Guter Lohn für gute Leistung

Zur Information: Ein Chef de Partie ist der Leiter einer Abteilung oder eines Postens in der Küche (z.B. Chef-Saucier). Ihm sind ein oder mehrere Commis (jüngere Köche) unterstellt.

Das ist ein Stundenlohn von 6,88 Euro. Der Mindestlohn im Reinigungsgewerbe liegt seit Jahresbeginn bei 7,33 Euro/Std.

78 Kommentare
  1. inselsveni sagt:

    1100 brutto gleich 840 netto. Wo ist die Armutsgrenze? Einfach Branchenwechsel und fertig. Kack Gastronomie auf den Inseln.

  2. joemc26 sagt:

    Im Herbst 2010 hat ein Berliner Richter festgestellt: Alles was unter 7,84€ liegt sind sittwidrige Löhne.

    demographischer Wandel. .ha ha ha

    Die Leute wandern ab. Vielleicht kann mir ja mal ein Hotelier erzählen, wie man mit 900€ Netto sein Leben auf der Insel Usedom beschreiten soll.

  3. Ausbeuter sagt:

    Also es gibt doch überall “schwarze” Listen ähh natürlich schwarze Schafe.

    Warum wird denn nicht veröffentlicht welcher toller Arbeitgeber dahinter steht? (Ich weiß Datenschutz)

    Aber dies ist doch ein Schlag ins Gesicht nicht nur für die die hier Arbeiten, sondern auch für die die ihren Leuten ordentliche Löhne zahlen. Es werden alle Hoteliers wieder ruckzuck über einen Kamm geschoren. Bei einer Veröffentlichung würde sowas nicht passieren können.

    Mir tun nur die Leute leid die vom Arbeitsamt dorthin geschickt werden und dann wegen der vielen Kohle die geboten wird Skrupel haben diese Stelle anzunehmen. (Achtung Ironie) Dort gibts dann wegen dieser Skrupel gleich den nächsten Stress und der erste der sich darüber beschwert, dass die Bewerber so voller Skrupel sind, ist der der diese Stelle anbietet. Wollen wir drauf wetten?

  4. Jürgen sagt:

    @ Ausbeuter

    Lag mir auch auf dem Herzen. Es gibt nicht “die” Gastronomie oder “die” Hoteliers auf der Insel. Es gibt sehr viele, die deutlich bessere Löhne zahlen und es nicht verdienen mit den schwarzen Schafen über einen Kamm geschoren zu werden.

    Es ist aber leider so, dass offenbar niemand etwas gegen diese schwarzen Schafe unternimmt und dann eben leicht die ganze Branche in Verruf gebracht wird.

    Müssen die Arbeitgeber eigentlich bei der Arbeitsagentur den Lohn angeben, den sie zu zahlen gewillt sind?

  5. Ausbeuter sagt:

    keine Ahnung ob sie es angeben MÜSSEN wenn sie Leute suchen, aber ich weiss auch das z.B. die Sozialagentur bisher immer bei jedem Lohndumping die Augen verschließt oder hat schon mal einer was gehört das die Sozilagentur sich bei den Aufstocker Arbeitgebern was wiedergeholt hat? Mir ist nur ein Fall aus Stralsund bekannt der bundesweit durch die Medien geisterte.
    Also denke ich ist es den Agenturen relativ egal, hauptsache es kommt einer raus aus der Statistik.

  6. Ampelmann sagt:

    Ist das belegt?

    Ist schon witzig, das twittert irgendjemand irgeneine Information in die Landschaft und schon sind wieder alle Hoteliers böse und die gesamte Gastronomie ist laut “inselsvenis”
    Ka..e.

    Ich glaube diese Information erst, wenn sie belegt ist.

  7. Andreas sagt:

    Ich frage mich warum die Info nicht stimmen sollte. Was hätte derjenige davon sowas zu veröffentlichen? Ich kann mir schon vorstellen, dass das stimmt. Hier gibts genug schwarze Schafe. Wie soll man mit so einem Gehalt seine Familie ernähren, bei unseren “günstigen” Mieten usw…..
    Solche Arbeitgeber gehören öffentlich an den Pranger gestellt.

    Feuer frei…

  8. Usedom-Willi sagt:

    Nicht wissenschaftlich belegt, aber in einem Gespräch erfahren: hier klinken sich mittlerweile auch Swinemünder “Verleiher” von Arbeitskräften ein. Sie schicken poln. Kräfte in den dtsch. Teil der Insel, stecken sich dafür natürlich eine Prämie ein und den Rest bekommt der poln. Arbeitnehmer – von seinem Vermittler. Fazit: Stundenlohn weit unter dem, was ein pol. Bürger zum Leben braucht. Von wegen “einige schwarze Schafe” …

  9. Ahlbecker sagt:

    @ Ampelmann,

    einfach mal am WE ab 08:00 Uhr an die Grenze stellen und wundern wessen Transferbusse dort “flanieren”…

    Der dt. Zoll schaut derzeit lieber nach “Kippen-Schmugglern”, die anderenorts gleichzeitig unbeobachtet per 7,5- Tonner über Garz einreisen…

    Augen auf beim Zimmerkauf!

    PS.Dies sollte kein Kritik am Zoll oder BGS sein!

  10. Ampelmann sagt:

    Verstehe ich das richtig?

    Die Transferbusse, die am Wochenende die Grenze bedeuten, dass Swinemünder Arbeitskraftverleiher sich eine Prämie einstecken und damit den Stundenlohn unter das Niveau senken, das ein Pole zum Leben braucht?

    Das hat unmittelbar mit einer Chef de Partie-Stelle zu tun, von der jemand behauptet, sie sei ihm zu einem nicht gerechten Lohn angeboten worden?

    Nochmal:
    Belegbar?
    Wer?
    Wann?
    Wieviel?

    Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Tatsachenbehauptung und einer Verleumdung?

    Die Tatsache kann man belegen. Die Verleumdung basiert oft auf einer Vermutung gepaart mit Niedertracht.

  11. Usedom-Willi sagt:

    An Ampelmann: Folgende Bemerkungen von mir
    1. Ich differenziere sehr wohl zwischen den korrekten Arbeitgebern im Gastgewerbe, schere nicht alle über einen Kamm. Jemanden zu verleumden, das liegt mir fern. Das verbietet mir ganz einfach der Respekt vor fleißigen und ehrlichen Leuten;
    2. Mein Beitrag (s. oben) bezieht sich nicht auf den Chef de Partie;
    3. Ich werde Ross & Reiter nicht benennen, weil ich weiß, wer davon den Schaden hat. Soll diesbezüglich eine “Solidarität” zwischen den Arbeitgebern geben … Traurig, aber wahr!

  12. Ampelmann sagt:

    @Usedom-Willi:

    Zwei abschließende Fragen:

    Welchen Stundensatz zahlen die “Swinemünder “Verleiher” von Arbeitskräften” eben diesen?

    Welchen Stundensatz braucht ein “pol. Bürger zum Leben” ?

    Sie kennen sicherlich die Statistik und können das beantworten, ohne arbeitgeberische Solidarität fürchten zu müssen.

  13. Wernsen sagt:

    Moin. Ich denke 1200 freie Stellen bei Koechen und Kellnern auf Usedom sprechen eine deutliche Sprache. “Schwarze Schafe”: ich kann nur lachen. Es gibt lediglich eine schwarze Herde. Dehoga Chef Drechsler sagt:”wir haben den Qualitaetstourismus auf Usedom verschlafen.” Normal, denn wenn man “nur mit Bananen bezahlt muss man sich nicht wundern wenn man Affen bekommt.” Damit moecht ich niemanden, der in Hotellerie und Gastronomie sein taeglich Brot auf Usedom verdient beleidigen. Die Qualitaet steht aber schon laengst nicht mehr im korrekten Verhaeltnis zum Preis.
    Gute Nacht Heringsdorf

  14. Jürgen sagt:

    @ Wernsen

    Das stimmt so pauschal nicht. Es gibt viele Betriebe, die Tarif und sogar darüber hinweg zahlen.

    Mich würde mal interessieren, was die Dehoga-Mitglieder zu den Äusserungen ihres Vorsitzenden sagen, die waren ja nun sehr heftig.

  15. Wernsen sagt:

    Moin. Vielleicht gibt es einige kleine Betriebe die über Tarif bezahlen. Aber gerade die größte Kette auf der Insel sucht gerade auf “hotelcareer” Personal. Und erstellt ein Anforderungsprofil da sag ich ” wow”. Dem gegenüber bietet sie ein paar belanglose Vergünstigungen in Phrasen gehüllt da sag ich “da fällt mir nichts mehr zu ein”. Wo ist der Hinweis auf freie Kost und Logis wo der Hinweis auf Gehalt nach Tarif oder drüber? Wo der Anreiz wieder auf die Insel
    zurückzukehren ?

  16. Ampelmann sagt:

    Es ist schon nicht mehr feierlich, was der selbst ernannte Branchenexperte Wernsen da an Vorurteilen, Beleidigungen und unhaltbaren Pauschalierungen von sich gibt.

    “Damit moecht ich niemanden, der in Hotellerie und Gastronomie sein taeglich Brot auf Usedom verdient beleidigen.”
    Alle auf Usedom arbeitenden Kollegen sind also mit Bananen bezahlte Affen? Gut, dass DAS nicht beleidigend gemeint ist.

    “Schwarze Schafe”: ich kann nur lachen. Es gibt lediglich eine schwarze Herde.”
    Willst Du ernsthaft behaupten, dass alle Gastronomen schwarze Schafe sind? In welcher Hinsicht?

    “Vielleicht gibt es einige kleine Betriebe die über Tarif bezahlen.”
    Was weißt Du darüber? Wie hoch ist die Anzahl und welchen Prozentsatz machen diese Betriebe aus?

    “Die Qualitaet steht aber schon laengst nicht mehr im korrekten Verhaeltnis zum Preis.”
    Welcher Preis wäre nach Deiner Erkenntnis angemessern für welche Qualität? Kannst Du diese Aussage erklären?

    Eine ganze Branche hart arbeitender und engagierter Leute, die das wirtschaftliche Rückgrat dieser Insel bilden, wird hier mit teilweise schlimmen Vorwürfen oder aber mit unhaltbarem, böswilligen Geschwätz verunglimpft. Dabei geht es nie um Fakten. Werden diese eingefordert, ist Pause. Da kommmt nichts, nur Schweigen.

    Das ist keine Kritik, das ist mieses Denunziantentum und strafbar, Wernsen!

  17. Stripenköster sagt:

    Wir haben den Qualitaetstourismus auf Usedom verschlafen.”
    Schon lange!Einsicht ist der beste Weg …….
    Man braucht sich nur die renomierten “Essensführer” ansehen der letzten 5 Jahre es werden immer weniger genannt………..
    Das ist wohl dem sanften Tourismus geschuldet der auf “Rentner” und Rollatorenfahrer abziehlt und nicht auf das Segment, die abends auch mal ein Gutes Essen mit Wein genießen möchte. Denn zu einer Scheibe Brot” aber bitte eine Senjorenportion” eine Flasche Wein zu empfehlen wird schwer. Weiter so Heringsdorf….

  18. Wernsen sagt:

    Moin. Neues Beispiel gefaellig? Travel Charme wirbt mit unbefristeten Arbeitsverhaeltnis und Qualifizierungsmoeglichkeiten das setze ich doch voraus. Aber wieder keine Aussage zu Gehalt, Kost und Logis. Quelle wieder “hotelcareer”. Herr Naumann hat Recht “Jeder bekommt was er verdient.” Und am Ende auch er. Wetten?

  19. Jürgen sagt:

    @ Wernsen

    95 % aller Jobangebote auf Hotelcareer enthalten keine Angaben zum Gehalt. Damit lässt sich aber auch gar nichts beweisen.

  20. Wernsen sagt:

    @Ampelmann
    Wenn ich in einem 5 Sterne Haus ein 15 Punkte Gault Millaut Menue geniesse, es aber von einem Azubi, welcher ohne Anleitung arbeitet, serviert bekomme, dann ist der Preis nicht gerechtfertigt. Alles andere muss ich nicht erklaeren oder rechtfertigen. Wenn ich konkret werden wuerde, waer das Denunziation oder?

  21. Wernsen sagt:

    @Juergen
    Kann schon sein aber gerade die Oesis sind in der Hinsicht konkreter. Hatte mal gelernt, mir an den guten ein Beispiel zu nehmen. Naja dann machen alle so weiter, geht mich zum Glueck nichts mehr an.

    Schade das man auf Usedom so ignorant geworden ist. Warum hauen denn alle ab? Aus meinem Lehrjahr weiss ich von niemanden, dass er noch da ist.

    @Ampelmann
    Schon zu meiner Zeit als Azubi waren die Zustaende auf der Insel unhaltbar. Und das ist strafbar.

  22. Thilo Naumann sagt:

    @Wernsen
    Die Wette halte ich!

    Nochmal: arnie hat meine Äußerung aus dem Zusammenhang gerissen. Das habe ich ihm erklärt und auch, was ich damit genau gemeint habe. Es ist sachlich falsch, diese Äußerung auf ein anderes Thema zu übertragen.

  23. Stripenköster sagt:

    Ampelmann hat bestimmt große internationale Erfahrung…………
    Dann und wann sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Sehe der Wahreit doch ins Auge!

    Die Insel ist fertig einige Jahre noch dann gibt es an jeder Ecke Fischbrötchen und die Thüringer. weil keine guten Leute (Service & Küche& Rezeption) mehr da sind.

    Beispiel Küchenchef am Luganer See 6 Tage Woche 14 Punkte Überstunden gibt es nicht aber 6500 SFR netto plus Skipass für das ganze Jahr im nächstem Skigebiet.

    Der Zahlt das gleiche für seine Wohnung wie ich auf der Insel……..

  24. Jürgen sagt:

    @ Stripenköster

    Das ist eine Henne-Ei-Diskussion.

    Gibt es die Fischbrötchen und die Thüringer, weil kein gutes Personal da ist oder gibt es sie, weil schlicht das Publikum für Austern und Kaviar nicht da ist?

  25. Ampelmann sagt:

    Da behauptet einer, dass es in einer Region im Ausland einen gibt, der 6.500 SFR netto + Skipass als Koch verdient und für eine Wohnung die gleiche Miete zahlt, wie der, der das behauptet. Dann verkündet er uns die Wahrheit über die Zukunft der Insel.

    Belege kriegen wir dafür selbstverständlich nicht, deshalb frage ich auch nicht mehr danach.

    Aber eine schöne Geschichte, für die man nicht mal internationale Erfahrung braucht. Grimm’s Märchen gibt es hier auchin der Bibliothek.

  26. Ampelmann sagt:

    @wernsen
    Die Österreicher sind konkreter, wenn es um Arbeitsverhältnisse geht?
    Schau einfach mal in die Tariflöhne, die dort gezahlt werden.

    Ich habe darüber hinaus mehrere solcher Arbeitsverträge gesehen, die allesamt auch nach österreichischem Recht sittenwidrig waren. (65 h / 6,5 -Tage-Woche, Arbeitsbeginn/-ende nach Schneelage, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle etc.)
    Bei allen Verträgen waren mündlich Zahlungen/Leistungen am Finanzamt vorbei vereinbart.

    Dass einem solche Dinge dann als Vorbild hingehalten werden, schlägt dem Fass den Boden aus.

  27. steffi sagt:

    @Ampelmann
    verfolge ihre Aussagen und bin schockiert über so viel Dreistigkeit. >6000 SFR für Küchenchef nicht Koch. Kann mich erinnern auf der Insel weniger als die Hälfte erhalten zu haben, und alle Überstunden waren gleich mit abgegolten. Kann aber allen nur Raten, die ähnliche Klauseln in ihrem Arbeitsvertrag haben. Schaut euch Urteil Bundessozialgericht 5AZR 765/10 an
    Da geht es um 1800€ brutto, welch Utopie für das Gros der Mitarbeiter inder Gastronomie auf dieser Insel.
    Gruß Steffi

  28. Gast sagt:

    Strippenkötter da muss ich Dir recht geben, die Wohnungen kosten ím schnitt 16-18 € pro m²
    wie auf der Insel, das klingt wie Erbsen mit Bohnen vergleichen.

  29. arnie sagt:

    …diese Diskussionen sind völlig sinnlos, weil sie zum Schluss im Persönlichen landen.

    wir leben immer noch im Kapitalismus, dessen Wesenszug ist die Ausbeutung des Menschen des Menschen (das ist übrigens nicht Marx oder Lenin, sondern Schelling, ein bürgerlicher Philosoph) dabei unterscheiden wir in die Profiteuere und die Betroffenen , anhand dieser endlosen Monologe hier kann man leicht erkennen, wo man jeweils steht !
    Und solange das alles “gut geht” weil die Betroffenen es sich gefallen lassen, wird es auch so bleiben…so einfach ist das.

  30. Wernsen sagt:

    @Ampelmann
    Hab gestern den Kuechenchef von Herrn Thiel auf die Diskussionsrunde aufmerksam gemacht. Denke das dieser mit ihm redet und Herr Thiel dann hoffentlich hier Stellung bezieht. Hoffe das ist dann konkret genug. Entschuldigung, dass dies so lange dauerte. Bin halt nur ein Branchenexpertchen Sie Experte.

  31. Peter Panther sagt:

    Laut Wirtschaftsministerium lag der durchschnittliche Lohn im Tourismusgewerbe in MVP im Jahr 2011 bei 12.500 Euro brutto p.a. (Vollzeitäquivalent!) Viel mehr braucht man dazu nicht zu sagen, denke ich. Der Vergleichswert aus Sachsen beträgt z.B. 18.000 Euro brutto p.a., ebenfalls Vollzeitäquivalent gerechnet.

  32. Stripenköster sagt:

    @ Jürgen
    Austern und Kaviar, das Publikum hatten wir vor 10 bis 8 Jahren. Wo ist es hin ? warum kommt das Publikum nicht mehr?
    weil die Infrastruktur nicht da ist, 1 Dorfdisco, im Sommer ist um 22.00 Uhr Schluss mit jeglichen Aussenveranstaltungen, wenn überzogen wird steht die Polizei unmittelbar auf der Matte. Riesen Sportplatz in der Mitte von H`dorf der sich anbietet für Veranstaltungen wie die NDR Sommertour. Nein es muss ausgelagert werden an die Grenze, kann mich erinnern bei einer Veranstaltung dieser Art waren knapp 8.000 Menschen dort. Aber es muss Schwanensee aufgeführt werden.
    Sylt, Norderney , Timmendorfer Strand haben den Dreh geschafft da die Infrastruktur stimmt.
    Nur mit frischer Luft Wasser und Strand zu werben reicht nicht mehr aus..

  33. Wernsen sagt:

    Warum ist der Tarifvertrag nicht einfach einsehbar wie z.B. bei Rheinland Pfalz? Weil er wahrscheinlich zu peinlich ist oder?

  34. Gast sagt:

    Wenn der Tarifvertrag nicht einsehbar ist liegt das an der Gewerkschaft NGG, die möchte dden Vertrag nur Mitgliedern zugänglich machen.
    Also Mitglied werden Beiträge zahlen und schon ist der Tarifvertrag einsehbar.

  35. Ich sagt:

    Ich kann zu Diskussion nur schreiben seid Jahren bekomme ich von der Gemeinde Heringsdorf ein Stundenlohn von 6.60.Vor ein paar Jahren war es noch weniger.Bin Facharbeiter im öffentlichen bereich.Auf anfrage nach mehr lohn bekam ich die Antwort wenn es mir nicht passt kann ich ja auch gehen.Bin auch am überlegen ob ich wo anders mit meiner Fam.hin gehe.Würde mich über eine positive Entwicklung freuen.

  36. Wernsen sagt:

    Moin. Also nach NGG Mecklenburg Nord liegt das Bruttogehalt eines ausgelernten Facharbeiters hier bei 1124€. Dem gegenüber steht ein Gehalt in Baden Württemberg von 1799€ und in Berlin von1334€. Vielleicht kann mir das jemand erklären warum das so sein muss. Bitte keine Antworten wie Ost West- oder Nord Süd Gefälle.

  37. Steffi sagt:

    Nun konnte also der Tariflohn doch noch aus seinem Versteck getrieben werden. Ist natürlich klar bei den Zahlen und jeder Arbeitgeber sollte sich schämen darauf hinzuweisen. Attraktiv wird Saisonarbeit aber erst, wenn in den Stellenanzeigen von doppelten Tariflohn sowie Kost und Logis frei die Rede ist.

  38. usedomer1968 sagt:

    Lest in der OZ vom 25.02.2012 mal die Lesermeinung von Frau Dorothea Räsch, ich denke Sie trifft den Nagel auf den Kopf.

  39. Klemenz sagt:

    Der Usedomer Gastronomie fehlen 1200 Fachkräfte? Das ist ja unglaublich! – Möchte nicht jeder normale Mensch bei einer 6 Tage/60 Stunden-Woche bei 60 Grad am Herd stehen, dafür am Monatsende fette 900 € netto nach Hause schleppen und dann zwei Drittel davon für die Miete ausgeben?

  40. Ampelmann sagt:

    @steffi:
    Dreist? Sie finden es dreist, Behauptungen eines anonymen Posters anzuzweifeln? Dreist bedeutet für mich, hier solche Märchen zu verbreiten. Glauben Sie die Geschichte aus dem Paradies an Luganer See etwa?

    Und selbst wenn, wie viele Punkte im Gault Millau haben Sie als Chefköchin gekocht, dass Sie sich mit dem Phantasie-Chefkoch aus wernsens Märchen vergleichen?

    Doppelter Tarif mit freier Kost und Logis für Saisonarbeit nach österreich’schem Vorbild (Teilschicht, 65 h /6,5 Tagewoche, Saison vom 29.6.-26.8.2012, bei Regenwetter auch vier Wochen später)?
    Das wären nach Tarifvertrag die Lohngruppen 9-10 x 2 + Kost und Logis, also rund 4.000,- € – 4.500 € brutto. Ok, wenn Sie GUT sind! Warum nicht? Wären Sie frei? Ich würde Ihnen noch eine Jahreskurkarte drauflegen.

    @Gast
    Wo haben sie denn gewohnt für 16-18€/qm? Im Penthouse in der ersten Reihe? Jeder Rentner zahlt im betreuten Wohnen in Heringsdorf 12 € warm.

    @Peter Panther:
    Wo sind diese Zahlen veröffentlicht? Wie hoch ist diese auf der Insel, über die wir hier diskutieren?

    @wernsen
    Falsch. Ihre (Tarif)Zahlen sind falsch.

    Wie erwartet, haben Sie meine Fragen (24.2.2012 / 11:24 h) nicht beantworten können. Ich darf Sie daran erinnern!

    Die Unterschiede zwischen MV und BW liegen daran, dass ein Tarifvertrag fairerweise auch die Einkommenssituation der Betriebe und die Lebenshaltungskosten berücksichtigt und nicht nur das Wunschdenken der Arbeitnehmer befriedigen kann.

  41. Ampelmann sagt:

    @Klemenz
    Wo arbeiten Sie denn für das fette Gehalt? Das glaube ich -dreist wie immer- nicht!

  42. Wernsen sagt:

    Ampelmann ihre Aussage lässt aber auch tief blicken: es wird sich also für Arbeitnehmer nichts bessern. Nein im Gegenteil, die die noch da sind müssen Mehrarbeit leisten für die, die schon abgehauen sind, da die Gästezahlen noch stabil sind. Vergleichen Sie doch mal den Mietspiegel von Heringsdorf und Konstanz und die Preise bei Hotels.

  43. Peter Panther sagt:

    @Jürgen

    Die Zahlen wurden von Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph anlässlich eines Vortrags am Freitag, dem 24.2. beim Deutschen Wirtschaftsrat in Stralsund genannt. Sie dürften also aktuell sein. Der Wert ist insofern interessant, weil hier vom Vollzeitäquivalent die Rede ist. Wenn man nun in Betracht zieht, wieviele Teilzeitkräfte es in der Branche gibt, kann man sich klar machen, wie mies es um den tatsächlichen Verdienst vieler Beschäftigter bestellt ist.-

  44. Jürgen sagt:

    @ Peter Panther

    Danke. Wobei mich der krasse Unterschied zu Sachsen wundert, fast 50 Prozent sind sehr heftig. Und die Frage wäre natürlich auch, in welchem Kontext er die Zahl gebracht hat.

  45. Steffi sagt:

    Hallo!
    Ist inzwischen 20 Jahre her das ich als junger Commis in Lugano gearbeitet habe. Gab damals schon 2000 SFR netto mit Kost und Logis frei. Die Unterkunft war ein Traum, könnte ich mir nicht leisten, auch damals nicht, wurde halt so gestellt. Habe als Sous Chef 15 Pkt. gekocht. Aber das ist ja wohl nicht Ausschlaggebend, kommt immer auf die Philosophie an, und da haben wir uns ja vor langer Zeit verabschiedet. Wurde im weiteren in verschiedenen europäischen und arabischen Ländern immer so bezahlt. Ich bin schon der Meinung, auch wenn ich es aus eigener Anschauung nicht für die heutige Zeit weiß, das es in den letzten Jahren auch dort eine Tendenz nach oben gegeben hat.

  46. Steffi sagt:

    @Ampelmann
    Hallo!
    Vergessen sie einfach den Tarifvertrag. Die Orientierung am selbigen führt wohl eher in eine Sackgasse.

  47. Ampelmann sagt:

    @Steffi:
    Nein, ich vergesse nicht den Tarifvertrag, den übrigens Sie ins Spiel gebracht haben, ich vergesse diese Diskussion.

    Zu viele Märchen….

  48. Steffi sagt:

    @Ampelmann
    Sehr schade das sie mich hier der Lüge bezichtigen! Sie forderten mehrmals Fakten zu benennen und keine Gerüchte weiterzutragen. Nun habe ich ihnen meine persöhnlichen Erfahrungen benannt und werde zu W. Hauff und den Gebr. Grimm. Ihre Realitätsverlust erscheint mir etwas bedenklich oder führten sie diese Diskussion von vornherein ohne Argumente sondern nur mit Schlagwörtern.

  49. Ampelmann sagt:

    @Steffi
    Nein, nicht mit Schlagworten, nur mit Fragen.
    Und mir wird es zu umständlich, jedem Quatsch, der hier behauptet wird, hinterherzulaufen.

    Sie sollten etwas genauer lesen, dann merken Sie vielleicht, dass ich Sie nicht der Lüge bezichtigt habe. Aber das spielt keine Rolle.

    P.S. Ich hörte von einem ganz schlimmen Fall von Ausbeutung in der Gastronomie. Da mußten zwei für 600 € brutto täglich 20 h bei 120 Grad am Herd stehen und dann wurden sie gekündigt, weil sie krank wurden. Und wenn sie nicht gestorben sind dann leben sie noch heute…

  50. Wernsen sagt:

    @Steffi
    So nun ist der letzte Verteidger der Inselarostokratie bei unseren Maerchen eingeschlafen. Vielleicht koennen wir uns ja mal zum Kaffee treffen. bin grosser Fan von Sherezade.

  51. arnie sagt:

    ..sag ich doch :

    Profiteure und Betroffene !

    Da bleibt das Verständnis schon mal auf der Strecke .., es sind jeweils zu unterschiedliche Welten, damit erübrigt sich auch die Frage von Empathie….

    Ich würde gern mal in der Hochsaison ein Hotel sehen, in dem alle mal baden gehen, die für so wenig Geld arbeiten, das es einfach nur beschämend ist ! Das was in der großen weiten Welt Realität ist, wird hier für nebensächlich gehalten, weil es auf “ziemlich hohem Niveau” stattfindet…, es ist allerdings in der Substanz das Gleiche! Mehr für immer weniger , weniger für immer mehr !

  52. Peter Panther sagt:

    @Juergen

    Die Zahl verwendete er, neben Vergleichszahlen anderer Branchen, in seiner Rede um zu unterstreichen, dass Fachkräftemangel nicht allein ein Problem des demographischen Wandels sei, sondern dass man sich hierzulande langsam daran gewöhnen müsse, qualifiziertes Personal auch qualifiziert zu bezahlen. Ebensowenig sei man in der Branche gut beraten, gute Arbeitskräfte nach Saisonende nach Hause zu schicken und zu hoffen, dass sie dann im kommenden Frühjahr noch zur Verfügung stünden. Der Vergleichswert zu Sachsen hat mich auch erstaunt.

  53. Ich sagt:

    Bin sehr überrascht das meine Fakten die ich auch belegen kann hier niemanden Interessiert.Kann ja den auch alles nicht so schlimm sein.

  54. Inselbewohner sagt:

    Ich verfolge nun schon ein paar Tage diese Diskusion um gerechte Gehälter in der Gastronomie. Mich würde mal interresieren was Arbeitgeber denn Wirklich bereit wären für gute Arbeit zuzahlen? Es gibt ein gutes Sprichwort “Wer billig zahlt bekommt auch nur billig” Deshalb werde ich nur noch unter meinen Gehaltsvorstellungen arbeiten!!!

  55. Ampelmann sagt:

    @wernsen
    Jawohl, ich gebe es zu. Ich bin der letzte Vertreter einer Inselarostockratie. Hansa rules!

    @Ich
    Hier ist Märchenstunde. Was interessiert da das belegbare Einkommen eines Facharbeiters in der Gemeinde?

    Es handelt sich bei den meisten Postern nicht um Insulaner. Die meisten erzählen aus weiter Entfernung und von längst vergangenen Zeiten.

    Es mag doch bitte mal jeder sagen, wo er wohnt und wie lange er/sie in welcher Branche…..äh, was mache ich hier? Verlange ich schon wieder Fakten? Entschuldigung, vergessen Sie es einfach…

  56. Wernsen sagt:

    Moin. Ampelmann es muss natürlich Aristokratie heißen. Entschuldigen Sie! Aber schön wie Sie die hiesige Situation mit der von Hansa in Verbindung gebracht haben. Wohn noch hier und beobachte noch ein wenig das lustige Treiben auf der Insel. Ist ja auch schön hier wenn man von Ihnen und den Ihrigen nicht abhängig ist. Möchte ja auch noch “arnies Badesaison” erleben.

    @Ich
    Natürlich ist es bedauernswert, wenn man für das Geld schaffen muss. Aber Sie haben doch schon die richtigen Schlüsse gezogen. Ansonsten hält man sich einfach an”Inselbewohner”.

  57. arnie sagt:

    ..mir ist das hier irgendwie auch langsam zu langweilig.

    @ampelmann
    man kann ja hier oder da zu der einen oder anderen story fragen kriegen, aber unterm strich bleibt doch unstrittig:

    die Gastronomie in Deutschland hat grundsätzlich das Thema, dass sie schlecht, weil schlecht bezahlt ist! Daran ändern nun mal auch die Feinheiten und Ausnahmen nichts dran, Ursache sind vielfältig: Die Deutschen sind nicht gewohnt zu dienen, wir sind zu gerne “Herrenmenschen”…, ich will damit vielen nicht ihr ehrliches Bemühen um gute Qualität absprechen, aber nur aus Idealismus kann niemand zeitlebens seine Kräfte für durchgängig hohe Qualität sicherstellen, die Bezahlung ist einfach prinzipiell zu schlecht!
    Es ist so ein bisschen wie mit unserem Essen schlechthin: Was wir daran an beschämendem Umgang mit dem (Tiere) was wir essen praktizieren, lässt sich nur ohne beunruhigtes eigenes Gewissen vergessen machen, wenn es dann nicht auch noch ehrliche Preise kostet…Damit ist diese Branche aber nur exemplarisch für einen allgemeinen Trend:
    Immer die ganze Welt und am besten für umsonst ! Aber bitte mit Sahne …obendrauf !
    Der Rest fällt unter die gängigen Ausbeutungsmechanismen und dem nach wie vor erfolgreichsten Machtprinzip : Teile und herrsche !

    Also das sind die tatsächlichen Gründe, alles andere ist nur revisionistisch und verhidnert auch weiterhin, dass sich diejenigen vielleicht mal zusammen tun, um denen die Löffel lang zu ziehen, die nach wie vor behaupten :

    Jeder kriegt , was er verdient (hat )

    Alles klar ? Dann legt Euch wieder hin !

  58. Peter Schulze sagt:

    @ Arnie
    könnte von mir sein, dein Kommentar – dies hier ist mein letzter auf dieser Seite, mach grad meine eigene – und ich wundere mich: es ist merkwürdig, dass Einschätzungen so konträr sein können.
    Da gibt es einen Ampelmann, der behauptet, alles sei bestens – aber die jungen Leute verlassen diese sterbende Insel , “die sich selber abschafft” (nach Ampelmann wahrscheinlich, weil sie zu faul sind) um anderswo besser und kalkulierbarer leben zu können.
    Wenn dieser Ampelmann aus dem Hotelierslager stammt und nicht nur ein bezahlter agent provokateur oder einfach nur Dummschwätzer ist, kennt er die Tarife: 1000 -1100 € ( brutto) für qualifiziertes Personal.
    Im Westen gibt’s das Doppelte, in der Schweiz das Dreifache.
    Ich hab übrigens durch einen neuen Kontakt (polnischer Tourismusunternehmer) noch ein paar neue (Denk-) Anstöße erhalten: in Swinemünde werden max. 600 € (pro Monat !) für zweisprachiges Personal bezahlt und wer einigermaßen deutsch spricht, geht nach Deutschland um dort 1000€ zu verdienen…sehr ärgerlich und bedrohlich für meinen polnischen Gesprächspartner.
    Fazit des Gesprächs: Wenn den Deutschen 1000 € brutto zu wenig sind, sollten sie nach Swinemünde ziehen, dort sind Wohnungen und Lebensunterhalt ca. 20 bis 30% billiger! Na also! Man sollte schnell polnisch lernen, gehört sich auch für Bewohner der Grenzregion. Im Augenblick boomen aber wohl eher die Deutschkurse für Polen…Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt…
    Gab auch ein dickes Lob für einen Hotelier mit ohne Haaren, der auch lokalpolitische Ambitionen hat: er bezahlt polnisches und deutsches Personal absolut gerecht gleich (schlecht)…na denn..

    Ich wünsch euch noch viel Spaß und achtet auf euren Blutdruck…es ist wie es ist und es geht zwangsläufig weiter..

    Peter Schulze

  59. Wernsen sagt:

    @Inselbewohner
    Wollen Sie behaupten, dass alle Menschen , die hier schaffen billig sind? Das ist aber auch zu boese laut Ampelmann.

    @Ampelmann
    Wo ist Ihre Reaktion zu diesem Zitat?

    @arnie und Peter Schulze
    Moechte doch den Frieden auf der Insel nicht stoeren und appelier deshalb lediglich an die”…maenner”.

  60. Ampelmann sagt:

    Erstmalig spricht mit arnie einer der Poster hier wenigstens ein vernünftiges Argument an.
    Es ist ja nicht nur eine Frage, was man bezahlen WILL, sondern auch, was man bezahlen KANN. Leider fällt hier in der Diskussion die Einkommenssituation der Betriebe völlig unter den Tisch.
    Machen wir uns nichts vor, Usedom ist ein Saisonbetrieb mit knapp 5 Monaten Saison.
    Die Vergleiche mit dem Ganzjahresgeschäft in Berlin mit und den zwei Saisonzeiten in den Alpen hinken.
    Natürlich fällt es leichter, einen hohen Tarif zu verhandeln, wenn ich dem Gast für eine Rindswurst mit Kartoffelsalat 27,50 SFR berechnen kann oder für eine Currywurst mit Brötchen auf dem Pappteller 7,50 SFR bekomme.

    @ Peter Schulze:
    Es gehört einfach zu einer gewissen demokratischen Einstellung, auch die Meinungen anderer zu akzeptieren und diese nicht nur als Dummschwätzer oder „bezahlter agent provokateur“ herabzuwürdigen. Persönliche Angriffe sind schlechte Argumente.

    Gerade als Lehrer sollten Sie diese Mindest-Anforderung an einen Demokraten aufbringen, es ist nicht ausgeschlossen, dass eine(r) Ihrer Schüler(innen) ausgerechnet Sie als demokratisches Vorbild ansieht und dann das hier liest.

    Ich bezeichne Sie weder als Dummschwätzer noch als bezahlter agent provocateur, widerspreche aber Ihren Behauptungen, dass die „Tarife ..1000 -1100 € ( brutto) für qualifiziertes Personal“ betragen.
    Das ist einfach ein Märchen und zeigt einmal mehr, wie weit entfernt von der Branche Sie leben.

  61. Peter Schulze sagt:

    @ ampelmann
    Ich entschuldige mich hiermit vielmals und in aller Form, falls meine Formulierung auf Sie beleidigend wirkte.
    Ich versuch es nochmal:
    Ich denke, Sie sind weder ein Dummschwätzer noch ein bezahlter “agent provokateur”, sondern kennen sich in der Hoteliersszene bestens aus oder sind selber Hotelier und kennen daher die Tarife, die gezahlt werden aus den Büchern, während ich sie nur vom Hörensagen kenne. Und ich finde es erstaunlich und auch empörend, mit welcher Vehemenz Sie alle angreifen, die die hier gezahlten Löhne für nicht ausreichend halten. Der Wegzug der jungen Leute und die Personalfindungsprobleme in Gastronomie und Hotels sprechen da eine deutliche Sprache.
    Und ich sehe die Probleme der Hotels: anscheinend gibt es inzwischen deutliche Überkapazitäten an Übernachtungsbetten, so dass immer mehr Hotels versuchen, mit Billigangeboten ihre Belegungszahlen zu halten oder zu erhöhen. Und unter den Zwängen dieses Billig- Massentourismus kann hier keiner so recht leben…und wenn ich das richtig sehe, wird ungebremst weiter gebaut. Mir graust jetzt schon vor dem in Bansin entstehenden Betonklotz….Schade um die Insel.

    Viele Grüße

    Peter Schulze

  62. Wernsen sagt:

    Moin. Ampelmann, die Frage ist nicht was man bezahlen Will oder Kann, sondern was man vor ein paar Jahren bezahlen Wollte und vielleicht heute Will, aber nicht mehr Kann, weil niemand mehr zum bezahlen da ist. Dafuer hat hier jedes Hotel Haeuser mit Ferienwohnungen, die noch nicht mal im Sommer voll belegt sind, anstatt sich um ordentliche Mitarbeiterunterkuenfte zu bezahlbaren Mieten zu kuemmern. Und dadurch hat man den Weg zum Qualitaetstourismus verpennt, denn wenn ich meine Lehre erfolgreich beendet habe, moechte ich nicht weiter im “blauen Block” wohnen. Im Uebrigen werden die Hotels in der Schweiz nach der jeweiligen Saison geschlossen und die Mitarbeiter gehen in Urlaub oder ueberbruecken die Zeit beim Amt, was aber nicht weiter tragisch ist. Dadurch kommt in der Schweiz dieser Billigtourismus den wir teilweise hier erleben nicht auf. In der Schweiz oder auch in Sueddeutschland mussten die Strukturen ueber viele Generationen wachsen und tun es immer noch und seine Mitarbeiter hat man bei diesem Prozess mitgenommen auch wenn man sie mal beim Amt parken musste. Hier hat man die Angestellten mit Hilfe des Amtes nach Oesterreich getrieben und wundert sich, dass diese nicht zurueckkehren bei einer 65h Woche?

  63. Inselbewohner sagt:

    @Ampelmann
    Sie wollen doch hier niemanden weissmachen das es den Hoteliers und Gastronomen auf der Insel so schlecht gehe, das sie sich kein Fachpersonal für vernüftige Löhne leisten können. Dann tut es mir leid.:-)))
    Wenn man aber lieber 4 Aushilfen einstellt als eine Fachkraft und dann das Pech hat das sie alle 4 an einen Tag nicht arbeiten können und dann noch eine 5. Aushilfe sich holen muß,das sagt doch alles. Die armen Gäste.

  64. Ampelmann sagt:

    @Peter Schulze:
    Entschuldigung akzeptiert.
    Sie schreiben: “Und ich finde es erstaunlich und auch empörend, mit welcher Vehemenz Sie alle angreifen, die die hier gezahlten Löhne für nicht ausreichend halten.”
    WER wird hier vehement und unsachlich angegriffen? Doch wohl ich!? Nehmen Sie bitte mal den Balken aus Ihrem Auge?
    Ich habe mit Vehemenz Belege eingefordert, die das hier (auch durch Sie) behauptete Lohnniveau von um 1.000 € brutto /Facharbeiter beweisen. Die bringt keiner. Gerade Ihre Aussagen zum Lohnniveau basieren nach eigenem Eingeständnis schlicht auf Hörensagen und Ihre Zahlen vom gestrigen Abend sind nun mal definitiv falsch. Ich greife Sie damit keineswegs an, ich stelle richtig.

    @Wernsen:
    Ich stimme Ihnen in vielen Punkten zu (s. unten bei Inselbewohner). Das Problem der Abwanderung ist komplexer, als viele Poster -wohl auch aus ideologischen Gründen- hier weismachen möchten. Bitte eine Frage:
    Ihre Argumente beziehen sich auf eine Zeit vor etwa 6-8 Jahren. Daraus schließe ich, dass sie schon lange nicht mehr auf Usedom arbeiten. Ich vermute wegen der fehlenden Umlaute auf Ihrer Tastatur, dass Sie irgendwo im nicht deutschsprachigen Ausland sind.
    Liege ich mit meinen Vermutungen falsch? Denn dann würde ich mich wundern, dass Sie so aktuell mitdiskutieren.

    @Inselbewohner:
    Ich weiß nicht, wie gut oder schlecht es “den” Hoteliers auf der Insel geht. Was soll eine solche Verallgemeinerung bringen? Sicher wird es einigen eher gut gehen, anderen eher schlecht.
    (Der, der mich als “bezahlter agent provokateur” bezahlt, zahlt aber regelmäßig ;-) )

    Dennoch können Sie meine Argumente nicht von der Hand weisen. Die Betriebe in den Städten verdienen das ganze Jahr, die “Älpler” haben zwei Saisonzeiten und
    Usedom hat 7 Monate Winter!
    Gehen Sie heute mal aus und schauen nach, wieviele Gäste in den Gaststätten sitzen. Wenn Sie auf durchschnittlich 8 Gäste pro Gaststätte kommen, sind das viele. Ich meine damit nicht Benz, Zempin oder Stadt Usedom, ich meine die Kaiserbäder! Und da sind wir doch einig, von diesen 8 Gästen kann keiner 6.500 SFR netto bezahlen!? Dazu kommt, dass Löhne, Gehälter und besonders Energiekosten in den letzten Jahren gestiegen sind, die Preise für Tellergericht und Übernachtung (hier allein wegen des Kapazitätszuwachses) aber nicht.
    Ich weiß -spätestens nach Wernsens letztem Post-, dass der Staat in Deutschland nicht mal eben das Arbeitskräfteparkhaus spielt, wenn der Hotelier mangels Gästen zumacht. (Leider, das gab es früher ja mal und wäre noch heute eine sinnvollere Förderung für diese strukturschwache Region als die Förderung von neuen Betten.)
    Ich weiß -ebenfalls von Wernsen- dass die Hoteliers auf Usedom ihre Häuser nicht schon in der 3. Generation abbezahlt haben, und zusätzlich durch die vielen Hotelneubauten einem enormen Investitionsdruck ausgesetzt sind, um marktfähig bleiben zu können.
    Abschließend:
    Wer stellt denn bitte “lieber 4 Aushilfen …als eine Fachkraft” ein? Bitte konkret oder gar nicht.

  65. Wernsen sagt:

    @Ampelmann
    Die durchschnittliche Bettenauslastung liegt auf Usedom wenn ich richtig informiert bin bei 45% in der gesamten Schweiz bei 37,8%. Denke auf Grund des starken Franken könnte die Differenz sogar noch steigen. Ein Problem sind die hohen Steuern in Deutschland, deswegen wurd ja die Übernachtungssteuer gesenkt, dass man wettbewerbsfähig wird. Nur wurde der erzielte Gewinn daraus eben nicht an die Angestellten weitergegeben. Nein man steckt sich alles in die eigene Tasche oder investiert weiter in Betten, die schon lange niemand mehr benötigt.
    Hab Ihre Frage nach meinem Aufenthalt schon gestern beantwortet. Aber eins ist richtig: angeprangert hab ich das alles schon vor ca. 5 Jahren oder etwas früher in einer kleinen Kneipe in Heringsdorf. Von den anwesenden Gastronomen oder Hoteliers an diesem Abend wurde ich damals belächelt.

  66. Wernsen sagt:

    Genug profiliert. Lösungsvorschlag zur Güte: Kostenlose Vermietung hoteleigener Ferienwohnungen bzw. Anmietung eben solcher für eigene Angestellte. Verpflegung im Haus (denke das ist bereits Standard). Nettolohn von Minimum 900€ je nach Qualifikation und Betriebszugehörigkeit mehr. Denke damit kommt man gut hin und die Hoteliers haben ihre Buden das ganze Jahr belegt und müssen sie nicht unter Wert vermieten.

  67. arnie sagt:

    …das teuflische ist eben, der Mensch lernt nicht’s.
    Manchmal noch nicht mal, wenn es richtig weh tut…, die Liste der Beispiele dafür ist endlos. Es ist nicht weit her mit dem “intelligentesten Lebewesen”…, es stimmt wohl eher, dass wir das räuberischste und brutalste Lebewesen sind.

    Und so sieht das dann auch im Alltag und in den hier strapazierten Themen aus. Jeder ist sich selbst der Nächste (Arsch) an der Wand…und nur wenn es mal richtig “Aua” gibt, ändert sich vielleicht mal was !

    Also das mit dem Badetag würde mich schon mal interessieren, allerdings scheint der Leidensdruck noch zu gering …, Schade !

  68. Wernsen sagt:

    Moin.
    @arnie
    Das Problem ist, ein Azubi darf oder kann solch einen Badetag nicht organisieren und die Endfuenfziger denken sich wahrscheinlich “was kuemmerts mich? Ich zieh mein Stiefel noch durch und gut ist.” Dazwischen gibts doch nicht mehr viel.
    Ich betone, ich mach mir lediglich Sorgen ueber die Zustaende auf dieser Insel hinsichtlich Qualitaetsverfall in den Hotels und Restaurants. Vielleicht irre ich mich, dann entschuldige ich mich, oder meine Ansprueche sind durch meine im Ausland gewonnenen Eindruecke zu hoch. Im uebrigen dienen dort nordostdeutsche “Herrenmenschen” mit grosser Freude.

  69. Lauda sagt:

    Wenn ich das hier teilweise so lese dann kann ich nur stauen !
    Ich bin vor ca. 2 Jahren hier auf die Insel gekommen ( komme aus den alten Bundesländern ) , egal in welcher Branche ob im Hotel und Gaststättengewerbe , ob auf dem Bau oder sonst wo , es bekommt hier auf der Insel und ins fast ganz Mc. Pomm kein Arbeitnehmer den Lohn der ihm zu steht , es sei den er ist Gewerkschaftlich organisiert und sein Betrieb ist Tarifgebunden ! Alle Anderen sind Freiwild der Arbeitgeber und da gehts nach dem Motto ” Friss oder Stirb ” !
    Wenn sich dann die Arbeitnehmer mal aufraffen könnten, würden sich organisieren und würden den Gewerkschaften beitreten um eine ” starke Gemeinschaft ” zu sein die mit breiter Brust vor die Arbeitgeber treten könnten dann würde sich schon viel ändern !
    Eigentlich müssten die Leute doch gesehen haben was man in ” Gemeinschaft ” erreichen kann ( den Fall der Mauer und das Ende der DDR ) anstatt sich daran zu erinnern herscht hier immer noch Misstrauen und Angst ( will der mir wirklich helfen ….. ?????)
    So lange die Leute ( Arbeitnehmer ) diese Angst nicht ablegen und ihre Löhne und Arbeitsbedienungen nicht an die Öffentlichkeit bringen , sich helfen lassen zb . von Gewerkschaften wird sich auf dieser Insel nichts ändern !!

  70. arnie sagt:

    Niki :-) Lauda

    kann ich hier nur recht geben und dem
    ist nicht viel hinzu zu fügen !

    Diese ganze Misere ist auch existent , weil sich zu viele Menschen genau das gefallen lassen…

    und @ wernsen
    ..verstehe, aber auch Azubis müssen mal baden…

    Also auf zum Badetag !

    :-)

  71. frank kerber sagt:

    zu Lauda

    Stimmt nicht ganz. Vor einiger Zeit gab es auf der Insel mal eine freihändig vergebene Stelle für 200 000,00€. Da hätte man schon mal drüber nachdenken können. Und Gewerkschaft oder Tarif war glaube ich auch nicht?

  72. inselsveni sagt:

    Laut Wirtschaftsministerium lag der durchschnittliche Lohn im Tourismusgewerbe in MVP im Jahr 2011 bei 12.500 Euro brutto p.a. (Vollzeitäquivalent!) Viel mehr braucht man dazu nicht zu sagen, denke ich. Der Vergleichswert aus Sachsen beträgt z.B. 18.000 Euro brutto p.a., ebenfalls Vollzeitäquivalent gerechnet.

    @Ampelmann:
    - Säbelrasseln wäre ja untertrieben
    - Aufbrausend treffend

    Ich bin hier auf Usedom groß geworden. Mein Großvater war Kurdirektor von Heringsdorf. Ich bin mit der Gastronomie groß geworden.

    1. Mieten für 2 Raum Wohnungen ca. 8 bis 12€ Warm

    2. günstiger Wohnraum wenn dann nur im Hinter ähm Achterland. Dann aber auch Mobilität vorausgesetzt.

    3. Habe Auslandserfahrungen von Afrika über Dubai, Österreich, Schifffahrt und ja Usedom.

    4. Unser Lohnniveau und auch wenn nach Tarif gezahlt wird, ist und bleibt lächerlich gering. Der Tarif wird nicht verhandelt oder bestreikt durch Arbeitnehmer da der Gewerkschaft Mitglieder also Geld zum Streiken fehlt.

    5. Meine Erfahrungen haben gezeigt das der netto Stundenlohn zwischen 5,88 und 6,40 bei 170 Stunden liegt.
    @Ampelmann : ich weiß du willst Belege sonst glaubst Du ja eh nix, aber bitte sei realistisch.

    Für mich steht fest, das ich der Gastronomie über kurz oder lang definitiv den Rücken kehren muss. Lohn und Anforderungen sind auf Usedom niveaulos und bei meiner Familienplanung aussichtslos.

    Aber wie ich einst in Österreich den Begriff Wanderarbeitnehmer kennenlernte, da ich ja einer war, stelle ich nicht mit erstaunen fest, das viele viele Ketten (Hotel), Pensionen, Restaurant´s unsere Kollegen vom Nachbarland anwerben.
    Für die ist allerdings unser Lohnniveau auch nicht mehr so reizvoll. Aber das merken die Arbeitgeber der Insel Usedom auch erst dann, wenn der letzte Wagon vom Abwanderungszug an Ihnen vorbeigerauscht ist.

    Mfg inselsveni

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