Niedrigstpreis für 5 Sterne

Bei Groupon gab es heute mal wieder ein Angebot von Usedom, den Ahlbecker Hof bot man an.

Anzeige Ahlbecker Hof bei Groupon

Für den Zeitraum 30.10.-22.12.2011 und 01.01.-05.04.2012 gab es 3 Übernachtungen für 2 Personen mit allerlei Nebenleistungen für 379 Euro statt des Listenpreises von 775 Euro. Macht dann die für Groupon typische Ersparnis von 51 % aus. Verbleiben für den Hotelier noch 126 Euro/Nacht abzüglich 35 % Provision für Groupon, das sind dann gerade einmal 82 Euro brutto für das Zimmer. In einem 5-Sterne-Hotel. Inklusive Frühstück. Inklusive eines 3-Gang-Menüs.

Der Preiskampf für die Nebensaison ist eröffnet.

24 Kommentare
  1. Felix sagt:

    Extrem tendenziöse Schlussfolgerung. Die Usedomer Stammtische werden sich freuen.

    Setzen Sie sich doch einmal mit den Zielen des Online Marketings auseinander und schauen Sie in die Städte. Und vergessen Sie nicht, dass Hoteliers zunehmens garnicht mehr Herr über Ihre Preise sind. Sie sitzen in einem Usedomer Boot.

    freundliche Grüße

  2. Joemc26 sagt:

    Schönes Foto vom Ostseehotel,dann passt auch die Rate wieder. Fragt sich jetzt nur wo der Fehler ist, Text oder Bild

  3. Usedomer sagt:

    Verstehe den Sinn des Artikels nicht ganz. Soll es Kritik sein, dass ein 5 Sterne Haus ein (sehr) günstiges Angebot in der Nebensaison offeriert? Man kann auch einfach Nichts tun und die Mitarbeiter im Winter in die Arbeitslosigkeit schicken. Vielleicht kann man beim Land ja auch bald Fördergelder für den Winter oder bei Regen im Sommer beantragen :-)
    Ich denke, dass solch niedrige Preise in der Nebensaison auf Usedom seit der Meck Pomm Aktion 55 Euro pro Nacht und Zimmer bzw. mittlerweil auch 66 Euro an der Tagesordnung sind. Und wenn 4 Sterne Hotels auf Usedom Preise von 55 Euro in Online Portale stellen und man die Provision von 13 % zzgl. MwSt. abzieht, kommt man brutto auf ca. 46 Euro. Für 4 Sterne Hotels wohlgemerkt. Und diese Preise stehen IMMER in den Portalen und nicht nur – wie bei Groupon – für Tag lang. Es gibt diese niedrigen Preise auf Usedom (und auch woanders) also auch schon lange vor der “Ära Groupon & Co.”.
    Wenn man über den Tellerrand (oder auch Inselrand) blickt, stellt man fest, dass es viele Luxus Hotels und sogar große Hotelketten gibt, die ebenfalls auf diversen Dealplattformen vertreten sind.

    Eine kleine Anmerkung. Es ist normalerweise üblich, dass zu den
    35% Provision noch die MwSt. hinzukomt. :-)

  4. Jürgen sagt:

    Tendenziös? Nein. Nach diesem Sommer wird in der Nebensaison um jede Nacht gerungen werden. Und was den Preiskampf angeht, gerne mal nachsehen mit welchen Preisen das Steigenberger aktuell unterwegs ist.

  5. Jürgen sagt:

    Die von Ihnen genannten Preise sind für niemanden gut. Ich halte auch wenig von der Billig-Aktion des Landestourismusverbandes.

    Dass die niedrigen Preise jetzt schon so frühzeitig im 5-Sterne-Bereich angeboten werden (und wenn es auch nur für einen Tag ist), ist nach meiner Beobachtung neu.

  6. Felix sagt:

    Es wird immer um jede Nacht gerungen, insbesondere in der Nebensaison. Sicher war der Sommer schlecht für Usedom.

    Das ist aber auch nicht mein Punkt. Solche Dinge werden aus meiner Sicht gemacht um Restkapazitäten auszuschöpfen, die sonst gänzlich brachlägen, Zusatzgeschäft durch “Mitkommer” und Nebenerlöse zu schaffen und nicht zuletzt (!) die Bekanntheit zu steigern (übrigens auch von Usedom). Dass dem Hotelier in den letzten Jahren nach und nach die Preishoheit genommen wurde (selbst schuld) steht auf einem anderen Blatt, schadet aber ebenfalls Ihrer Destination generell.

    Ihr “Artikel” liest sich vereinfacht so: “Seetel beginnt den Preiskampf” und das in in meinen Augen einfach nicht richtig. Aber eine tiefgehende Analyse kann man von 75 Worten auch nicht erwarten. Schade – ich kenne Ihren Blog differenzierter.

    Grüße

  7. Usedomer sagt:

    Neu ist das nicht. Nur Groupon gab es eben noch nicht. Und “der frühe Vogel fängt den Wurm.”
    Gehen sie mal auf HRS & Co u suchen für Dezember für eine Nacht ein zimmer in der Woche und nur für 5 Sterne Hotels. Die Preise die sie dort finden werden gab es auch schon vor 2 oder 3 Jahren. Und die stehen schon seit einigen Monaten ( Thema “Früh). Und in der Nebensaison wird IMMER um jede Nacht gerungen. Nicht nur nach einem schlechten Sommer. Also wie gesagt. Ich verstehe den Sinn des Artikels immer noch nicht. Werbung werden Sie für das Hotel sicher nicht machen wollen. Und einen potentiellen Gast interessiert nicht, was unterm Strich für den Hotelier übrig bleibt, sondern was er selbst spart. Und die Raten sind im internationalen Vergleich in Gesamt Deutschland im Keller.
    Hinsichtlich der Provision kenne ich Hotels aus anderen Teilen Deutschlands, die nur 25% zahlen.
    Zum Thema Foto: auf der Groupon Seite selbst ist ein anderes Foto. Und das war auch schon Freitag Abend der Fall gewesen. Da hatte ich
    mir das schonmal angeschaut.

  8. Blauschlumpf sagt:

    @ Felix:
    Jürgens Schlußfolgerung ist sachlich richtig und nicht tendenziös,obwohl ich mir vorstellen kann, dass sie in gewissen Hotelzentralen nicht gerne gehört wird.
    Den Sinn von Online-Marketing kenne ich. Was dieses Online-Ramschen bringen soll, weiß ich nicht.

    Ich frage mich, was man mit einem 3-Sterne-Hotel in zweiter oder dritter Reihe für Preise machen soll, um da mithalten zu können. Am besten, man schließt.

  9. MG sagt:

    Als Insider (in Ahlbeck aufgewachsen und voller Lokalpatriotismus) :
    Lieber zum Selbstkostenpreis die Zimmer gefüllt, als in einem völlig ausgestorbenen Seebad die leeren Promenadenbäume zählen. Es gibt nämlich keine schlechtere Werbung als (in der Nebensaison) ausgestorbene Seebäder mit “Geschlossen”-Schildern an den Hotels: Und dass man dem Preisirrsinn der Kaiserbäder etwas entgegenwirkt, hat auch seinen Charme. Usedom gilt längst als überteuert. So zieht man vielleicht das ein oder jüngere Pärchen an, die dann vielleicht sogar wiederkommen und etwas höhere Saisonpreise akzeptieren. Aber wer will schon an Morgen denken…

  10. Jürgen sagt:

    Es ist lediglich eine Dokumentation, nicht um eine tiefgehende Analyse. Es geht nicht darum wer das macht, sondern einfach um die Tatsache, dass es gemacht wird.

    Ich bereite gerade etwas vor zum Thema Kapazitäten und Preisverfall, aber für einen Blogger ist Recherche deutlich aufwändiger als für Journalisten.

  11. Jürgen sagt:

    HRS würde ich nicht unbedingt mit Groupon in einen Topf werfen.

    Das Bild ist ein Screenshot von der Groupon-Seite.

  12. claus sagt:

    Diese Art des Wettbewerbes wird sich weiter verschärfen, keine Frage. Zu viele Betten die es zu füllen gibt, und natürlich steigende Kosten für Anlagevermögen die im Leerstand die Bilanz trüben. Kein Grund zur Sorge,- so lange eine Gesellschaft wie die Angesprochene und auch Andere natürlich,- weiterhin massiv von Lobbyistenpolitik profitieren (Dank der Steuersenkungspartei FDP) und damit Ihre BWA-Erlöse aus den Sommermonaten im Verlustvortrag vor sich herschieben kann zur Finanzierung weiterer abstrakter Hotelträume, wird der ungezügelte Ausbau ganz sicher nicht aufhören.
    Also wird weiterhin an der Preisschraube gedreht, und wenns noch so Ramschig rüberkommen mag,- Willkommen auf dem Mallorca des Ostens!

  13. Usedomer sagt:

    Ich war ebenfalls auf der Grouponseite, vor Veröffentlichung des Artikels. Da war ein Bild mit Strandkörben eingestellt. Gestoßen bin ich auf den Deal allerdings über die Seite frankenradar.de. Ich denke, es ist eine Seite, die wie viele andere auch, von Groupon “gefüttert” werden, um die Deal bekannt zu machen. Auf der Seite war allerdings das falsche Bild. Ich habe auch direkt dies per Mail angesprochen und als Antwort die Aussage bekommen, dass Groupon die Inhalte jede Nacht zu denen rüberschiebt und diesmal wohl ein Fehler drin war.
    Auch egal. :-)

  14. Usedomer sagt:

    Wenn man den Markt genau beobachtet, dann hätte man gemerkt, dass bereits den ganzen Sommer über viele Usedomer Hotels Gutscheine und Specials auf diversen Plattformen anbieten.
    Außerdem ist es ja – wie im Flugwesen auch – sinnvoller und praktikabler, zuerst niedrige Preise anzubieten und sich einen Grundstock an Belegung aufbauen und dann die Rate allmählich höher zu schrauben.
    Ein Beispiel:
    5 Sterne Hotel “Alpha” auf Usedom denkt: Qualität setzt sich durch und stellt 200€ Raten im Winter ein. Im Oktober merkt man, dass die Buchungen weit hinter den Erwartungen zurückliegen und bekommt kalte Füße. Also fix ein paar Deals und niedrige Raten eingestellt. Nun kann es passieren, das Gäste, die bereits die 200€ gebucht haben, die Buchung wieder stornieren und auf den Deal oder niedrigere Rate umsatteln. Ist sicher nicht der Regelfall, aber könnt passieren. Ich denke also nicht, dass solche Aktionen als “frühzeitig” zu bezeichnen sind. Wer jetzt erst anfängt, sich Gedanken um die Nebensaison zu machen, der hat meiner Meinung nach verschlafen.

  15. Usedomer sagt:

    @Blauschlumpf
    Ich denke einfach, dass es der Wandel der Zeit ist. Deals sind im Moment “in” und viele Hotels haben evtl. Angst, etwas zu verpassen. Sicher würde jedes Hotel lieber die höchstmögliche Rate verkaufen. Aber das (gefühlt) “jeder” bei den Deals mitmacht, springt man eben auf den Zug auf.

    Sie wissen nicht, was das Online Ramschen bringen soll?
    Vor 15 Jahren haben sich viele diese Frage im Bezug aufs Internet generell gestellt. Und heute ist es fester Bestandteil (oft sogar Hauptteil) des Hotelverkaufes. Ob “Deals” das in 2 Jahren sein werden, ist momentan nicht absehbar. Entweder legt sich dieser Hype wieder. Auch hängt meiner Meinung nach viel vom “großen Bruder” GOOGLE ab. Wenn die erstmal ihre eigene selbständige Buchungsplattform haben…….
    Die auf den “Places Profilen” implementierten Bewertungen diverser Bewertungs- und Buchungsportale wurden bzw. werden derzeit Schritt für Schritt abgeschafft.
    Man darf gespannt sein.

  16. Blauschlumpf sagt:

    @ Usedomer
    Diese Deals sind dann genau so “in”, wie vor 15 Jahren die tollste Erfindung, die die Reisebranche je hatte: “Last Minute”. Ein Trend, der nachhaltig dafür gesorgt hat, dass alle Welt glaubt, ein einwöchiger All-In Urlaub in einer 5-Sterne-Anlage direkt am Wasser in der Türkei sei nicht mehr wert als 299,- € incl. Flug. Dieser Trend war so mächtig, dass man heute noch versucht, mit Frühbucherrabatten da raus zu kommen. Aus der Ramsch-Ecke kommt man aber nicht einmal mit Ramschen wieder raus.

    @MG: Ihre Sicht teile ich nicht.
    Der hier aufgerufene Preis kann niemals ein “Selbstkostenpreis” sein. Ich rechne wie folgt: 379,- € sind 338,38 € netto. (Annahme: Frühstück 20,- €, 3-Gänge-Menü wie HP auf Seetel-Preisliste 24,-. Bedeutet 168,- € Verpflegung zu 19% und 211,-€ Unterkunft zu7%MwSt.). Davon netto 35% Provision abgezogen, verbleiben 219,95 €. Das sind incl. Frühstück und 1x Abendessen 36,66 € pro Person und Nacht. NIEMALS ist das der Selbstkostenpreis in einem 5-Sterne-Hotel. Niemals.

    Usedom ist nicht überteuert. Hier wird gute Leistung für gutes Geld geboten. Das ist für mich Lokalpatriotismus.

    Dieses Ramschen führt zu saisonal geschlossenen Hotels. Ich wiederhole meine Frage von oben.

    @claus
    Als 24. von 27 EU-Ländern hat Deutschland einen reduzierten Mehrwertsteuersatz auf Hotelübernachtungen eingeführt und damit ein Stück europäische Gerechtigkeit geschaffen. Vor allem die Usedomer Hoteliers und Gastgeber haben einen krassen Wettbewerbsnachteil gegenüber ihren Swinemünder Kollegen verloren.
    Das hat genau so wenig mit Lobbyistenpolitik zu tun, wie die Reduzierung der Körperschaftsteuer von 40% auf nur noch 25% der zu versteuernden Unternehmensgewinne, die rot-grün damals durchgesetzt hat.

  17. claus sagt:

    @ Blauschlumpf

    Es mag ja sein, dass in Ihrem Interesse eine Steuersenkung auf 7% für eine angebliche ausgeglichene europäische Gerechtigkeit gesorgt hat. De Facto bleibt es aber pure Lobbyistenpolitik, die sich weit ab jeglicher Realität unserer Staatsfinanzen bewegt.
    Dessen sind Sie sich auch ganz sicher bewusst, wenn der Blick über die eigene BWA hinausreicht.
    Vom Imageschaden für die Deutsche Hotellerie und natürlich dem Weg der FDP in das politische Abseits ganz zu schweigen.

    Manche schaufeln sich auch Ihr eigenes Grab. Chapeau !

  18. Blauschlumpf sagt:

    @claus
    Für jede politische Entscheidung findet man irgendwo eine davon profitierende Gruppe Menschen, die man übelwollend zu Lobbyisten polemisieren kann. Lobbyismus ist nichts anderes, als seine Interessen zu vertreten. In diesem Falle zur Beendigung einer ungerechten Wettbewerbsverzerrung.

    Die Populisten unter den politischen Parteien nutzen in diesem Falle die Verzerrung des Begriffs und bedienen damit eine der stärksten menschlichen Emotionen. Den Neid.

    Das ist zwar kein politisches Argument im Sinne eines sachlich fairen Disputs, aber es läßt sich trefflich Wahlkampf damit machen.

  19. claus sagt:

    @blauschlumpf

    Sie haben wohl die Wahlkampfspenden von Herrn Finck/Mövenpick vergessen, den Wiederstand in den Reihen der CDU Ministerpräsidenten, die nicht über Touristische Infrastruktur verfügten, etc.. alles liebe nette kleine fauligen Kompromisse um eine Klientelpartei – die der “Besserverdiener und Apotheker” als Koalitionspartner bei der Stange zu halten. Genau nur darum gieng es, den Machterhalt der CDU sich mit Wahlkampfspenden an FDP Klientel zu erhalten. In einem muss ich Ihnen ja recht geben, da sind sich andere Parteien auch nicht zu fein dazu.
    Das ganze unsägliche Prozedere dann aber als Chanchengleichheit für Hotelliers zu bezeichnen, das halte ich dann aber für sehr gewagt. Wo bleibt denn Ihr Ritterschlag für die gemeine Gastronomie ?
    Das alles als reine Neid Debatte zu verunglimpfen halte ich für einen sehr gefährlichen Brandsatz. Vergessen Sie nicht, dass zur Finanzierung Ihrer Steuerersparnisse Kostenstrukturen massiv zum Nachteil von Arbeitnehmern verändert worden sind.

    Ein einfaches und gerechtes
    Steuersystem – tja liebe Freunde der FDP manche Kurzzeitgedächnisse sind so löchrig wie Schweizer Mövenpick Käse

  20. Blauschlumpf sagt:

    Man liest den Neid zwischen Ihren Zeilen, lieber claus. Auf dieser Basis kann man nicht diskutieren.

  21. claus sagt:

    Wieso denn “Neid” mein lieber Blauschlumpf?

    Das sind doch unbestrittene Politische Ereignisse, die vor allen Augen stattgefunden haben.

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