Börsengang gestoppt

Die Chamartin Meermann Immobilien AG hat heute mittag den für morgen vorgesehenen Börsengang abgesagt:

Grund sei die schwache Nachfrage nach den Aktien, teilte die Gesellschaft nach Ende der Zeichnungsfrist am Montagabend mit.

Quelle: Financial Times Deutschland

Da waren dann doch wohl ein paar Risiken zu viel im Börsenprospekt genannt:

Andererseits weist das Börsenprospekt auf eine Reihe von Risiken hin, die mögliche Investoren bei ihrer Entscheidung nicht unberücksichtigt lassen sollten. So schreiben die Wirtschaftsprüfer von Rödl & Partner beim Konzernabschluss 2009, dass der Fortbestand des Konzerns von der Aufrechterhaltung und der Verlängerung der im Geschäftsjahr 2010 auslaufenden Kredite abhängig ist. Derzeit ist jedoch nicht bekannt, wie weit die Verhandlungen mit den Banken gediehen sind.

Quelle: 4investors.de

Weitere Informationen dazu auch bei Welt-Online und bei Rohmert-Medien.

Nach Angaben von Chamartin Meermann soll das alles ohne Auswirkungen auf das operative Geschäft bleiben. Wenn die ihre kurzfristigen Verbindlichkeiten nicht refinanziert bekommen, könnte das auch für Heringsdorf äußerst unschöne Auswirkungen haben. Nicht auszudenken, wenn der Bau des Steigenberger-Hotels zum stehen kommen sollte.

4 Kommentare ↓

#1 Thomas am 08.07.10 um 12:10

Als Usedomer fragt man sich, ob an dieser Stelle so große Betonklötze stehen müssen. Schön sind die alten Strandvillen, welche den Reiz des Seebades ausmachen. Schlimm wäre es, wenn nun eintreffen würde, was schon viele vorher gesagt haben. Wer braucht so viele zusätzliche Luxus Übernachtungen in Heringsdorf? Ob der Name Steigenberger für Heringsdorf dann zahlungskräftige Touristen anzieht, steht meiner Meinung nach in den Sternen. Bleiben wird ein höheres Verkehrsaufkommen in einem sensiblen Bereich im Kurort, egal wer immer auch der Betreiber sein wird.

#2 Jürgen am 08.07.10 um 12:55

Steigenberger wird zusätzliches Publikum anziehen, da bin ich mir sehr sicher. Die Vergangenheit bestätigt das auch, siehe Maritim, Upstalsboom oder Travel-Charme. Alle haben zusätzliche Gäste mitgebracht.

Die Bedenken wegen des Verkehrs teile ich. Auf mittlere Sicht wir die Delbrückstraße wohl Einbahnstraße werden müssen.

#3 Unbekannt am 27.07.10 um 11:29

Naja es kommen ja noch mehr Luxusbeherbergungen. Oder sollen kommen. Alleine die berühmten Zahnlücken in den ersten Reihen von Ahlbeck bis Bansin. Weitere zusätzliche Gäste. Der Verkehrsinfarkt ist bereits da. Da nützen auch geplante Kreisverkehre statt Ampeln nichts mehr. Wir haben bereits zu viele Betten. Da ist jedes weitere Bett eine Potenzierung der Probleme, insbesondere wenn zusätzliches Publikum hergeschleust werden soll. Werden wir dann Abschnittskarten am Strand bekommen? Denn selbst da ist die Fülle bereits spürbar. So nach dem Motto jeder darf mal am Tag für maximal 2 Stunden, weil sonst kein Platz mehr ist.

Dies sollte immer im Hinterkopf bleiben. Es gibt kein ewiges Wachstum. Allein schon aus Platz und Verkehrsgründen.

#4 Jürgen am 27.07.10 um 11:37

Kreisverkehre lösen sowieso keine Verkehrsprobleme, sie können sie bestenfalls mildern. Gegen eine moderate Lückenbebauung in der ersten Reihe ist eigentlich nichts zu sagen.

Persönlich finde ich den Landschaftsverbrauch für die Ausweisung von zusätzlichen Bauflächen an den Ortsrändern viel problematischer.

“Es gibt kein ewiges Wachstum”

Absolut richtig. Leider versucht die politische Elite uns ständig das Gegenteil einzureden.

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