Korswandt ist Kronprinzenbad

Historisches

Der Kronprinzen-Tisch in Korswandt

Als nach dem Kriege 1866 unser damaliger Kronprinz, nachmaliger Kaiser Friedrich III., aus dem österreichischen Kriege siegesbekränzt zurückkehrte, traf er an diesem (seither eingezäunten Tische) mit seiner Familie zusammen.

Schöne Postkarte aus dem Jahr 1904. Bei dem Kronprinz handelt es sich um Friedrich Wilhelm Nikolaus Karl von Preußen, besser bekannt als 99-Tage-Kaiser. Und da der Suchmaschinenkrake nichts zu dem Thema Kronprinz-Tisch in Korswandt hergibt, beanspruche ich diese Entdeckung einfach mal für mich.

2 Kommentare

  1. Bücherwurm sagt

    vgl. dazu:
    Chronik von Seebad Heringsdorf
    von Erich Hartwig,
    Seebad Heringsdorf 1932,
    Seite 17
    dort wird auch beschrieben, wo die
    Herrschaften damals in Heringsdorf
    wohnten

  2. Spalink sagt

    Die Tischpostkarte hing schon mal etwa 4 Jahre in der Ausstellung der Historischen Gesellschaft und befindet sich in meinem Besitz.

    Damaliger Text:
    Am 10.8. schreibt sie ( Victoria an ihre Mutter) : “ Am Tage, nachdem ich Dir geschrieben habe, kam mein lieber Fritz zurück. Ich fuhr mit den Kindern in den Wald und traf ihn dort. Wir waren beide erschüttert; unsere Gefühle waren recht gemischter Natur, wie Du Dir leicht vorstellen kannst. Er sieht gut aus, ist nur ein wenig dünner und vielleicht älter geworden.
    …Er hat viel durchgemacht, aber er ist so bescheiden, wie alle wahrhaft guten und rechtgesinnten Männer es sein müssen…trotz allem, was er getan hat.“
    Der Reiseschriftsteller Carl Koch aus Koserow schreibt 1874 in seinem Buch „Strand und See“:
    „Zwischen dem Etablissement (jetzt „Idyll am Wolgastsee) und dem See, befindet sich ein Sandsteintisch, umgeben von einem Gitter, an welchen sich die historische Erinnerung knüpft. Hier begrüßte nämlich 1866 die Kronprinzessin Victoria, welche in Heringsdorf badete, ihren aus dem Kriege glorreich zurückkehrenden Gemahl.“
    Als die Familie des Kronprinzen 1867 wieder einen Sommeraufenthalt in Heringsdorf plante, scheiterte dieses an der Gräfin von Stollberg-Wernigerode die ihr Haus in den Sommermonaten selbst nutzen wollte.
    Ihre Majestät war wie man heute sagen würde “ not amused“ und mied ab sofort Heringsdorf.

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