Vergebliche Sangesmüh
Gestern waren die Kinder der evangelischen Schule in Benz auf der Insel als Sternsinger unterwegs, um nach altem Brauch Geld für gemeinnützige Zwecke zu ersingen. Das hat auch überall funktioniert, bis auf einen einzigen Ort. Der geneigte Leser ahnt es schon, es war das Rathaus von GHeringsdorf. Dort gab es vom Bürgermeister zwar warme Worte, aber nichts bares. Da wird wohl schon für die Abfindung des KTS-Geschäftsführers gespart.
Die Kinder waren indes großzügiger und hinterließen die traditionelle Segensbitte Christus mansionem benedicat trotzdem. Und etwas Segen könnte das Heringsdorfer Rathaus in diesen Tagen tatsächlich gut gebrauchen.
Sternsinger? Ist die Insel neuerdings katholisch?
Die Sternensinger kommen in vielen Gegenden mittlerweile in viele Häuser,ganz egal welcher Konfession man angehört. Woher sollen Kinder denn auch wissen wer welcher Konfession angehört ??
Die Sternsinger kommen nur auf Bestellung! Von daher wundert es doppelt, dass das Gemeindeoberhaupt vom Besuch der Sternsinger am Dreikönigstag überrascht war. Lässt sich aber noch heilen. Der Schultes kann ja in der Verwaltung seine Pickelhaube herum gehen lassen.
Wusste ich gar nicht. Hat sich wahrscheinlich noch nicht bis ins Rathaus herumgesprochen, dass man Musik, die man bestellt auch bezahlt.
Man bezahlt dort lieber für Sachen, von denen man nichts gewusst haben will.
Die Sternsingerei ist eine urkatholische Tradition, derer sich seit kürzester Zeit auch einige “Evangelen” befleißigen. Die Kathlische Kirche leitet alle dabei “eingenommenen” Spenden an ein zentrales Projekt weiter. Daran beteiligen sich vielfach sogar die evangelischen Sternsingernovizen.
Dass KK kein Geld hatte, lag vermutlich daran, dass er wie üblich keinen Haushaltstitel gebildet hatte, seine Fraktionsvorsitzenden nicht anwesend waren und er weder die Wohnungsgesellschaft noch die KTS so schnell zum Bezahlen erreichen konnte. Das funktioniert dort leider nur mit 24 h Vorlauf und in mindestens sechsstelligen Größen.
Wenn der Jürgen mal seine Hausaufgaben in der Heringsdorfer Amtszeit besser gemacht hätte, wär jetzt auch noch ein Schein für die Sternensinger übrig.
Die Hausaufgabenscheinchen, die Jürgen nach Joachims fachkundiger Meinung hätte erwirtschaften können, wären wahrscheinlich für die Entlohnung des Geschäftsführerassistenten in der KTS drauf gegangen. Der hatte an dieser Stelle bekanntlich über Jahre sein ganzes Fachwissen zur Verbesserung des Tourismus in den Kaiserbädern eingebracht.