Gut zwei Wochen liegt der erste große Sturm zurück, den dieser Herbst über die Region gebracht hat. Geblieben ist das Wasser. An der südlichen Zufahrt zur Insel stehen beidseitig der B 110 die Wiesen unter Wasser. Es wird noch Wochen, wenn nicht sogar Monate dauern, bis sich dort wieder der Normalzustand einstellt.
So lange wird auch der Radweg zwischen Usedom und Anklam nicht passierbar sein. Die Brücke auf dem Foto überquert normalerweise einen kleinen Graben, der den Radweg kreuzt.
Der gilt dieses Mal nicht einer Webseite, sondern einem Video von Jon Rawlinson. Dessen Video aus dem zweitgrößten Aquarium der Welt, dem Okinawa-Churaumi-Aquarium, ist einfach nur toll und wunderbar entspannend.
Die Wacholderdrossel hat Verstärkung bekommen, das Gefieder hat eine noch schönere Zeichnung. Unser Rotkehlchen hatte sich schön in Position gesetzt und endlich ist nach unzähligen Versuchen auch ein brauchbares Bild eines Stieglitzes gelungen. Und noch eine Premiere: Ein Star hatte zuerst die Lage erkundet, danach waren dann vier Stück da.
Damit ist der Kinderreim dann komplett:
Amsel, Drossel, Fink und Star
und die ganze Vogelschar
wünschen dir ein frohes Jahr,
lauter Heil und Segen.
Da sollte ja in diesem Jahr nichts mehr schief gehen!
Unseren heimischen Garten würden Freunde gepflegter englischer Gartenkunst bestenfalls als naturbelassen bezeichnen. Das hat für uns neben dem geringeren Pflegeaufwand im Sommer bei Frost und Schnee den Vorteil, vom Frühstückstisch aus ornithologische Studien betreiben zu können. Da wir ordentlich füttern, tummeln sich auf unserer Terrasse und den Sträuchern drum herum teilweise bis zu fünfzig Vögel. Neben den üblichen Verdächtigen wie Feldsperlingen, Kohl- und Blaumeisen, Amseln (mittlerweile sechs davon) und einer Schar Grünfinken kommt seit ein paar Tagen eine Gruppe von zehn Stieglitzen mehr oder weniger regelmäßig vorbei. Auch ein Eichelhäher lässt sich ein mal in der Woche sehen. Ein einsames Rotkehlchen ist mittlerweile so zutraulich, dass es morgens beim ausstreuen des Futters fast auf die Hand kommt.
Heute hatten wir nun zwei Premieren. Ein Buchfinkmännchen gab sich die Ehre und zu unserer allergrößten Verwunderung ein Kuckuck, der zu dieser Jahreszeit eigentlich gar nicht hier sein sollte. Hoffentlich haben wir den Kuckuck richtig identifiziert, sonst habe ich mich hier jetzt unsäglich blamiert.
Nachtrag 17.02.: Da ist sie, die Blamage. Dank einer aufmerksamen und kenntnisreichen Kommentatorin weiss ich jetzt, dass es eine Wacholderdrossel ist. Bis jetzt kannte ich nur Schnapsdrosseln.
Mal sehen, was noch so alles einfliegt, wenn der Schnee noch eine Weile liegen bleibt.