Große Ehre für den Chefkoch des Hotels “Ahlbecker Hof”. Im aktuellen Magazin der Süddeutschen Zeitung (Heft 41) stellt er in der Rubrik Essen - Nimm 3 sein Rezept vor. Bei Nimm 3 geht es darum, kurze und schnelle Rezepte vorzustellen, für die immer nur 3 frische Zutaten benötigt werden. Hark Pezely tritt damit in die Fußstapfen von bekannten Köchen wie Eckart Witzigmann, Hans Jörg Bachmeier und Joël Robuchon.
Er stellt einen rosa gebratenen Rehrücken auf Kürbispüree und Balsamico-Pflaumen vor. Das Rezept gibt es hier.
Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Bankenkrise auch unsere schöne Insel erreicht. In Heringsdorf auf dem Schuldenberg ist es dann passiert: Die erste Bank ist zusammengebrochen. Wie auf dem nachfolgenden Bild unschwer zu erkennen, liegt die Ursache des Bankencrashs an schwerer, innerer Fäulnis.
Die Absicht unserer Regierung in Bärlin, das Bankenwesen durch Verstaatlichung vor dem Zusammenbruch zu retten, lässt die Bankrotteure aber schon wieder von einer schönen neuen Bankenwelt träumen. Heimlich wurde bereits an der Wiederauferstehung gearbeitet:
Am Ende hatte Erich Honecker doch recht: “Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.” Er hat nur die Tiere verwechselt. Richtig muss es heissen: “Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Bär noch Bulle auf.”
Die Beliebtheit unserer Insel gerade bei den Bärlinern ist ja kein Geheimnis und dass am Wochenende bei uns der goldene Herbst ausbricht, soweit man dem Wetterfrosch trauen kann, auch nicht. Diese Kombination, die hohen Benzinpreise und diese unbeschreiblich unbequemen Regional-Expresse der DB lassen den ein oder anderen Bärliner schon mal zu unkonventionellen Mitteln greifen, um nach Usedom zu gelangen. Aber das geht dann doch etwas zu weit:
Gegen 11 Uhr erreichte der Bus der Linie M 37 die Endhaltestelle “Hahneberg” an der Ecke Heerstraße/Gärtnereiring. Nachdem die anderen Fahrgäste das Fahrzeug verlassen hatten, bedrohte ein 41-Jähriger den Fahrer mit einem Messer und verlangte die Weiterfahrt nach Usedom. Dem kam der Fahrer nach. Es gelang ihm jedoch unbemerkt, über seine Leitstelle die Polizei zu benachrichtigen. Als die alarmierten Beamten an der Endhaltestelle eintrafen, war der Bus bereits abgefahren. Aufgrund einer weiteren Meldung des Busfahrers wurde bekannt, dass er auf der B 5 in Richtung Berliner Ring unterwegs war. Die Besatzung des Einsatzwagens nahm die Verfolgung auf und konnte den Doppeldecker auf dem Berliner Ring zwischen den Anschlussstellen Spandau und Brieselang feststellen. Wegen eines Baustellenstaus musste der Bus auf der Autobahn anhalten. Der Kidnapper verließ den Wagen und wollte flüchten, wurde aber von den Polizeibeamten überwältigt und festgenommen. Der 43-jährige Busfahrer erlitt einen Schock und wurde am Ort vom Rettungsdienst behandelt.
Entnommen einer Pressemeldung der Bärliner Polizei. Der Usedomfreund wird sich wohl einige Zeit mit Träumen von unserem schönen Strand behelfen müssen und dem Busfahrer sei von dieser Stelle aus gute Erholung von seinem Schock gewünscht.
In Tagen wie diesen, in denen der Begriff Kapitalverbrechen eine ganz neue Definition erfährt, dreht sich auch der Spruch der Woche ums Kapital.
Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn, 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle
menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, dass es nicht riskiert.
Berühmt geworden ist der Spruch durch Karl Marx, in Wahrheit stammt er aber von dem englischen Schuhmacher und Gewerkschafter Thomas Dunning.
Nachtrag 10.10.2008: Neben dem Begriff Kapitalverbrechen wird auch der des Bankräubers gerade neu definiert.
Im März diesen Jahres gab es eine sehr heftige Auseinandersetzung zwischen unserem Innenministerium und dem Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) über die Entwicklung von Straftaten im grenznahen Raum nach dem Beitritt von Polen zum Schengener Abkommen. Das Ministerium behauptete, die Kriminalitätsrate im Bereich der Grenze zu Polen sei nach Abschaffung der Grenzkontrollen zurückgegangen und der BDK das genaue Gegenteil. Laut Ostsee-Zeitung von heute hat unser Innenminister gestern auf einer Pressekonferenz im Rahmen der “Danziger Gespräche” eingeräumt,
es gebe “punktuelle Anstiege von Kleinkriminalität” etwa auf der Insel Usedom.
Das kann man dann wohl als Punktsieg für den BDK bezeichnen. Trotz dieser Aussage versteigt sich in der gleichen Pressekonferenz Bundesinnenminister Schäuble zu der Aussage, die Grenze zu Polen sei sicherer geworden. Seltsame Logik, aber es kommt noch besser. Zitat Ostsee-Zeitung:
Mobile Streifen im Grenzgebiet hätten den Fahndungsdruck noch erhöht, so Schäuble in einem Vortrag. Wenn Statistiken jetzt höhere Kriminalitätszahlen auswiesen, sei das eher ein Erfolg: “Diese Taten kannten wir vorher noch nicht.”
Wie soll man denn das verstehen? Höhere Kriminalitätszahlen sind ein Erfolg? Man muss vermutlich schon sehr lange in der Politik sein, um höhere Kriminalitätszahlen als Erfolg zu deuten. Frei nach dem Motto: Wir reden alles schön. In Wahrheit bedeutet das doch nichts anderes, als dass in der Vergangenheit die Kriminalitätszahlen die wahre Situation nicht wiedergegeben haben. Dazu fällt mir ein schöner Aphorismus von Georg Christoph Lichtenberg ein:
Der eine hat eine falsche Rechtschreibung und der andere hat eine rechte Falschschreibung.
Wenigstens verstehe ich jetzt die Logik hinter dem jahrelangen Stellenabbau bei Landes- und Bundespolizei. Je weniger Polizisten draußen rumlaufen, desto weniger Straftaten kennt man, desto niedriger ist die Kriminalitätsrate. Das eröffnet ganz neue Wege in der Kriminalitätsbekämpfung.
Nein, nein, es geht nicht schon wieder um den FKK-Krieg. Unter dem Titel ist vom 12.10.2008 bis zum 04.01.2009 im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald eine Sonderausstellung mit Fotos von Günter Rössler und Bildern von Otto Niemeyer-Holstein, Susanne Kandt-Horn und Sabine Curio zu sehen. Darauf wollte ich nur hingewiesen haben.
Alle weiteren Informationen gibt es hier auf der Webseite des Pommerschen Landesmuseums.
Nachdem ich kürzlich das erste Gastfoto zeigen konnte, gibt es diesmal einen kompletten Gastbeitrag. Das wunderschöne Bild und die Verse stammen von Dietmar Pühler. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich auch andere Usedomer oder Usedomfreunde mit Beiträgen zur Veröffentlichung melden.
Graue Nebel wallen, bunte Blätter fallen,
der Gothensee trägt ein silbriges Gewand.
Still ist es geworden im Sieben-Seen-Land.
Doch steigt die Sonne auf im Osten,
wird es dem See den Schleier kosten.
Noch kann ein Hauch von Sommer uns erreichen,
um dann doch der frühen Abendkühle zu weichen.
Untrüglich hat der Herbst die Insel fest im Griff.