Von der Landtagswahl zum Bäder-Antisemitismus

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In der Süddeutschen Zeitung hat Lothar Müller einen höchst eigenartigen Bogen gesponnen vom Wahlerfolg der AfD auf Usedom zum Antisemitismus in den Seebädern zwischen 1920 und 1935. Das gipfelt in der unglaublich blöden naiven Frage, „wer zuerst da war: der Fremdenverkehr oder der Fremdenhass?“ Im dazugehörigen Bild geht es genauso weiter: „Wie lange werden die beliebten Ostseebäder noch Sehnsuchtsorte sein?“ Mehr Untergangsstimmung war nie. Ansonsten wurde einfach alles zusammengerührt, von der Gruppe 47 bis zur V2. Einzig die viel längere Vereinnahmung von Peenemünde durch die NVA fehlt, aber das ist man bereits gewohnt. Zum lesen hier entlang: Wie der Antisemitismus an die Ostsee kam

Die Landtagswahl auf Usedom

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Nachdem sich die Berichterstattung (wenn man es denn so nennen möchte) der Ostsee-Zeitung auf eine dürre Auflistung von abgegebenen Stimmen ohne Prozentwerte, ohne Vergleich zur Landtagswahl 2011, ohne Angaben zur Wahlbeteiligung beschränkte, gibt es hier jetzt exklusiv alle Zahlen, alle Werte nur für die Insel ohne den Rest des Wahlkreises 30.

Wahlberechtigte auf Usedom waren es 25.131, von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben 16.123 Wähler, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 64,2 Prozent (Wahlkreis 30 63,5 Prozent, MV 61,6 Prozent).

Für die AfD haben 5051 Wähler gestimmt (31,3 Prozent), für die NPD 883 (5,5 Prozent), in der Summe sind das 36,8 Prozent für Rechts und Rechtsextrem. Bezogen auf die Wahlberechtigten relativiert sich das auf 20,1 Prozent für die AfD und 3,5 Prozent für die NPD.

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Ist es in Anklam am schönsten?

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Raphael Thelen und Hannes Jung waren für Zeit online in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs. Herausgekommen sind insgesamt sechs Beiträge, zwei davon handeln von Anklam. Wobei ich mich speziell mit dem Titel des ersten Artikels „In Anklam ist’s am schönsten“ etwas schwer tue. Auf die mir selbst gestellte Frage, was mich als jungen Menschen in Anklam halten würde, fällt mir beim besten Willen keine Antwort ein. Weiterlesen

Das Phänomen Seebrücken

Allgemein

Die Berliner Morgenpost hat eine schöne Übersicht über die Seebrücken in Deutschland veröffentlicht: „Wie Seebrücken Sehnsüchte von Politikern wecken.“ Wobei die Sehnsüchte im Artikel im wesentlichen von Politikern der westlichen Ostsee geäußert werden. Im Osten konzentrieren sich die Sehnsüchte auf die Koserower Seebrücke und ihre baldige Sanierung.

Kein Gast, dessen erster Weg nicht in Richtung Seebrücke führt. Bei Wind und Wetter, mit Kapuze oder Sonnenbrand. Junge, Alte, Dicke, Dünne, Sportliche, Nichtsosportliche, sie alle wollen nachgucken, „ob das Meer noch da ist“. Dann erst fängt der Urlaub richtig an.

P.S.: Die Autokorrektur wollte gerade aus Koserow Kosewort machen. Auch nicht schlecht.