Die Chamartin Meermann Immobilien AG hat zu einem großen Sommerfest am 8. Juli auf die Baustelle an der Heringsdorfer Promenade geladen. Es soll Halbzeit gefeiert werden.
Angesichts dieser Meldung des Real Estate Magazins in der Ausgabe 4/10 zum für den am 7. Juli vorgesehenen Börsengang von Chamartin Meermann wollen wir mal hoffen, dass der gelingt und die Puste auch für die zweite Halbzeit reicht.
Heute würde natürlich ein Klassiker des englischen Fussballers Gary Lineker passen: “Fußball ist ein Spiel, wo 22 Spieler einem Ball hinterherrennen und am Ende gewinnen immer die Deutschen”. Aber ich habe einen herrlichen, der nicht so abgedroschen ist:
It’s like WWII. France surrendered early, US arrives at the last second and we’re left fighting Germany.
Übersetzung: Es ist wie im Zweiten Weltkrieg. Frankreich kapituliert früh, die Amis kommen erst in der letzten Sekunde an und wir sind übrig geblieben, um gegen Deutschland zu kämpfen.
Ich liebe britischen Humor. Dieser Spruch stammt von von Danny Baker, der eine eigene Sendung zur WM bei BBC 5 live hat, am Tag nach dem Einzug der USA ins Achtelfinale.
Wer übrigens die langweilige Berichterstattung der Nachrichtenagenturen und leider auch der Fernsehsender satt hat, dem kann geholfen werden.
Kai Pahl hat auf seinem Blog allesaussersport täglich ein WM2010-Grundrauschen, in dem gerade über die Vorfälle bei anderen Teams deutlich mehr rüberkommt als in den meisten Zeitungen. Abgesehen davon gibt es täglich eine komplette Übersicht über Sportsendungen im Fernsehen und viel US-Sport.
Der Sportjournalist Jens Weinrich berichtet auf seinem Blog direkt aus Südafrika. Es gibt dort auch viel über Sportpolitik zu lesen, besser als alles was unsere Käseblätter auf der Insel zu bieten haben.
Auf der englischen Seite Zonal Marking gibt es hervorragende taktische Analysen der Spiele. Absolut lesenswert.
Und zu guter letzt noch eine Fussballkolumne aus meiner alten Heimat, Anstoss online von Gerhard Steines.
Heute gab es exklusiven Besuch auf dem Heringsdorfer Flughafen. Eine BAE 146 CC2 der englischen Royal Air Force machte auf dem Weg von Schweden nach Polen einen Zwischenstopp. Sie gehört zur Royal Squadron, auch bekannt als Queen’s Flight und ist auf dem Stützpunkt Northolt stationiert. Mit der Maschine sind auch die Mitglieder der königlichen Familie regelmäßig unterwegs.
Die Anbauten am Heck sind ein Raketenabwehrsystem.
Bis in die achtziger Jahre hinein konnte man den Begriff “polnische Wirtschaft” als Schimpfwort gebrauchen. Die Zeiten haben sich seitdem bekanntlich geändert. Sehr geändert. Gestern am späten Abend auf der Heimfahrt von Stettin konnten wir die neue polnische Wirtschaft bewundern. Wir mussten vier Straßenbaustellen passieren. Eine auf der Ausfallstrasse in Stettin, zwei auf der Strecke nach Wollin und eine in Swinemünde auf der Straße zur Grenze.
Dort geschah sagenhaftes. Unglaubliches. Skandalöses. Auf diesen Baustellen wurde gearbeitet. Nachts. Damit man am Tage den Verkehrsfluss nicht beeinträchtigt. Für deutsche Straßenbauverwaltungen ist das gleichzusetzen mit dem Untergang des Abendlandes. So etwas geht ja überhaupt nicht. Niemals. Unter keinen Umständen. Wo kämen wir denn da hin. Rücksicht nehmen auf Pendler oder gar Urlauber? Unmöglich.
Dieser Beitrag ist dem Leiter des Straßenbauamtes Stralsund, Ralf Sendrowski, gewidmet.
P.S.: Der Austausch eines Hydraulikzylinders an einer Klappbrücke zählt nicht. Das sind keine Straßenbauarbeiten.
Nach dem Mariza-Konzert gab es dieses Mal einen Doppelpack im Hof des Stettiner Schlosses. Am Dienstag war Gotan Project an der Reihe. Seit 2001 spielen Philippe Cohen-Solal, Eduardo Makaroff und Christophe H. Müller Tango auf ihre Art, auf elektronische Art. Ich bin damals zufällig auf sie gestossen. Cornelia Küng hatte ein Stück der drei Musiker für ihren Auftritt beim Usedomer Kleinkunstfestival verwendet, das mich sofort fasziniert hatte. Ich war sehr gespannt, wie die drei ihre Musik auf die Bühne bringen würden, es ist bei elektronisch geprägter Musik immer so eine Sache. Um es kurz zu machen, es war einer der Höhepunkte in Sachen Live-Auftritte und ich habe da schon einiges hinter mir über die Jahre. Verstärkt mit einer Sängerin, einer Geigerin, einem Gitarristen und einem Bandoneon-Spieler hatte das gesamte Konzert einen unheimlichen Drive. Man verzeihe mir den Anglizismus, aber mir ist kein passendes deutsches Wort eingefallen.
Am Mittwoch dann am gleichen Ort Paco de Lucia. Ich hatte nicht wirklich eine Vorstellung, was uns da erwartete. Ausser dass es etwas mit Flamenco zu tun haben würde. Ich kannte den Namen und ich habe nur eine LP bzw. CD mit ihm: Friday Night in San Francisco, das wohl legendärste Live-Konzert für Akustikgitarren zusammen mit John McLaughlin und Al Di Meola. Es wurde das bisher beste Konzert, das ich sehen durfte. Das erste Stück spielte er alleine auf der Bühne, danach kam dann sein Septett in teilweise neuer Besetzung, mit jüngeren Musikern dazu: Niño Josele (2. Gitarre), Antonio Serrano (Keyboard, Mundharmonika), Alain Perez (Bass), Piranha (Perkussion), Cristo Heredia (Gesang), David de Jacoba (Gesang) und Farruco (Tanz).
Farruco sass bis zu seinem Auftritt bei den beiden Sängern (Gesang im Sitzen war mir auch neu) und klatschte mit. Wir hielten ihn auch für einen Sänger und fragten uns, ob er einfach nur stimmlich indisponiert war. Bis er dann denn ersten kleinen Tanz gegen Ende des Konzerts auf die Bühne zauberte. Das war allerdings nur eine Aufwärmübung für einen fulminanten Auftritt im wahrsten Sinne des Wortes.
Am Ende dieses herrlichen Konzertes gab es für mehr als 15 Minuten beinahe orgiastischen Beifall. Im nächsten Jahr sind wir auf jeden Fall wieder in dieser intimen, schönen Spielstätte beim nächsten Stettiner Musikfestival.
Heute hat der Usedomspotter seinen 3. Geburtstag. Mittlerweile sind es 413 Beiträge und 409 Bilder. Und es macht tatsächlich immer noch Spaß. Die Bewahrung vieler Gedanken und Schnappschüsse, die sonst der Vergessenheit anheim gefallen wären, ist eine feine Sache. Einfach nachsehen zu können, was im Mai 2008 aus meinem Blickwinkel interessant genug war um es zu dokumentieren, ist ein Gewinn. Also wird es auch ein viertes Jahr geben.
Und da Geburtstagskinder bekanntlich Wünsche äussern dürfen, tue ich das auch: Kommentieren ist leicht, kostet nur etwas Zeit und trägt zu einem lebendigen Blog bei. Also liebe Leser, wenn etwas gefällt oder nicht gefällt, bewegt oder nicht bewegt: Schreiben Sie ihre Meinung dazu. Damit machen sie mir nämlich eine Freude!
In der Gießener Zeitung hat Elke Backert gestern einen schönen Reisebericht veröffentlicht. Er beschäftigt sich unter dem Titel “Ein Weinberg und ein Brausebaum im Achterland der Insel Usedom” ausführlich und detailreich mit Usedom. Das Rätsel um den Benzer Brausebaum wird natürlich auch gelöst. Dazu gibt es noch 24 teilweise sehr gelungene Bilder.
Auf der Webseite ifitwasmyhome.com kann man sich ansehen, welche Fläche der Ölteppich vor der amerikanischen Küste vor der eigenen Haustür bedecken würde. Erschreckend und es wird ja jeden Tag noch mehr.