Buchinger auf Usedom

Der 19-jährige Michael Buchinger ist eine nicht ganz kleine Internetberühmtheit mit eigenem Youtubekanal ( gretlproductions ), er bringt es dort auf über 11.000 Abonnenten und fast 3,5 Millionen Videoaufrufe und auch auf Facebook hat er mehr als 14.500 Fans. Das sind ein paar mehr als unsere Insel dort hat.

Seit einiger Zeit schreibt er für das Online-Mgazin Vangardist eine Kolumne mit dem Namen Buchingers Welt. Und dort hat er in der vergangenen Woche seinen Usedomaufenthalt verewigt.

Als mich meine Großmutter also unlängst dazu einlud, sie gemeinsam mit meiner Mutter im Rahmen eines Pensionisten-Urlaubs auf die Insel Usedom zu begleiten, musste ich nicht lange nachdenken: Usedom ist eine ruhige Insel in Norddeutschland, auf der zu Kaiserzeiten Sommerfrische gehalten wurde. Heute ist die sie vor allem für ihr hohes Bernsteinaufkommen, frische Fischspezialitäten und seit den 1990er Jahren als beliebtes Reiseziel für Rentner bekannt.

Da legt er elegant und mit österreichischem Charme den Finger in eine Wunde, die einige Marketingexperten auf Usedom seit der EM-Berichterstattung eifrig lecken.

Sonnige Tage im Usedomer Seniorenhotel werden damit verbracht, frischen Fisch zu essen und in Strandkörben zu lümmeln, während man seichte Romane liest – ich habe mir sogar angewöhnt, vor dem Umblättern an meinem Finger zu lecken!

Mich hat er mit seiner Geschichte über Usedom und die dabei gewonnenen Einsichten über das Altern sehr gut unterhalten. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, hingehen und lesen.

5 Kommentare
  1. DocW sagt:

    Lieber Jürgen, vielen Dank für diesen Post. Mir wurden die Augen geöffnet, auf welchem Niveau man im Netz veröffentlichen sollte, um Berühmtheit zu erlangen… ;)

  2. HerrLehmann sagt:

    seichte kost eines altklugen teenies.

    schade, dass er nicht zwei wochen später da war. mich hätte interessiert, in welcher form er sich über die spring-break-party beschwert hätte.

    eine (positive) werbewirkung hat es trotzdem. und was ist eigentlich so schlimm daran, nicht als mallorcinische party-insel rüberzukommen?

  3. Manfred Peters sagt:

    Offensichtlich ganz andere Probleme mit der „vorpommerisch-frustikalen“ Art des „Service“ auf Usedom hat ein anderer Zeitgenosse/Spaßvogel!
    „Neulich verbrachte ich einen Tag und eine Nacht in Zinnowitz. Ihren Hass auf die Sommergäste drücken die Einheimischen mit dem Essen aus, das sie ihnen hinwerfen. …“
    Dass es anderswo im Osten auch nicht viel besser ist, macht es für uns nicht besser, tröstet nur ein wenig.

    Wenn dieser Kommentar wieder freigeschaltet, moderiert, zensiert wird, war es mein letzter hier. Das mag wiederum die Leser hier trösten, ich sparte ein wenig Zeit. ;-)

  4. Usedomer sagt:

    Ich glaube, der letzte Satz im Artikel, auf den im Kommentar verlinkt wurde, sagt alles.
    Einfach nur armselig.
    Genauso die 3 Sätze:
    “Warum die Dienstleister die erholungssuchenden Werktätigen hassen? Weil die nicht auch im Winter ihre Buden buchen! Im Winter bleiben die Usedomer unter ihresgleichen und zählen verbittert ihr Geld.”
    Also ich bin auch Usedomer und hab im Winter genügend andere Dinge zu tun, als Geld zu zählen und verbittert zu sein.
    Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal….. usw :-)
    Natürlich muss man trotz allem nüchtern sagen, dass ein Gast auf Usedom nicht so behandelt wurde, wie er es erhofft hat. Und das ist schade.

  5. Ampelmann sagt:

    @usedomer:
    Was haben Sie von denen erwartet?
    Ich würde der Zeitung durchaus zutrauen, unter dem Titel “Der Engel der DDR” eine Homestory über Margot Honecker zu bringen.

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