Wenn man den Lokalzeitungen trauen kann, ist die Heringsdorfer Gemeindeverwaltung der Auffassung, man habe hinsichtlich des Winterdienstes alles im Griff. Es gebe eine Prioritätenliste, die werde abgearbeitet. Möglicherweise sollte sich einmal jemand mit Ortskenntnis diese Prioritätenliste ansehen, den ganz offenbar hat man einige Straßen vergessen. Bei anderen ist die Priorität so niedrig, dass sich der gemeindliche Winterdienst darauf beschränkt, den Anliegern die mühsam geräumten Grundstückszufahrten wieder zuzuschieben. Von daher sind wir in unserer Ecke des Schulbergs ganz froh, wenn uns gar keine Priorität zugemessen wird. Ein Winterdienstfahrzeug der Gemeinde haben wir schon seit längerem nicht mehr gesehen. Allerdings wird mit schöner Regelmäßigkeit die Zufahrt zu unserem Rondell so zugeschoben, dass sie nicht mehr passierbar ist.

Besonders effektiv ist der gemeindliche Winterdienst am Durchgang zwischen den Wohngebieten “Im Seefeld” und dem Schulberg. Der Schneepflug kommt mit ordentlich Schwung das Seefeld entlang und schiebt die Schneemassen in diesen Durchgang. Damit macht er den Durchgang jedes Mal für Fußgänger unpassierbar. Als Anlieger, der man die Verantwortung gegenüber seinen Mitmenschen bei diesem Wetter ernst nimmt, steht man nur noch fassungslos und wütend vor dem Desaster. Es macht wirklich Spass, auf einer Länge von zwei Metern und einer Höhe von bis zu einem Meter verdichteten Schnee auf die Seite zu schaufeln, um wieder einen Durchgang zu schaffen.
Man nennt es Winterdienst.
6 Kommentare ↓
Das ist das Los des glücklichen Hausbesitzers…
So sind wohl alle im Moment Sklaven der “weißen Pracht”…und somit gehen Einzelschicksale wieder einmal in der Masse unter…
Den Winter muss man hinnehmen, daran kann niemand etwas ändern. Ärgerlich sind nur die Erschwernisse, die eigentlich nicht sein müssten.
Ich möchte mal eine Lehrstunde von dem Schneeflugführer bekommen,der es schafft bei diesen Schneemassen die einzelnen Grundstückzufahrten und Gehwege beim Schieben frei zu lassen.
In diesem harten Winter sollte man miteinander und nicht gegeneinander arbeiten,obwohl es auch einige Verbesserungen geben würde,die aber auch nicht jeder teilen würde.
A.Räsch
Es geht nicht um den Fahrer (von dem Durchgang mal abgesehen), sondern eher darum, dass der Fahrer natürlich auch eine Möglichkeit braucht, den Schnee irgendwo loszuwerden ohne eine neue Behinderung zu schaffen.
Die zur Seite geschobenen Massen liegen zu lassen und auf warmes Wetter zu hoffen ist natürlich eine Option. Aus Sicht der Einwohner aber sicher nicht die wünschenswerteste.
P.S.: Der Bauhof tut was er kann, das ist uns schon allen klar und die Prioritätenliste macht nicht er.
Richtig , dafür haben wir gut bezahlte Führungskräfte!
Aber auch die Einwohner selbst, vor allem Grundstücksbesitzer, müssen mitziehen und dem Bauhof den Schnee nicht wieder auf die Strasse schmeissen.(Natürlich gibt es auch Ausnahmen)
Aber lassen wir es dabei ,bei solchen extremen Wintern wird es immer Stress damit geben.
Bis Samstag beim HSV!
Gruß von Fuerteventura an die Insel Usedom !
Auf Fuerteventura hat es aber hoffentlich keinen Schnee?
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