Der Untergang von Vineta – oder wie es wirklich war
Ein Gastbeitrag von Willi, Kommentator hier auf dem Blog und auch als www bekannt. Nein, nicht world wide web, sondern Willi will wissen.
Es war einmal ein beschauliches kleines Eiland, auf dem lebten viele Eiländer und Nichteiländer friedlich miteinander. Alle gingen ihrem Tagewerk nach und stärkten so das Gemeinwohl. Einigen der Eiländer wurde das auf die Dauer zu langweilig. Sie überlegten, wie sie das schöne Miteinander nachhaltig zerstören können, um dann die Macht auf dem Eiland zu übernehmen.
Nun gab es auf diesem schönen Eiland ein noch schöneres Käsebad. In diesem noch schönerem Käsebad gab es einen Generaloberkäsemeister. Dieser herrschte mit den „Ratlosen Zwölf“ in absoluter Machtfülle, hatte es sich mit diesen und einigen weiteren Getreuen im Käse recht bequem gemacht und spielte mit dem Gedanken, sich nun das schöne Eiland zum Untertan machen.
Ein machtvoller Plan wurde geschmiedet. Unter den Bewohnern des Käsebades wurden Zwietracht gesät und Intrigen gesponnen. Entscheidungen wurden nicht mehr mit den Bewohnern des Käsebades besprochen, sondern der Generaloberkäsemeister entschied selbstherrlich für sein Wohl und sorgte dabei auch immer sehr gut für das Wohl seiner Getreuen, auf dass diese ihm die Treue hielten.
Auf die Frage eines kleinen Jungen, warum er denn so böse Sachen macht, antwortete der Generaloberkäsemeister mit den Worten: „Ich tue das nur zu eurem Besten. Ich liebe Euch doch alle.“
Eines schönen Tages zerstritt sich der Generaloberkäsemeister mit einem seiner Getreuen. Dieser hatte es gewagt, die Intrigen nicht mehr mitmachen zu wollen. Also musste dieser Abweichler sofort beseitigt werden, sonst könnten ja noch mehr kritische Geister auf die Idee kommen, die Macht und die Herrlichkeit des Generaloberkäsemeisters in Frage zu stellen. Er holte sich finstere Vasallen an seinen Hof, die für ihn die schrecklichen Taten vollstreckten.
Einer dieser Vasallen war dem Generaloberkäsemeister in der Vergangenheit schon positiv aufgefallen. Der tapfere Recke trug nämlich eine herrlich schimmernde Rüstung, die zwar von weitem schön anzuschauen, bei näherer Betrachtung aber außen voller Beulen und innen voller kleiner Widerhaken und war. Diese halfen ihm, die Rüstung immer anzubehalten. Man konnte ihn daraus nicht entfernen. Die Beulen kamen von seinen vielen Streitigkeiten, die er teilweise abseits der Turnierplätze ausfocht.
An einem heißen Sommertag war es diesem tapferen Recken endlich gelungen, die meisten Eiländer und viele Nichteiländer gegen sich aufzubringen. Bei einem Turnier fiel der tapfere Recke dann auch ganz plötzlich vom Pferd, niedergestreckt von einer versammelten Gesellschaft der Union für Turnier-Gerechtigkeit.
Von nun am nahmen die Dinge ihren unheimlichen Lauf. Einige Eiländer und Nichteiländer ließen sich von den Intrigen des Generaloberkäsemeisters und seiner Vasallen täuschen. Sie merkten nicht, dass sie vom Generaloberkäsemeister und seinem trojanischen Schlachtross zu blindem Hass gegen die Union für Turniergerechtigkeit aufgestachelt und so den Interessen des Generaloberkäsemeisters und seines Recken zu Diensten waren.
Das „trojanische Pferd“ oder „tapferer Recke“ erfüllte also seine Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit des Generaloberkäsemeisters.
Und zu jener fernen Zeit lebte auf dem schönen Eiland auch ein greiser Seher. Der lebte in einer Art Kabinett und beobachtete alles ganz genau durch seine dicke Lupe. Niemand kam vor den Fall und kein Blatt bewegte sich, ohne dass er es mit spitzer Feder hinrichtete. Vor seinen Schriften fand keiner Gnade, so spitz war seine Feder, so groß sein Wissen, das er täglich frisch seiner Kultklassiker „Die Urwaldgemeinschaft“ entnahm. Danach war nämlich immer besonderes Wissen in seinen Augen, das Wissen war bei Ihm und er war das Wissen.
Eines Tages entnahm der Seher den Eingeweiden eines jüngst zu Tode geschriebenen Drachen, dass dem „tapferen Recken“ böses Unrecht geschehen war. Er besah den Flug der Vögel und las den Kaffeesatz. Dann deutete er die Vorgänge um den „tapferen Recken“ in der ihm angeborenen Weisheit und hielt den unbedarften Eiländern seine weise Erkenntnis im Spiegel vors Gesicht. Leider konnten ihn die meisten Eiländer nicht verstehen, aber das war nicht weiter schlimm, denn er verstand sie auch nicht. Aber sie hörten ihn und seine Weisheiten.
Auf dem einst so schönen Eiland herrschten endlich Hass, Neid und Missgunst. Der Generaloberkäsemeister war zufrieden. Doch es mehrten sich unbotmäßige Äußerungen und respektlose Fragen zum Zustand des einst ach so schönen Eilandes und dem noch schöneren Käsebad. Um sicher zu stellen, dass nur „Richtige“ Antworten den Fragenden zu Gehör kamen, gründete er mit den „Ratlosen Zwölf“ einen Ausschuss. Dieser Ausschuss sollte nun brutalst mögliche Aufklärung im Käsebad treiben, weshalb ihn die Käsebadeinwohner auch „Brutaler Ausschuss“ nannten. Um sicher zu stellen, dass der Brutale Ausschuss auch ordentliche Arbeit machte, besetzte der Generaloberkäsemeister den Ausschuss solange neu, bis er mit seiner Zusammensetzung zufrieden sein konnte.
Außerdem richteten er und seine Getreuen ein Komitee ein, um die Macht im Käsebad und auf dem Eiland neu zu ordnen. Die eigens dafür geründete Gesellschaft „Käsemeisters Trojanisches Schaukelpferd“ war unter Kontrolle des Komitees. Und der Führer der Gesellschaft Namens „Der Ruhende“ war fortan trunken vor Freude und dem Generaloberkäsemeister willenlos ergeben.
Vom Wehklagen des tapferen Recken und den Spiegelungen des Sehers angelockt, machte sich eines schönen Tages ein edler Rittersmann auf den Weg, um dem „tapferen Recken“ seine Hilfe angedeihen zu lassen. Dieser edle Rittersmann namens „Don Chromos“, der Name kam von seiner ebenfalls glänzenden Rüstung, kämpfte todesmutig gegen die „Windmühlen“ oder Drachen, die es gewagt hatten, sich dem „tapferen Recken“ nicht zu unterwerfen.
Von diesem Schauspiel waren einige der Eiländer so irritiert, dass sie den „Rat der Götter“ anriefen. Das taten die Menschen in der Antike meistens, wenn sie sich Vorgänge nicht erklären konnten.
Bei all diesem haben die Eiländer gar nicht bemerkt, dass sich die Welt veränderte. Sie wurde stürmischer und die Fluten stiegen. Da die Eiländer so mit sich beschäftigt waren, vergaßen sie, sich den geänderten Bedingungen anzupassen und bessere Angebote zu entwickeln, welche die Deiche gestärkt und das Eiland vor dem Untergang gerettet hätten. Irgendwann überrollten dann die Fluten das schöne Eiland.
So war das mit dem Untergang von Vineta wirklich.
Auf dem fernen Festland begann man sich für das tragische Schicksal des so schönen Eilandes zu interessieren. Hatten sich doch mehrere Eiländer hilfeschreiend aufs Festland gerettet.
Ein Generaloberaufklärer versucht, Licht in die dunkle Geschichte des Käsebades und des Eilandes zu bringen. Beim tapferen Recken scheint er schon etwas gefunden zu haben. Beim Generaloberkäsemeister und seinen Vasallen untersucht er noch. Vielleicht können ihm ja einige mutige Eiländer bei der Aufklärung der tragischen Ereignisse auf dem schönen Eiland und in dem noch schöneren Käsebad behilflich sein.
Willi Meierchen
Nachsatz des Autors:
Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und aktuellen Vorgängen irgendwo auf dieser Welt sind rein zufällig und nicht gewollt. Auf Wunsch bestätigt des Autor jedem, dass es dieses schöne Eiland und das noch schönere Käsebad mit all seinen Geschichten nie geben hat und es nur der Fantasie des Autors entsprungen ist. Sollten sich aber dennoch findige Journalisten oder Juristen mit dem Text intensiver auseinandersetzen wollen, so seien ihrer Fantasie bei der Recherche keine Grenzen gesetzt.
Meine Herren, Willi, da hast Du dir aber eine wilde Räuberpistole ausgedacht.
Union für Turnier-Gerechtigkeit und Käsemeisters Trojanisches Schaukelpferd würde ich mir an Deiner Stelle patentieren lassen.
@Jürgen
War Willi nicht alleine. Autor war Willi Meierchen. Aber die reale Welt schreibt manchmal viel bessere Geschichten, wie man die letzten Tage so miterleben konnte.
Es überkommt einem beim lesen ein Lachen. NAch der jüngsten Zeit auch mal was schönes- Leider aber durch den ernsten Hintergrund wird es ein bitteres Lachen, weil soviel Wahrheit in der Geschichte steckt …
Willi meint, jeder kann etwas zur Wahrheit beitragen.
…außer dem Seher und Don Chromos!
hallo willi meierchen!
respekt!!!!
ein vorschlag zur käsebadhymne
http://www.youtube.com/watch?v=4tw8yPfxLWs
helge schneider mit käsebrot
So.
Meierchen will wetten.
Es setzt 50,-€ darauf, dass wir in den nächsten Wochen erfahren, dass Dr. Rühle mit den 3 Monaten zur Sanierung/Erneuerung der KTS nicht auskommt.
Und für “kleines Geld” noch etwas weiterarbeiten muss!
Wer hält dagegen, bietet mehr?
Die Wette nimmt keiner an.
Nicht mal der Käsegeneralobermeister?
Ich überlege gerade, ob ich eine Wette anbiete, dass Herr Dr. Rühle mindestens bis Jahresende bleibt.
aber nur unter aufstockung der Bezüge…
@Jürgen
Gewonnen. Gewonnen. Gewonnen.
Er ist trunken vor Freude seinem Herrn und Meister ergeben.
Aber Falls der Oberkäser nicht bis zum Jahresende durchhält, was dann?
Den wirft nichts und niemand um. Und er selbst wirft schon gar nicht hin, würde den Verlust des Pensionsanspruchs bedeuten.
@ unbekannt
Aufstockung? Möglich, wer will schon auf Dauer für kleines Geld arbeiten.
Meierchen hält die nicht. Schließlich kostet der nicht mal 6.000 € im Monat und das bißchen Geld haben wir doch!
Klein ist eben eine relative Größe.
Vor allem, wenn es sich nicht um eigenes Geld handelt.
Keine Sorge Jungs. Der brutale Ausschuss wird alles aufklären. Brutalst mögliche Offenheit. Fragt doch mal den Seher.
Der Seher guckt RTL. Der sieht das erst morgen.
Für alle die sich später im Kömödienstadel “Les Miserables” zugeschaltet haben eine Wiederholung der Causa efficiens:
Wird doch niemand so naiv sein zu glauben, dass ein kurzes Wintergewitter mit öffentlich desaströs zelebriertem Katastrophenmanagement charakterliche Eigenschaften involvierter Schauspieler ändern wird ?
Auri sacra fames. – Der verfluchte Hunger nach Gold.
“Les Miserables” ist ganz schlecht gewählt. Dort überwindet Ethik das Elend. Hier ist es doch genau umgekehrt.
@ 15 Meierchen
Wie Herr Merkle schon schrieb, klein in Heringsdorf ist etwas anderes als klein im richtigen Leben.
Wer würde nicht gerne für 3900 Euro im Monat in einem warmen Büro meditieren, die wöchentlichen Heimfahrten bezahlt bekommen und auch noch kostenlos im Hotel wohnen.
Wirklich kleines Geld. Aber nur nach Kaiserlich-Heringsdorfer Maßstäben.
Und lieber Herr Merkle, Sie sind schuld. Man bietet seine Leistung nicht kostenlos an. Das war wirklich dumm, gerade Sie sollten es besser wissen. Sie hätten mindestens kleines Geld verlangen müssen. Kostenlos wird nicht geschätzt.
@claus
An die Leuterung vom Generalkäser, seinen Kumpanen und Vasallen glaubt hier schon lange keiner mehr. Aber wenn der kleine Junge weiter Fragen stellt, wird er schlau und groß. Und wenn er schlau und groß ist macht er Schluß und jagt die ganzen Käsejogis in die Ostsee. Unsere Aufgabe sollte es sein, den kleinen Jungen (man könnte auch sagen den Wähler) zu informieren.
@Warmbader
3.900 € pro Monat fürs dumm rumsabbeln.
0,30 € pro gefahrenen Kilometer (im Monat ca. 2.000 km)
60 € pro Übernachtung (im Monat ca. 20 Übernachtungen)Bezahlung des Prof. für Hilfestellung bei der Gesellschaft “Käsemeisters Trojanisches Schaukelpferd”(ca. 100 h im Monat a 30€)
Büro und Sonstiges ca. 500 € pro Monat
Summe: D er R uhende (die Bedeutung Dr wird immer mehr erweitert) kostet das Käsebad ca. 9.000 Taler jeden Monat.
Jetzt versteht Willi erst, warum der der alte GF wegmusste. Der war zu billig und im Kopf hatte er auch noch was. Von Jürgen ganz zu schweigen.
Genau —– der Merkle hat schuld.
Puh bin ich froh, dass wir endlich WEN gefunden haben.
Wir sollten sofort zur Bestrafung schreiten. Wie wäre es mit öffentlichem Seiltanz im Rathaus oder auch den Todessprung vom Teppichrand im Darkroom.
zu 7. Meierchen:
Ich halte die Wette. Ich setze 2,50 Eur dagegen. Ich erinere an mein Angebot eines Volkshochschulkurses für den Ruhenden.
Aktuell interessiert mich was jetzt mit dem Assi passiert. Vielleicht wird der ja strömender KTS Geschäftsführer. Dann hätte ich 50 Eur gewonnen und KK hat seine Haut gerettet und kann seinen Assi ohne Angst rausschmeißen.
Also Freunde am 1.April gibt es ja ein richtige Personal-Karussell. Wo bekommen wir bloß die vielen Geschäftsführer her?
@ Warmbader
Das ist eine interessante Sichtweise, aber wenn es in der Sache hilft, gebe ich gerne den Generalschuldigen.
@ wilfried
Seiltanz im Rathaus lehne ich ab. Über den Todessprung vom Teppichrand können wir reden. Aber erst, wenn wir über die Gage gesprochen haben. Ich bin lernfähig, deshalb gibt es nix mehr umsonst.
Gut so Jürgen, wirst ja doch noch ein guter Kapitalist. Nur weiß ich, dass Deine Soziale Ader Dich doch leiten wird. Ich hatte natürlich auf den Seiltanz gehofft, aber den Sprung nehme ich auch.
Allerdings soll das ja eine Bestrafung für den ….schuldigen sein, Geld ist nicht. Aber für den General….. bekommst du die Hälfte vom Gewinn der Wette von Meier (abzgl. meines Einsatzes).
Einverstanden.
KTS-Geschäftsführer könnte doch auch die verbeulte Rüstung mit den Widerhaken werden.
Das würde dann so verkauft, dass das die neue Ausrichtung der KTS ist, nach der das Käsedorf mehr eigenes Marketing benötigt.
@wilfried
Das mit dem strömenden GF geht nicht so einfach.
Hat der Oberkäser nicht aufgepasst.
Erst soll “Der Ruhende” mit viel Ruhe (Zeit und Geld von der Gemeinde) Ruhe und Vergessenheit stiften.
Dann soll das Trojanische Schlachtross oder “tapferer Recke” reanimiert werden.
Oder es wird zur Verbesserung der Geld-ströme bei der Gesellschaft “Käsemeisters Trojanisches Schaukelpferd” das Vier-Augen-Prinzip eingeführt. Zwei GF können mehr als einer.
Der eine lässt Geld und Informationen strömen und andere organisiert Turniere und Schaukämpfe. Und überwachen tut sie “Der Ruhende” der dem Oberkäser trunken vor Freude berichten wird.
Und wer hat natürlich Schuld an allem? -> Jürgen
Eindeutig zu viel Käse hier. Fängt schon an zu riechen.
@ #23 Willi
Der Ruhende ist dem Generalkäser noch weit mehr wert als die 9.000 Taler monatlich – schließlich hat der Ruhende nicht nur für sich allein zu sorgen. So lässt der Ruhende u.a. jeden seiner seltenen und deshalb besonders wertvollen Gedanken von seinen Berliner Anwälten überprüfen (und rate mal, wer zum Schluss für die Kosten aufkommt…)
Und damit der Prof. sich beim Ableisten der bezahlten Überstunden nicht benachteiligt fühlt, hat ihm der Generalkäser auch noch ne Wohnung aus dem Käsebadbestand besorgt (natürlich zahlt der Prof. dafür nix – fällt unter Förderung der Wissenschaft und schönen Künste…)
Man muss sich schon die Augen darüber reiben, was auf diesem schönen Eiland und dem noch schönerem Käsebad so los ist. Wer da mit wem, was und wiso und überhaupt?
Die Diskussion begann mit “Don Chromos” und dem “Greisen Seher” über den “Tapferen Recken” und die “Union für TurnierGerechtigkeit”. Dann kamen die Geschichten aus dem “Käsebad” und der Gesellschaft “Käsemeisters Trojanisches Schaukelpferd” dazu. Jetzt spielen der “Professor” und der “Jockl” mit und ein weiterer Mitspieler aus dem Kreis der “Ratlosen Zwölf” ist auch schon erkennbar. Ich tue es ungern, aber ich schließe mich der Forderung von “Don Chromos” an, wollte er doch schon früher wissen “Wer ist die Dame im Spiel?”. Die Schachfiguren werden verrückt aber die Dame ist noch da. Wir sollten uns mehr die Rolle des Generaloberkäsemeisters in diesem Spiel Gedanken machen. Der Stoff reicht für einen Fortsetzungsroman.
Euer Willi