Do you speak english?

Allgemein

Eine Frage, die auf dieser Insel nicht allzu häufig gestellt wird. Aber es gibt englischsprachige Gäste und manchmal schreiben sie auch über ihre Erfahrungen auf unserer Insel. Unter dem Nickname „Penny Steel“ hat eine offenbar jüngere Engländerin einen sehr schönen Reisebericht verfasst: A trip to Berlin’s bathtub

[alert type=“success“]Yet it’s pocket friendly prices, sugar white beaches, abandoned GDR buildings, and absence of annoying hipsters make it an adequate choice for a quick escape from the city.[/alert]

Absence of annoying hipsters. Eine neue Umschreibung für Rentnerinsel. Neu für mich ist die Einschätzung Zinnowitz sei deutlich teurer als Heringsdorf.

Muss ich bei Gelegenheit mal testen. Wobei Zinnowitz insgesamt in dem Bericht nicht gut wegkommt: „However, in terms of cafes and restaurants, this place is a bit of a rip off.“ Rip-off kann man mit Abzocke bzw. Wucher übersetzen.

Das Fazit des Reiseberichtes bringt das Problem auf den Punkt, welches dem deutschen Teil der Insel mit der steigenden Qualität in Swinemünde zunehmend erwächst.

[alert type=“error“]As usual, the further east you travel the cheaper it is. Although there are a few more attractions on the German side, I think that regards to quality in term of eating out and staying over, Swinoujcie is where you’re going to get best value for money. Also, it really isn’t far to go back over the border.[/alert]

Nach der Lektüre habe ich mir einmal die Webseiten der Seebäder und der Usedom Tourismus GmbH angesehen in Sachen Mehrsprachigkeit. Das Ergebnis war ernüchternd. Um es vorsichtig zu beschreiben.

  • Karlshagen: Nur der Bereich des Campingplatzes mit Informationen auf Englisch.
  • Trassenheide: Englischsprachig, einige wenige Seiten sind aber nicht übersetzt.
  • Zinnowitz: Kein englisches Angebot
  • Bernsteinbäder Zempin, Koserow, Loddin, Ückeritz: Kein englisches Angebot
  • Heringsdorf: Englischsprachig, viele Seiten nicht übersetzt, veraltete Informationen
  • Swinemünde: Komplettes englisches Angebot
  • Usedom Tourismus GmbH: Kein englisches Angebot
  • Passend dazu kam Anfang der Woche eine Einladung des Tourismusverbandes Insel Usedom zu einem Workshop im Rahmen der Fortschreibung des Tourismuskonzeptes der Insel:

    „Derzeit stammen rund 1% der Gäste auf Usedom aus internationalen Quellmärkten. Aus Sicht der verantwortlichen Touristiker stellt sich daher die Frage, wie der Bekanntheitsgrad der Insel Usedom international gestärkt werden kann, um neue Gäste aus dem Ausland für die Insel zu gewinnen.“

    Ein komplettes englischsprachiges Informationsangebot wäre mal ein Anfang. Wobei ich den Fokus auf Ausländer richten würde, die zeitweise in Berlin leben und arbeiten. Speziell Engländer haben alle eine Affinität zur „Seaside“ und der Eingangs erwähnte Reisebericht bestätigt das auch.

    2 Kommentare

    1. Thilo Naumann sagt

      Oh, wie ich diese Diskussion um ausländische Gäste auf der Insel liebe.

    2. Gerhard sagt

      Tja, lieber Herr Naumann! Bei aller Liebe: was gesagt werden muss, muss gesagt werden.

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