Beiträge nach Monat: Juli 2007 ↓

Lasst Mülleimer sprechen

Auch eine Insel wie Usedom kann sich auf Dauer dem Fortschritt nicht verschliessen. Galt früher noch das Motto “lasst Blumen sprechen” werden in Karlshagen die Passanten seit kurzem von Mülleimern angequatscht.

Schnorrender Muelleimer

Bin mal gespannt, wann der erste mit dem Spruch “ich habe die Schnauze voll” in den Streik tritt.

Wenn man den Lübecker Nachrichten trauen darf, kostet so ein Ding mit der doch eher schlichten Technik (Müll passiert solargespeiste Lichtschranke, diese setzt die Ansage in Gang) und der noch schlichteren Ansprache (”Wir bedanken uns …”) stolze 3.000 Euro, aufgebracht durch die darauf werbenden Unternehmen. Spricht sehr für die Überredungskünste des Vertreters, der die Dinger den Leuten andreht verkauft.

Morgenitzer Töpfermarkt

Huehner im Nest

Der blaue Hai

Keramikspecht

Neugierige Wuermer

Mann mit Hut

Fünf Tatsachen, an denen man den Beginn der Hauptsaison erkennt

Die nachfolgende Aufzählung ist keinesfalls abschliessend und auch noch nicht gewichtet.

Die Hauptsaison hat begonnen, wenn

  • morgens nach dem aussitzen anstehen in der Warteschlange beim Bäcker vor dir das letzte Croissant verkauft wird
  • jedes freie Stück Zaun an den Hauptstraßen mit bunten Werbeplakaten für alles was kreucht und fleucht zugehängt ist
  • man sich als Linksabbieger während des Wartens in aller Ruhe rasieren kann
  • sich die Anzahl der Hundehaufen am Strand und auf den Promenaden verzehnfacht hat
  • Menschen, die seit Jahren ein Fahrrad nur aus der Ferne gesehen haben, wilde Schlangenlinien fahrend mit sich und den Tücken des Leihfahrrades kämpfen.

Weitere Vorschläge bitte in die Kommentare. Vielleicht kommen wir ja auf 10.

Tagesspiegel beschreibt “Plonskys Paradies”

Michael PlonskyPascale Hugues hat im Tagesspiegel unter der Überschrift Plonskys Paradies eine regelrechte Hommage auf den Usedomer Koch Michael Plonsky verfasst. Wer beim lesen Lust bekommt, die beschriebenen Kochkünste zu testen, findet alle notwendigen Informationen auf www.plonsky.de. Tischreservierung empfiehlt sich, besonders wenn man einen der begehrten Tische mit dem herrlichen Panoramablick über die Ostsee ergattern möchte.

Es gibt schlechteres

Abendhimmel über Usedom

Es gibt schlechteres, sehr viel schlechteres als an einem lauen Sommerabend auf Usedom bei einem Glas Riesling auf der Terrasse in den Sonnenuntergang zu sehen. Im Hintergrund die Crusaders und Joe Cocker mit “I´m so glad i´m standing here today”. Genialer Song aus dem Jahr 1981 mit einem glänzend aufgelegten Joe Cocker. Leider gibt es kein Video dazu im Netz.

Hintersinnig

Bin nicht sicher, ob es so gewollt war. Wie auch immer, wenn es Absicht war, dann hat da einer einen sehr feinen Humor. Und als Zufallsprodukt wäre es noch genialer.

Zerbrechliche Keramik

So gesehen an der Keramikwerkstatt Dannegger in Morgenitz. Der Weg dahin lohnt sich immer, es gilt aber die Öffnungszeiten zu beachten: Montag - Samstag von 12.00 - 13.00 Uhr und von 16.00 - 17.00 Uhr, Sonntag geschlossen. Außerhalb der Öffnungszeiten auf jeden Fall telefonisch anmelden (038372 70910).

The fighting chefs of Usedom

Da hatten zwei der besten Usedomer Köche eine richtig gute Idee. Am 25. Juli tragen Ralf Haug (li.) und Hark Pezely (re.) das erste Usedomer Kochduell aus. Die Karten für das exklusive 8-Gang Menue kosten zwar stolze 100 Euro, davon gehen aber 50 Euro direkt als Spende an UNICEF. Essen für einen guten Zweck, da wird es ja wohl hoffentlich viele Mitesser geben.

The fighting chefs of Usedom

Wer in der Zwischenzeit schon mal wissen möchte, wie ein echter Spitzenkoch eine Sauce kreiert, der ist bei dem berühmtesten Chef aller Zeiten genau richtig.

Kryptisch

Die Weisheit der Straßenverkehrsbehörde ist unergründlich.

Verkehrsschild HDF Schulstrasse

So gesehen am Parkplatz in der Heringsdorfer Schulstraße.

Gut Ding will Weile haben

Nein, dies ist keine historische Aufnahme aus dem Jahr 2004. Das Foto ist von heute. Damit auch jeder sieht, dass wir im Ostseebad Heringsdorf von gestern sind.

Gut Ding will Weile haben

Alles Voodoo oder was?

Man nehme einen Prinzen, der den beeindruckenden Titel und Namen “Seine Königliche Hoheit (SKH) Prinz Dah Bokpe von Allada” trägt, lade den ein und posaune es auf der Insel Usedom herum. Die Töne landen auf dem Schreibtisch von jemandem, der eine noch viel größere Posaune hat. Der posaunt es in die weite Welt hinaus. Weil es ja so schön klingt und weil es auch ein gutes Echo geben soll, wenn Majestäten im Spiel sind. Schade nur, wenn das Echo irgendwie komisch klingt. Hat wohl vorher keiner die Noten so richtig gelesen.

Allada Comic

Dummerweise gibt es gar kein Königreich von Allada, jedenfalls keines wie man es sich üblicherweise so vorstellt. Allada ist eine Kleinstadt im Süden der Republik Benin in Westafrika und diese Stadt hat einen König, Kpodégbé Djigla. Einer von 81 Königen in Benin. Gibt es da eigentlich jemanden, der sich nicht “Seine königliche Hoheit” nennen darf? Dieser König hat seinen Neffen Dah Bokpe zum Prinzen gemacht. Netter Zug vom König. Dafür vertritt der Prinz jetzt als “Generalbevollmächtigter für Europa-Angelegenheiten” den König und dessen nicht vorhandenes Königreich. Netter Zug vom Prinzen. Wenn er nicht gerade den König vertritt, betreibt er in Berlin ein Taxiunternehmen und ein Reisebüro oder wird von Leuten eingeladen, die sich gerne im königlichen Glanze sonnen. Für Voodoo ist er auch noch zuständig. Vielleicht sollte man den Prinzen als Marketingexperten engagieren. Sich selbst vermarktet er auf jeden Fall perfekt.

Falls einer der Chefs der Posaunisten ob dieses medialen GAU’s leichte Rachegelüste hat, dann sollte er mal bei voodoozauber.ch vorbeischauen. Da kann man sich eine virtuelle Voodoopuppe herrichten und sie beschwören. Es gibt auch eine Menge Nadeln für Schmerzen da.