Der Jubel über den Jahreswechsel ist auch ziemlich banal – schließlich kommt ein neues Jahr jedes Jahr wieder. Jahre sind eine ziemlich solide Ware. Sie werden pünktlich geliefert, und jedes hält, was es verspricht: Genau ein Jahr, keine Sekunde mehr, aber auch keine Sekunde weniger.
Dank der Hartnäckigkeit meiner Tochter gestern die Ausrüstung zum Strand geschleppt. Hat sich dann doch gelohnt, ein polnischer Spaziergänger war am Möwen füttern und das Licht am Strand war, wie soll man sagen, eigenartig.
Heute hatte sich ein Reh auf der Suche nach Futter in unser Wohngebiet verirrt. Seit dem Eisregen am Donnerstag gehen die Tiere praktisch nicht mehr aufs Feld, da sie sich an dem verharschten Schnee die Läufe verletzen. Da die Jäger wegen einer Anordnung der Jagdbehörde in Anklam noch nicht füttern dürfen, es soll wohl erst ab Januar erlaubt sein, gehen die Tiere offenbar ungewohnte Wege.
Hoffentlich hat das arme Tier ohne allzu großen Stress unbeschadet den Weg zurück in den Wald gefunden.
Leider erreichen immer mehr der schönen, großen Buchen in Heringsdorf den Zeitpunkt, an denen bedingt durch ihr Alter verbunden mit den über die Jahre häufig erlittenen Verletzungen eine Fällung nicht mehr zu vermeiden ist. So auch vor kurzem in der Heringsdorfer Maxim-Gorki-Straße. Anders als sonst üblich hat aber der Hauseigentümer einen Teil der Stämme stehen und durch Cathy und Ronny Weiß mit der Kettensäge bearbeiten lassen.
Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Vielleicht lässt sich der ein oder andere Grundstückseigentümer zur Nachahmung anstiften.
Der Jammer mit der Menschheit ist, dass die Klugen feige, die Tapferen dumm und die Fähigen ungeduldig sind. Das Ideal wäre der tapfere Kluge mit der nötigen Geduld.