Kategorie Kurioses
Auf usedom-guide.de gibt es einen Shirtshop, der allen Ernstes ein Usedom-Poloshirt mit dem Namen “kotzender Hase” anbietet.

Usedoms Umrisse sehen doch einem kotzenden Hasen verdammt ähnlich?!
Wenn der Hase schon sein Herz erbricht, dann will ich lieber erst gar nicht wissen, was da unter seinem Schwanz hervorkommt.

Ich weiss ja nicht, wie es dem geneigten Leser geht, aber ich werde immer ganz nostlagisch, wenn ich an die Zeiten zurückdenke in denen in Zeitungsredaktionen noch Korrektur gelesen wurde.
Gesehen im heutigen Nordkurier.

Gesehen auf horse-today. Danke für den Tip an die Damen des ALCA-Servicebüros.

Riesen ist kein Adjektiv, sondern die Mehrzahl von Riese. Oder man setzt es als Vorsilbe ein und dann wäre meine Überschrift eine Riesenpeinlichkeit. Der Deppenapostroph neben dem riesigen Golfball macht es auch nicht besser. Die Fehler in dem Faltblatt einer Kleingolfanlage in der Inselmitte hat sich die ebenfalls auf der Insel ansässige Druckerei auch noch mit einem Copyright-Vermerk gesichert.

Zwischen Zempin und Zinnowitz wird an der Bundesstraße ganz offiziell für ein Wirtshaus mit schlechtem Ruf geworben. Zumindest ist das laut wiktionary die Definition von Spelunke. Noch bedenklicher wäre natürlich, wenn dies der neue Gattungsbegriff des zuständigen Straßenbauamtes für das gastronomische Angebot auf Usedom ist.
Der neue Chef der Anklamer Zuckerfabrik ist heisst Sauer.
Verstehen kann ich es ja nicht, das beinahe ekstatische Getue auf unserer Insel über die Filmpremiere von Roman Polanskis neuem Film Ghostwriter. Das ging mir bei den Dreharbeiten aber auch schon so. Was um alles in der Welt ist so besonderes daran, wenn unsere Sonneninsel als Double für eine amerikanische Insel bei miserabelstem Wetter herhalten muss?
Immerhin gab es zumindest in Deutschland viel PR während der Dreharbeiten und jetzt noch einmal durch die Verleihung des silbernen Bären, auch wenn Usedom immer in einem Zuge mit Sylt genannt wurde. Ob das tatsächlich die etwa 200.000 Euro Filmförderung durch die Landesregierung wert war, sei einmal dahingestellt. Auf der offiziellen Filmseite ist von Usedom nämlich nichts mehr zu sehen, von Sylt dagegen sehr wohl.

Einer der Hauptdarsteller, Ewan McGregor, hat übrigens offenbar leichte Schwierigkeiten sich richtig an die Drehorte zu erinnern. Auf n-tv.de wird er wie folgt zitiert:
Die ganzen Dreharbeiten waren eine sehr kalte Angelegenheit. Es war immer regnerisch und grau und feucht.
Im Oberbayrischen Volksblatt erzählt er etwas ganz anderes:
Doch das Wetter auf Sylt und Usedom war viel zu gut. Es vergingen viele Tage mit Warten auf den Regen, und das kostet eine Menge Geld.
Das Leben als Schauspieler muss sehr verwirrend sein.
Die 2007 ins Leben gerufene Initiative ServiceQualität (wer denkt sich eigentlich immer diese blöden Schreibweisen aus?) wird in Mecklenburg-Vorpommern durch den DEHOGA-Landesverband als Lizenznehmer betreut. Ziel ist unter anderem “das Qualitätsbewusstsein von Dienstleistungsunternehmen zu intensivieren”. Mit seinem eigenen Qualitätsbewusstsein kämpft der DEHOGA-Landesverband offenbar noch.

Anders kann man kaum erklären, warum Ende Januar 2010 die nächsten Qualitätscoaches noch am 25. und 26. November 2009 ausgebildet werden.
In der BRIGITTE Nr. 1 war kürzlich ein zweiseitiger Artikel von Stefanie Hentschel über ein Wellnesswochenende in Ahlbeck. An sich schön geschrieben gehen der Autorin aber an der ein oder anderen Stelle die Gäule Möwen durch.
Ich habe Sprotten eingesteckt, um die Möwen zu füttern, allerdings habe ich nicht mit deren Enthusiasmus gerechnet: Ich habe das Lunchpaket noch nicht mal richtig ausgepackt, da stürzen sie sich hitchcockesk auf mich.
Hitchcockesk. Da muss man erst einmal drauf kommen. Vielleicht hätte Sie ja auch gerne Norman Bates als Hoteleigentümer gehabt?
Leider hat sich wie so oft ein böser Fehler eingeschlichen. Die Kaiserbäder wurden kurzerhand an die Usedomer Westküste verlegt. Ich sehe schon die ganzen Gäste mit Ostseeblick abends sehnsüchtig auf den Sonnenuntergang warten.

Noch krasser aber ist der rechte Teil des Bildes und die dazu gehörende Unterschrift:
Doppelt bequem: Vom “Ahlbeck” sind es nur ein paar Schritte an den Strand, wo sich ein steiniger Weg ins Meer windet.
Das ist einfach nur eine dreiste Fälschung, es gibt an der Usedomer Aussenküste keine steinigen Wege ins Meer. Bezeichnenderweise ist das Bild dazu das einzige, welches von einer Agentur zugekauft wurde. Selbst konnte es die mitreisende Fotografin schliesslich nicht fotografieren.

Am Donnerstag gibt es dann bestimmt Schili und am Freitag Natschows.
Gesichtet wurde das Schild an der Bansiner Promenade. Dank an Thilo für das Bild.