Auf die Prioritäten kommt es an

Politisches

Polizeibeamte wegen eines (!) Antifa-Aufklebers auf einem Wegweiser (Hinweisschild) zum Wahlkreisbüro einer Bundestagsabgeordneten der CDU in Gang setzen: Kein Problem.

Eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei eine CDU-Wahlveranstaltung absichern lassen: Geschenkt.

Einen Polizisten auf eine Kreuzung zur Verkehrslenkung stellen, an der sich für 90 Minuten am Tag immer zur gleichen Uhrzeit an wenigen Tagen im Sommer der Verkehr staut: Unbezahlbar.

P.S.: Meine Reaktion auf die Pressemitteilung der Polizei mit der Nummer in Wismar wechselte von Heiterkeit über Fassungslosigkeit zur Wut. Auf die Idee, wegen eines Aufklebers auf einem Schild die Polizei zu holen, muss man erst mal kommen. Aber das ist die Krönung:

Die sofort eingesetzten Polizeibeamten konnten die Täter leider nicht mehr im näheren Bereich feststellen. Sie entfernten den Aufkleber und stellten ihn zur weiteren Spurensuche sicher.

Entfernten den Aufkleber und stellten ihn zur weiteren Spurensuche sicher. Etwas enttäuschend. Mit einer Ringfahndung hätte man der Verbrecher vielleicht noch habhaft werden können.

So viel Engagement würde ich mir bei den vielen Naziaufklebern überall auch mal wünschen. Von wegen entfernen und zur weiteren Spurensicherung sicherstellen. Aber dafür müssen sie wahrscheinlich erst auf einem Wegweiser zum Wahlkreisbüro einer Bundestagsabgeordneten der CDU kleben.

2 Kommentare

  1. Jürgen sagt

    Natürlich ist das polemisch. Sollte es auch sein.

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