch baut ein Haus, ohne vorher zu prüfen, ob der Grund und Boden dazu geeignet erscheint.

    Wer ist denn verantwortlich für diese halbherzige Vergabe. Entweder schreibe ich solch eine Veranstaltung im Vorfeld aus oder es gibt fachliche Gründe, die für eine Vergabe an eine bestimmte Agentur sprechen – Acksteiner oder P&H nun die Schuld an zusätzlichen Kosten zu geben, die mangels entsprechender Planung bzw. korrekter Beauftragung ausgeufert sind (P&H) bzw. die in guter Absicht angefallen sind, weil die Vergabe durch tätiges Handeln über einen fast sechsmonatigen Zeitraum gefühlt schon durch war (Acksteiner), ist schon sehr zweifelhaft.
    Als Beispiel „guter Planung“ oder heißt es Aktionismus, möchte ich eine Sitzung beschreiben, die kurz vor der EM stattfand:
    Enge Vertraute der damalig verantwortlichen EB-Leiterin machten sich Sorgen um eine entsprechende Vermarktung der Insel um das Event herum und fachgerechte Begleitung der zu erwartenden Journalistenschar. Ergebnis: Es sollte kurzfristig eine gute Bekannte oder sogar Verwandte von P&H eingestellt werden, die mit Kfz, Unterkunft und Honorar so um die 25000,- Euro nicht geplante Kosten verursacht hätte. Die Journalistin kam außerdem noch nicht einmal von der Insel, sollte diese aber repräsentieren.
    Als das Thema durchdacht, die Sinnhaftigkeit angezweifelt wurde und durch mich aus „good will“ Kostensenkung ins Spiel gebracht, eventuell das Kfz aus einem Bestandspool oder die Zimmer durch die „Vertrauten“ zur Verfügung zu stellen………. Das Ergebnis halte ich Ihnen vor.
    Zum Glück konnte das durch den damaligen zeitweiligen GF der UTG und meiner Person abgewendet werden, denn es gab, wie es sich später herausstellte, keine Notwendigkeit und es wäre erneut eine planlose Ausgabe gewesen.

    Aber nun noch kurz zu zwei getätigten Äußerungen, der eigentliche Grund meines Schreibens:
    1. Es gibt eine komplette Abrechnung und Auflistung durch den Eigenbetrieb und diese wurde auch im entsprechenden Gremium bereits vorgestellt (offen natürlich noch die beiden Forderungen)
    2. Man sicherlich davon sprechen kann, dass die Kosten von Acksteiner bei der Vergabe/ Angebot höher waren, nun scheint es aber, dass sie wohl realistischer kalkuliert waren, denn deren Kalkulation beinhaltete schon sehr von den späteren Mehrkosten. Wenn die Angebote nebeneinander gelegt werden und nur der Teil des Angebotes von P&H aus dem Acksteinerangebot berücksichtigt wird, muss man im Nachgang davon reden, dass Acksteiner sogar günstiger war.

  16. Friedhelm Acksteiner sagt

    Was zu viel ist, ist zu viel!

    @ Oh Du Fröhlicher

    Offensichtlich waren Sie an dem besagten 27.12.2011, einem Tag nach Weihnachten, bei der Präsentation im Rahmen der EM-Ausschreibung im Rathaus dabei. Es ist natürlich Ihr gutes Recht, meine Präsentation als „einfach nur schlecht“ zu bezeichnen. Damit kann ich leben. Aber den Vorwurf von Unprofessionalität kann ich nicht unwidersprochen lassen. Und auch nicht die LÜGE (!), dass „es damals das dreifache an Kosten waren“ ! Ebenso ist Ihre Behauptung, jeder hätte sich für P&H entschieden, auch Jürgen, wenn man alle Umstände kennt, nicht haltbar. Doch alle Ihre Halb- und Unwahrheiten kann und will ich gar nicht kommentieren.

    Ich möchte den Lesern hier nachweisbare Fakten vorlegen, die den früheren (und leider von einzelnen Mandatsträgern immer noch praktizierten) „Politik-Stil“ in den Kaiserbädern vielleicht auch ein Stückweit entlarven helfen. Denn diese Ausschreibung war von einer Reihe von „Besonderheiten“ geprägt, die ich hier nur stichpunktartig aufführen möchte, bei Interesse aber natürlich alles untermauern kann:

    1. Das Ausschreibungsdokument der Gemeinde vom 29.11.2011 war völlig identisch mit meinem offiziellen Angebot vom 18.07.2011 sogar mit falschen Daten (Zitat: „Der Leistungszeitraum beginnt mit der Beauftragung des Koordinator spätestens zum 01.08.2011 und endet …..“). Ich habe einer kostenlosen Nutzung für die Ausschreibung zwar zugestimmt, hatte aber nicht mit einem simplen Abschreiben gerechnet. Doch auch das gehörte wohl zum „Spiel“.

    2. Für Ausschreibungen gelten überall, aber scheinbar eben nicht in den Kaiserbädern, klare Regeln und Mindestanforderungen/Nachweise. Und Entscheidungen für oder gegen einen Bewerber werden in der Regel auf der Grundlage einer Sichtung und Auswertung der eingereichten Unterlagen/Angebote und der evtl. stattfindenden Präsentation getroffen! Ein Bewerber kann und muss also davon ausgehen können, dass die Entscheider das jeweilige Angebot auch kennen und gelesen haben. Dem war, sogar nach Eingeständnis von anwesenden Gemeindevertretern, jedoch nicht so. Oder haben Sie, „Oh Du Fröhlicher“, mein Angebot wirklich gelesen? Da ich professionell arbeite, bestand es aus folgenden Unterlagen mit insgesamt 41 Seiten:
    Anschreiben (2 Seiten)
    Projekt-Präsentation (20 Seiten)
    Projektphasen (2 Seiten)
    Finanzierung (1 Seite)
    Stand Sponsoren- und Partnergewinnung (1 Seite)
    Standgebühren (1 Seite)
    Personalbedarf Agentur (1 Seite)
    Agenturprofil (13 Seiten)

    3. Da ich diese umfangreichen Materialien mit meinem Angebot bereits schriftlich eingereicht hatte, verzichtete ich bei der erwähnten Präsentation darauf, z. B. meine Agentur mit schönen bunten Bildern vorzustellen. Ich konzentrierte mich stattdessen auf konkrete inhaltliche und strukturelle Themenschwerpunkte, wie z. B. die Einbindung von Vereinen sowie Sicherheitsfragen, die unmittelbar und konkret mit dem ausgeschriebenen Projekt zusammen hingen. Denn ich dachte damals (wohl viel zu blauäugig?), das es in erster Linie um Inhalte und nachzuweisende Kompetenz ging. Denn ich habe schon eine Reihe von Ausschreibungen mitgemacht von Firmen, Ministerien bis hin zu Kanzleramt und Bundespresseamt.

    War es Absicht, dass mein Angebot nicht allen Entscheidern bekannt war? Es soll wohl im Eigenbetrieb ausgelegen haben. Wer hat sich aber die Mühe einer Einsichtnahme gemacht in der Vorweihnachts- und Weihnachtszeit? Und die Unterlagen wurden, was eigentlich bei Entscheidungsberatungen zu Ausschreibungen zumindest üblich ist, auch nicht von den Verantwortlichen inhaltlich kurz und prägnant, aber informativ zusammengefasst und aufbereitet. Die Entscheidung fiel also nur auf der Grundlage einer Seite mit der Angebots- summe(n), die dann nicht mal korrekt und wahrheitsgemäß vorgestellt wurde sowie der Präsentation, die natürlich in der vorgegebenen Zeit nur punktuell sein konnte.

    4. Wir hatten als inhaltlichen Ansatz für die Fan-Arena (später „Fan-Promenade“ genannt), den Besuchern vor Ort ein „überzeugendes Schaufenster“ der Leistungen und der Vielfalt Usedoms, der Region und von M-V zu bieten. Dazu wollten wir mit Unterstützung von Sponsoren Vereine, Gruppen, Einrichtungen, Schulen u. ä. einbinden und sich präsentieren lassen. Damit hätten wir zum Einen immer recht viel junge Leute auf dem Platz gehabt und auch noch eine eventuelle „Zuschauer-Reserve“ für nicht ausverkaufte Spiele. Denn wo sich Kinder und Jugendliche präsentieren sind auch deren Freunde, Geschwister, Eltern und Verwandten. Stattdessen kamen Buden mit Lebkuchenherzen und sonstiges von überall her auf den Platz. Und auch wenn natürlich nicht alles schlecht war, wurde hier doch eine einmalige Chance für Usedom verpasst! Zum Glück haben aber die Redaktionen des ZDF ihren Job gut gemacht.

    Den in neuer Verantwortungs-Konstellation nun in die Verantwortung Drängenden war es wohl offensichtlich viel wichtiger, zusätzliche Public viewing-Bereiche mit Ausschankrechten und -einnahmen, die Beherbergung von Agenturleuten usw. zu „arrangieren“.
    Da hatte wohl der eine oder andere die sprichwörtlichen Dollarzeichen in seinen Augen! (Ein Zusammenhang mit der gegenwärtigen Diskussion um Karl’s Erdbeerhof in Koserow ist von mir keineswegs bezweckt!).

    5. Die für unsere Ablehnung immer wieder vorgetragene Behauptung, wir wären dreimal so teuer gewesen, ist eine glatte Lüge. Als Beleg ein Zitat aus unserem Angebotsschreiben: „Aus meiner Kenntnis der personellen Situation in den Kaiserbädern, aber auch aufgrund der Erfahrungen mit Großprojekten, die auszugsweise dem beigefügten Profil meiner Agentur zu entnehmen sind, schlage ich für die ausgeschriebene Gesamtkoordination eine stärkere Einbindung von erfahrenem Agenturpersonal vor, als es möglicherweise mit der Ausschreibung vorgesehen ist. Die zusätzlichen Agenturmitarbeiter verstärken und unterstützen zielgerichtet das Team der Kaiserbäder, übernehmen im Bedarfsfall aber auch eigenverantwortliche Aufgabenbereiche, insbesondere in der Realisierungsphase.
    Deshalb habe ich im vorgeschlagenen Personalbedarf die Positionen des Gesamtkoordinators (Projektleiter/GF) abgesetzt und auch die damit verbundenen Kosten separat aufgeführt. Für den Fall, dass Sie der Auffassung sind, die Gesamtprojektleitung sowie entsprechende Teilprojekte mit qualifiziertem und in Events dieser Größenordnung und Komplexität erfahrenem eigenem Personal abzudecken, können Sie zwischen den beiden Angeboten wählen.“

    Was ist an dieser Herangehensweise eigentlich auszusetzen? Stimmte meine Einschätzung nicht? War mein Ansinnen gar „sittenwidrig“?
    Mein klar ausgewiesenes Angebot nur für Projektmanagement betrug 39.375,00 €. Das von P&H soll dem Vernehmen nach bei ca. 35.000,00 € gelegen haben.

    Zu obiger Einschätzung gelangte ich, weil mit der Erkrankung von Gutsche der einzige strategisch-inhaltliche Kopf nicht mehr dabei war. Die Organisation von Sommer-Touren für Medien, bei denen die inhaltlichen Vorgaben der Sender umzusetzen sind, ist nicht gleichzusetzen mit inhaltlichen Medienerfahrungen.

    Vielleicht fragt sich mancher nun, warum ich bei dieser Faktenlage nicht, wie von mir ja angekündigt, juristisch dagegen vorgegangen bin. Partner aus M-V, die ich schätze, haben mich gebeten, es im Interesse dieser einmaligen Werbung für Usedom nicht zu tun. Denn damit wäre unweigerlich eine öffentliche „Schlammschlacht“ verbunden gewesen, die evtl. sogar das gesamte Projekt beschädigt oder gar gefährdet hätte, denn die Verträge (auch mit dem ZDF) waren noch nicht unterschrieben.

    Zum besseren Verständnis muss aber noch ein anderer Aspekt beleuchtet werden:

    Wie kann es überhaupt zu dieser Ausschreibung und wie waren die zeitlichen Abläufe davor? Ich war bereits im Frühjahr 2011 – also schon sehr früh – in die Thematik involviert und wurde vom damaligen Bürgermeister bereits am 15. Juni 2011 den ZDF-Verantwortlichen offiziell als Agentur-Dienstleister für die Kommune vorgestellt unter Hinweis auf meine Event- und Fernseherfahrungen. Er beauftragte mich auch mit der Vorbereitung der offiziellen 1. Pressekonferenz dann am 31. August am künftigen Schauplatz des EM-Studios auf der Grundlage meines ausführlichen Konzeptes. Zur PK gab es selbstverständlich eine offizielle Pressemappe, die vom Bürgermeister natürlich vorher freigegeben worden war. Dort steht auf der Seite mit dem „Projektstab für die EM 2012 der ‚3 Kaiserbäder’“ unter „Gesamtkoordination/ Marketing/Sponsoring“ mein Name und der meiner Agentur.

    Nach der Pressekonferenz habe ich in enger Abstimmung mit dem erkrankten D. Gutsche die Leitung der Arbeiten in einer Art Projektgruppe übernommen und monatliche Workshops mit Frau Dr. Lehmann, Mike Golon sowie Vertretern der UTG organisiert und durchgeführt. Denn die Zeit schritt voran und es gab viel zu tun. Dazu hatte ich noch eine zusätzliche Mitarbeiterin in meiner Agentur eingestellt, denn wir haben glücklicher Weise nicht nur den Eigenbetrieb als Kunden! Und wir mussten schnellstmöglich in eine breite Öffentlichkeit, wollten wir doch möglichst viele Sponsoren aus der Region gewinnen und noch mehr Partner, wie Sportvereine der Insel, Ensembles und weitere Interessierte für inhaltliche Angebote für die Besucher. So führte ich Gespräche mit dem Landesmarketing, dem Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, mit potentiellen Sponsoren (u. a. VW und Lübzer Brauerei) und interessierten Partnern (Karniner Brücke, Fußballverein). Wir organisierten mit Unterstützung des Pächters und der KTS im Rahmen der Modetage 2011 am 29. Oktober eine „Modeparty mit Fußballfeeling“ auf der Seebrücke Ahlbeck.

    Doch das wohl entscheidende Ereignis für den „unrühmlichen“ Verlauf der Dinge war die von mir initiierte Präsentation auf dem „Ball der Generationen“ am 12. November. Erstmals zeigten wir den Unternehmern aus ganz Vorpommern die tollen Entwürfe für die ZDF-Arena und erläuterten kurz unser inhaltliches Konzept zur Präsentation der Region und Ihrer Vorzüge den Besuchern vor Ort und möglichst auch im ZDF. Wir erhielten von Ballgästen viel Anerkennung und sogar die ersten konkreten Gesprächsangebote, wie z. B. von der Sparkasse. Sogar der Ministerpräsident war beeindruckt und begeistert und bot uns seine Unterstützung an. Und auch von den sehr wenigen Ballgästen aus den Kaiserbädern spürten wir zumeist Zuspruch. Von dem einen oder anderen aber eben auch nicht! Im Gegenteil!

    Obwohl der damalige Bürgermeister noch zwei Tage später, also am 14.Novenber, im Workshop des Kaiserbäder-Stabes offiziell erklärte, dass trotz der erneuten Erkrankung Gutsches die begonnenen Arbeiten in den festgelegten Verantwortlichkeiten fortgesetzt werde, wurden die Zeichen doch immer „komischer“: So wird mir in einem Gespräch unter 4 Teilnehmern tatsächlich unterbreitet, dass auf eine Ausschreibung verzichtet werden kann, wenn das Projekt aus der Verantwortung des Eigenbetriebes in die KTS wechseln würde (und damit in den direkten und unmittelbaren Zugriff der dort Verantwortlichen?). Für die KTS müsse man nicht ausschreiben, da könne einfach vergeben werden (natürlich an mich!).

    Und zu einem langfristig für den 22. November vereinbarten Termin mit Redaktion und Verlag der Ostseezeitung zu einer konkreten Medienpartnerschaft erscheint der Bürgermeister unter den fadenscheinigsten Begründungen nicht. Am 29.11.2011 wird dann mit einem lapidaren Anschreiben und den von mir verfaßten Inhalten die Ausschreibung gestartet. Das Ergebnis, leider nur das finanzielle, liegt nun wohl auf dem Tisch !

    Beim Schreiben dieser Zeilen wurde ich noch einmal in meiner Einschätzung bestärkt, dass es einigen wenigen Mandatsträgern in den Kaiserbädern und möglichen „Vasallen“ leider wieder einmal nicht um die Sache sondern nur um Personen ging! Doch gelang es Ihnen, unter den 2009 gewählten Gemeindevertretern Mehrheiten zu gewinnen, egal mit welchen Mitteln. Für USEDOM BALTIC FASHION scheint die (hoffentliche) Neuwahl der Gemeindevertreter im Mai leider zu spät zu kommen, wie die jetzt gefassten Beschlüsse wohl zeigen.

    Es sei denn, jeder Abgeordnete beschäftigt sich mit den konkreten Inhalten und Argumenten, die dafür sprechen, den von uns 2006 eingeschlagenen erfolgreichen Weg weiterzugehen, und erkennt die wahren Absichten der Angriffe. Denn beim BALTIC FASHION AWARD haben es einige „Akteure“ in den Gremien geschafft, ihre eigene, sehr konkrete persönliche Verantwortung bei der Einhaltungen von Verträgen auszublenden! Doch das ist schon wieder ein anderes Kapitel der ganz besonderer bzw. speziellen Kommunalpolitik in den Kaiserbädern………. Aber eins müssen die Initiatoren neben noch anderen ja zu klärenden Aspekten in jedem Fall „einkalkulieren“: Mit solch einer Art von „Ausschreibung“ wie zur EM werden sie nicht mehr durchkommen!!! Und damit ist der Award für 2014 mehr als gefährdet. Aber das sagen sie so nicht !

  17. Kaiserbädler sagt

    @ Hern Acksteiner

    Danke noch einmal für die reale und mehr als glaubhafte Darstellung.

    Leider fehlt einigen sogenannte Personlichkeiten – die zum Teil im Land auch als solche gefeiert werden – wie Herrn Uwe der Weitblick. Zusammen mit dem ehemaligen BM, seinem PR Agenten Albers, seinem Baumeister Heilmann, seinem Finanzgenie Jockel, seinem bildungspolitischen Sprecher Dr . Malte W. sowie dem über alles geschätzten Wurstexperten und Sponsor mit dem Namen der polnischen Nachbarinsel wissen sie eben was gut für uns alle ist.
    Qualität ist, wenn im Land über die Kaiserbäder gelacht wird, wenn die Kommune die Privatwirtschaft finanziert (KiTa, Ostseebus, Strandversorger, Seebadfeste oder Partyzeltbetreiber) oder eben bewährten Fachkräften einfach den Laufpass gegeben wird, um sich dann hinterher im Erfolg der wirklichen Profis (ZDF) zu sonnen und ich zitiere den Wurstfabrikanten vor der EM: „selbst eine halbe Million Defizit ist mir das Event wert….“ – naja war ja auch nicht sein Geld, nur kommunales Geld und dafür hat man als Gemeindevertreter auch keine Verantwortung.

    Herr Acksteiner, geben Sie nicht auf, der Mai 2014 wird kommen und dann beginnt in den Kaiserbäder hoffentlich die neue Zeitrechnung der Vernunft.

  18. Volkesstimme sagt

    Herr Acksteiner, dass was Sie dort schrieben klingt sehr überzeugend und dürfte nun wohl auch dem letzten die Augen öffnen. Interessant ist der Aspekt des Verschiebens in die KTS. Soviel wie ich weiss, haben P&H ja auch nicht nur mit der Gemeinde als Partner agiert sondern eben auch in KTS und UTG. Wäre ja mal interessant zu wissen, was an Kosten neben den 35.000 € die die Gemeinde als ursprüngliches Angebot abgesegnet hatte über diese Kanäle, ohne Beschlüsse der Gemeindevertretung geflossen sind, da reichte ja dann wohl die Entscheidung der damaligen Geschäftsführung. Damit dürfte klar sein, dass es den damals verantwortlichen NIE um eine Ausschreibung ging, sondern dass ganze Prozedere nur darauf angelegt war, Sie auszuboten. Dies war und ist einfach nur schäbig und einer Käiserbädergemeinde wohl unwürdig, zu eine Käsebädergemeinde dagegen passend.

  19. Warmbader sagt

    Reiner Zufall ist der Name des am häufigsten genannten Akteurs, wenn seltsame Dinge geschehen. Es war bestimmt auch reiner Zufall, dass Pehnert + Hoffmann schon so überaus erfolgreich gemeinsam mit der stellvertretenden Kurdirektorin bei Usedom-Rock agiert haben?

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