In der vergangenen Woche hat sich der Umweltausschuss des Kreistages mit dem geplanten Steinkohlekraftwerk in Lubmin beschäftigt. Dessen Vorsitzender, Dieter Markhoff (CDU), lange Jahre auch Mitglied des Landtages, sprach dort eine große Weisheit gelassen aus:
Hätten wir keinen Klimawandel gehabt, hätten wir immer noch die Eiszeit.
Was soll man sagen, der Mann hat Recht. Und wenn nicht so ein paar Blödmänner das Feuer erfunden hätten, wäre es noch heute vermutlich ziemlich kalt.
In der englischen Online-Ausgabe der Gazeta Wyborcza wird seit dem 18. Januar sehr ausführlich über Greueltaten polnischer Geheimdienst- und Polizeiangehöriger in Swinemünde im Winter 1945/46 berichtet. Unter der Überschrift “They Were Killing Germans in Revenge” gibt es Spekulationen über ein Massengrab deutscher Zivilisten unter dem Schulhof der Sonderschule in der Piastowska-Straße. Das Schulgebäude diente früher als Polizeihauptquartier. Das National Remembrance Institute (IPN), eine Einrichtung des polnischen Staates, bemüht sich dem Artikel zufolge um weitere Aufklärung der Geschehnisse.
Am Montag hatte ja unser Ministerpräsident Harald Ringstorff zum Neujahrsempfang nach Heringsdorf geladen. Dies nahm die Bürgerinitiative Kein Steinkohlekraftwerk in Lubmin e.V. zum Anlass im Rahmen einer Demonstration dem Ministerpräsidenten 17.500 Unterschriften von Kraftwerksgegnern zu übergeben. In der Insel-Zeitung vom 16. Januar bezeichnete der Heringsdorfer Bürgermeister Klaus Kottwittenborg diese Demonstration als nicht hoffähig: “Sie war wirkungsvoll, aber nicht schicklich im Zusammenhang mit einem Neujahrsempfang des Landes”.
Zum Glück sind die Zeiten, in denen etwas hoffähig sein mußte, um gestattet zu werden, schon etwas länger vorbei.
Um starke Sprüche sind Gewerkschafter ja selten verlegen, zumal wenn ihr Organisationsgrad eher bescheiden ist. Der Landesvorsitzende des Deutschen Beamtenbundes (dbb), Dietmar Knecht, (was für eine Name für einen Gewerkschaftsfunktionär) dürfte diesmal aber deutlich über das Ziel hinausgeschossen sein. In der heutigen OZ wird er wie folgt zitiert:
„Notfalls schneiden wir Rügen und Usedom mit Großbaustellen von der Außenwelt ab“
Zum ersten haben die Tarifverhandlungen noch gar nicht begonnen, es herrscht also Friedenspflicht. Zum zweiten dürfte die Schaffung von künstlichen Blockaden auf öffentlich-rechtlichen Straßen, wie etwa das hochfahren der beiden Usedomer Klappbrücken strafrechtlich relevant sein, ebenso wie die Drohung damit. Zum dritten dürfen Beamte gar nicht streiken.
Überhaupt, gibt es eigentlich beamtete Knechte Arbeiter?
Die Fußballerinnen vom 1. FFC Turbine Potsdam haben das neue Jahr mit einem dreitägigen Trainingslager in Zinnowitz begonnen. Einen ausführlichen Bericht gibt es hier bei der Märkischen Allgemeinen.
Mir laufen immer noch die Tränen runter vor lauter lachen. Dafür hat man dann doch sogar mal gerne GEZahlt. Gefunden bei Henning via Robert, bei beiden gibt es auch den Text zu lesen. Hätte nicht gedacht, dass öffentlich-rechtliches Fernsehen sich so etwas noch traut.