Beiträge nach Monat: April 2009 ↓

Geschenk eines Frühaufstehers

Familie Hübner war so nett, mir heute sehr schöne Aufnahmen vom Sonnenaufgang am Langenberg zu schicken, für die Herr Hübner früh, wirklich früh aufgestanden ist. Verbunden mit der Frage, ob mir vielleicht eines für den Usedomspotter gefällt. Da kann ich nur sagen: Alle, wirklich alle. Da einer der Vorzüge des Internets gegenüber gedruckten Medien das fast unbegrenzte Platzangebot ist, gibt es jetzt alle fünf Bilder verbunden mit einem dicken Dankeschön nach Bansin.

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Die ewige Konstante - Meck-Pomm ist letzter

Zumindest wenn es um solche Dinge wie Einkommen geht. Zur Zeit ist es ja für Unternehmen vor allem aus der Finanzdienstleistungsbranche en vogue Berichte von Forschungsinstituten erstellen zu lassen, die sich mit Dingen wie verfügbaren Einkommen und ähnlichem befassen. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) hat jetzt einen Netto-Netto-Atlas erstellt.

Üblicherweise werden bei solchen Studien alle Steuern und Sozialabgaben vom Bruttoeinkommen abgezogen, der spärliche Rest ist dann das Nettoeinkommen. In der jetzt vorgelegten Studie ist man einen Schritt weitergegangen. Man hat auch noch alle anderen Ausgaben abgezogen, die laut Bundessozialhilfegesetz lebensnotwendig sind, als da wären: Lebensmittel, Kleidung, Körperpflegemittel, Miete, Energie, Mobilität und Kinderbetreuung. Das Ergebnis wird dann als Netto-Netto bezeichnet.

Wie immer bei solchen Erhebungen (angesichts des Ergebnisses für unser Bundesland sollte man es vielleicht besser als Vertiefung bezeichnen) hat Mecklenburg-Vorpommern mal wieder den längsten Namen und das kleinste Ergebnis. Während beim Spitzenreiter Bayern die Bürger 54,2 Prozent ihres Nettoeinkommens frei ausgeben können, sind es in Mecklenburg-Vorpommern nur 40,6 Prozent. Das hört sich nicht so schlimm an, bei näherer Betrachtung ist es das aber, da Meck-Pomm ja auch bei den durchschnittlichen Einkommen pro Kopf letzter ist und die unterste Einkommensklasse der Studie in unserem Bundesland besonders häufig vertreten ist:

In der untersten Einkommensklasse (weniger als 1 000 €) ist das Netto-Netto-Einkommen negativ, die lebensnotwendigen Ausgaben sind also im Durchschnitt bei diesen Haushalten höher als das Nettoeinkommen (in Höhe von durchschnittlich 764 €). Sofern diese Haushalte nicht auf Ersparnisse zurückgreifen können, müssen die lebensnotwendigen Ausgaben mit Krediten finanziert werden.

Ich weiss nicht, ob ich bei solch einer Bemerkung lachen oder weinen soll. Lachen wegen der Naivität (Finanzierung mit Krediten) oder Weinen wegen der reinen Fakten. Die ganze Studie gibt es auf der Webseite des RWI zum Download.

Fundsache

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Nicht dass es in Zinnowitz keinen Glanz und Glamour gäbe … aber hier liegt wohl eine Verwechslung vor. Gefunden in der heutigen Inselzeitung.

Spruch der Woche

Abwrackprämie, die; Belohnung für die Vernichtung von Gebrauchsgegenständen; ihr Besitzer empfängt die Prämie, die er als Steuerzahler entrichtet. Abgewrackt werden auch Banken, in diesem Fall kommt die Prämie als Bonus den Managern zugute, die für die Pleite gesorgt haben.

Aus dem Alphabet der Krise von Hans Magnus Enzensberger

Die Welt steht Kopf

Den Verdacht hatte ich schon länger, aber wenn jetzt schon amtlich darauf hingewiesen wird, sind wir wohl über das Stadium des Verdachtes hinaus.

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Gesehen an der Trassenheider Straße.

Bahn baut Service für Kunden aus

Stimmt. In fast allen Intercitys von Anklam nach Berlin gibt es kein Bordbistro mehr.

Fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker …

falls Sie einen finden. Das gilt für Usedom jedenfalls an den Wochenenden. Am gerade vergangenen benötigte eine Urlauberin in Heringsdorf medizinischen Beistand für ihr kleines Kind. Erste Überraschung: Den früher üblichen, ganzjährigen Praxisdienst gibt es im Winter (offenbar nur noch Ostern, Pfingsten und in der Hochsaison) nicht mehr, nur noch den Hausbesuchsdienst. Der ob der zurückzulegenden Strecken in seinem Zuständigkeitsbereich von Usedom bis Koserow mehr auf der Strasse als beim Patienten und hoffnungslos überlastet ist. Die Urlauberin erhielt die Auskunft, dass mit dem Besuch des Arztes frühestens in drei Stunden zu rechnen sei. Der Zustand des Kindes verschlechterte sich, die Besorgnis der Mutter wuchs, was also tun? 30 Kilometer bis zum Krankenhaus nach Wolgast fahren? Man rief dann den Notarzt an, der für solche Fälle eigentlich nicht vorgesehen ist. Die nächste Überraschung erlebte die Urlauberin, als sie versuchte in den Kaiserbädern am Samstag eine Bereitschaftsapotheke zu finden, um das Rezept einzulösen. Gab es nicht. Die Apothekenbereitschaft war in der Stadt Usedom, 25 Kilometer entfernt.

Ich bin weit davon entfernt, den Ärzten oder Apothekern einen Vorwurf zu machen. Die werden ihre guten Gründe haben, die vermutlich in der 3794. sogenannten Gesundheitsreform liegen (Anmerkung an mich selbst: Mach endlich mit der romantischen Vorstellung Schluss, eine Reform bringe eine Verbesserung). Mal ganz abgesehen von der Verschlechterung der Versorgung auch für die Einwohner, welch fatalen Eindruck macht denn so etwas auf Urlaubsgäste?

Hier, liebe Touristiker von Vereinen und Verbänden, läge doch eine Aufgabe abseits von weltbewegenden Dingen wie Null-Emissions-Insel oder kleinkarierten Streitigkeiten über Namen und Namenszusätze. Vielleicht lässt sich ja mit vereinten Kräften etwas heilen im Interesse von Einwohnern wie Gästen. Die besagte Urlauberin sehen wir auf jeden Fall in den nächsten Jahren nicht mehr wieder und aus ihrem Bekanntenkreis wohl auch niemanden mehr.

P.S.: Zahnschmerzen durfte man an besagtem Wochenende auf der Insel auch nicht haben. Zahnärztliche Nothilfe gab es nur in Anklam und Wolgast.

Endlich Frühling

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Gesehen an der Benzer Kirche.

Kaiserbädersaal exklusiv

Wie es sich für einen guten Spotter gehört, mal wieder ein paar exklusive Bilder, diesmal vom neuen Foyer des Kaiserbädersaals in Heringsdorf. Der hiess bis vor kurzem noch ganz profan Kursaal, wurde aber jetzt im Zuge der Bauarbeiten für das Foyer umbenannt. Sehr schöne, filigrane Konstruktion, die mit den schlanken, aufstrebenden Säulen etwas von einer Kathedrale hat. Um die 12 Säulen herum sind jeweils 3 Strahler in den Boden eingelassen, die einzeln angesteuert werden und jede beliebige Farbe erzeugen können. Die Beleuchtungsproben in den Abendstunden waren sehr eindrucksvoll. Bei Veranstaltungen dürfte das Passanten den Eindruck eines großen Aquariums machen. ;-)

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Der Eigentümer des MARITIM hatte schon immer ein Faible für ausgefallene Sitzmöbel.

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Zwei 3,50 Meter hohe und jeweils etwa 150 Kilogramm schwere Kronleuchter sorgen für Erleuchtung der Gäste.

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Nach der Fahrt mit dem gläsernen Fahrstuhl kann man auf der Dachterrasse die Morgensonne und die Aussicht geniessen.

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Dauerbadegast

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Tante Frieda ist eisern. Neugierigen Blicken entzogen testet sie jahrein, jahraus 24 Stunden am Tag mit dem großen Zeh die Wassertemperatur in einem hoteleigenen Pool auf der Insel Usedom. Die Wettervorhersage macht gewisse Hoffnungen, dass andere bald ihrem Beispiel folgen.