Beiträge nach Monat: November 2008 ↓

Link der Woche

Der Link der Woche führt diese Mal auf die Webseite der Gemeinde Benz. Schön und im wahrsten Sinne des Tones pfiffig gemacht mit vielen Informationen rund um die Gemeinde. Macht einfach nur Spaß.

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Spruch der Woche

De Woch fangt scho guat o *

Der als Voralpen-Robin Hood bekannte Räuber Mathias Kneißl am 19. November 1901 bei der Verkündung seines Todesurteils.

* Auf hochdeutsch: Die Woche fängt ja gut an.

Tourismusverband führt in die Irre

Der Landestourismusverband Mecklenburg-Vorpommern legt großen Wert auf Qualitätstourismus. Wobei es offenbar leichter fällt, diese Qualität bei anderen einzufordern als sie selbst zu erbringen. Auf der offiziellen Webseite des Verbandes wird auf der Startseite für den Freizeit-Navigator MV geworben, das Premiumprodukt mit allen 5 Teilkarten für den heimischen PC und den Pocket-PC kostet immerhin stolze 49,90 Euro und die einfache Variante mit einem Teilgebiet des Landes gibt es für 19,90 Euro. Was bekommt man für diesen Preis?

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Fangen wir mit den Tourist-Informationen an. Im Insel-Norden sieht es ja noch ganz gut aus. Koserow, Loddin, Ückeritz, Heringsdorf, Ahlbeck, die Stadtinformationen Wolgast und Usedom sucht man dagegen schon vergeblich.

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Klickt man die Rubrik Flughäfen/Fliegen an, geht es weiter mit der Desinformation. Der Luftlandeplatz Peenemünde ist doppelt vertreten, dafür fehlt der Sonderlandeplatz in Mellenthin für die Ultraleichtflieger und der Verkehrsflughafen Heringsdorf ebenso. Nur ganz wenige, besonders Schlaue dürften den letztgenannten unter der Rubrik Touren-Anbieter vermuten, dort ist er nämlich zu finden.

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Auch die Rubrik Original Regional verbirgt verblüffendes, nämlich das Heringsdorfer Wachsfigurenkabinett. Mal ganz abgesehen von der völlig falschen Zuordnung ist das Wachsfigurenkabinett schon seit sechs Jahren geschlossen.

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Bei Kunst und Kultur gibt es einen Unterpunkt Ausstellungen und Galerien. Glaubt man dem Freizeit-Navigator gibt es davon nur zwei auf der Insel, nämlich das Haus des Gastes in Kölpinsee (liegt zwar in Loddin, aber was macht das schon) und das Haus des Gastes in Bansin. Die anderen, soweit überhaupt vorhanden, sind in anderen Rubriken gut versteckt.

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Das Otto-Niemeyer-Holstein-Gedenkatelier findet man zum Beispiel sinnvollerweise in der Rubrik Backsteingotik.

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Die Jugendbegegnungsstätte Golm hat man nach Korswandt verlegt, da muss man nicht so weit fahren und finden tut man sie in der Rubrik Kunst und Kultur.

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Mein persönlicher Favorit ist allerdings der Nothafen Greifswalder Oie, den man auf den Gnitz verlegt hat.

Diese Beispiele sind bei weitem nicht alle Lücken, Fehler und Falschinformationen in diesem durch den Landestourismusverband als Informationsquelle und zum Erwerb angepriesenen Produkt. Schlimm genug? Bei weitem nicht. Der Landestourismusverband kennt diese Fehler seit mehr als zwei Jahren und ignoriert sie. Ich habe damals selbst in der Angelegenheit mehrfach mit dem Pressesprecher des Verbandes telefoniert, als dieser Schrott auf den Markt kam. So sieht gutes Qualitätsmanagement aus.

Kleine Fluchten

Unter dieser Rubrik gibt es im Hamburger Abendblatt immer wieder Reisetips, gelegentlich auch für unsere Insel. Morgen erscheint in der gedruckten Ausgabe ein Artikel von Bernd Schiller über das Hotel Seerose in Kölpinsee. Online kann man ihn heute schon hier lesen.

Die Seerose nach ihrer Erweiterung noch als kleine Flucht zu bezeichnen dürfte in die Kategorie Untertreibung fallen.

Somewhere over the rainbow

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Gesehen heute morgen in der Heringsdorfer Friedensstraße.

Fundsache

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Aber ja doch, wie geschmiert. Gefunden im Nordkurier am 24. November.

Link der Woche

Auch der Link für dieses Wochenende gilt einem Greifswalder. Der Fotograf Marc Waschkau hat sich auf Panoramaaufnahmen spezialisiert, die es in seiner besuchenswerten Galerie an der Greifswalder Wieck auch zu kaufen gibt. Falls noch jemand ein schönes Weihnachtsgeschenk sucht: Die Panoramakalender machen wirklich etwas her. Zum virtuellen Usedom-Rundgang geht es hier.

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Spruch der Woche

Das einzige, was man ohne Geld machen kann, sind Schulden.

Heinz Schenk

Abendhimmel über Usedom XX

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Der angekündigte Sturm ist heute ausgeblieben - ein kurzer Hagelschauer und ein paar Schneeflocken waren alles.

Ostvorpommern und die Partei, deren Namen ich nicht aussprechen mag

D-Radio Kultur hatte den heutigen Länderreport wieder einmal unserem Landkreis gewidmet. Almuth Knigge setzt sich sehr fundiert mit den Strategien der Partei mit dem unaussprechlichen Namen auseinander und zieht auch die richtigen Schlüsse:

Ostvorpommern ist ihr Aufmarschgebiet, Anklam, das Tor zur Sonneninsel Usedom, ihr Leuchtturm.

Sie setzt sich auch mit der Front Deutscher Äpfel auseinander, die überall dort auftauchen, wo die Unaussprechlichen auch sind, kürzlich auch in Anklam und deren Aktionen im wahrsten Sinne des Wortes veräppeln. Es wird auch ausgesprochen, was mir schon die ganze Zeit durch den Kopf geht und wirklich Anlass zur Sorge ist:

- bei den Kommunalwahlen im nächsten Jahr zeichnet sich ein Erfolg der Rechten ab. Schon jetzt werden Zuzüge in kleine Dörfer organisiert, um geeignete Kandidaten aufstellen zu können. Die demokratischen Parteien machen es ihnen nach wie vor leicht - mangels Präsenz vor Ort, vor allem auf dem Land ist die *PD in manchen Gegenden nahezu ohne Konkurrenz.

Das klingt hart, ist aber so. Jeder, der mit offenen Augen durch unseren Landkreis zieht, kann diese Zeichen erkennen.

Nachlesen kann man den Beitrag hier und nachhören hier.